Versicherungen – Gut, wenn man sie nie braucht


Die wichtigsten Fakten

    • Bei Versicherungen sollte man genau darauf achten, welche man tatsächlich braucht.
    • Wirklich wichtige Versicherungen sind die, die vor existentiellen Risiken schützen.
    • Auch bei der Wahl des Anbieters einer Versicherung sollte man genau hinschauen.
    • Beim Abschluss von Versicherungen ist man zu wahrheitsgemäßen Angaben verpflichtet.
    • Bei Versicherungen kommt es auf die Leistungen und Konditionen an, weniger auf den Preis.

Versicherungen

Versicherungen: Nicht alle sind wirklich sinnvoll

Im Hinblick auf die Sicherheit im Alltag schießt manch ein Haushalt über das Ziel hinaus – nach dem Motto „Je dicker der Versicherungsordner, umso besser der Schutz“. Leider ist der Abschluss vieler Versicherungen aber nicht mit einem engmaschigen Sicherheitsnetz gleichzusetzen.

Vielmehr kommt es darauf an, für welche Policen man sich entschieden hat. Eine Hundekrankenversicherung ist vielleicht für den Vierbeiner der beste Schutz. Allerdings hat sie keinen Nutzen, wenn der Halter plötzlich wegen Berufsunfähigkeit seinem Job nicht mehr nachgehen kann.

Was ist bei der Auswahl einer Versicherung zu bedenken?

Grundsätzlich ist für die Auswahl des Versicherungsschutzes nach einem Stufenmodell vorzugehen. Ganz oben stehen Versicherungen, welche existenzielle Risiken decken.

Dazu gehören unter anderem:

Je nach Lebenssituation kommen weitere Policen dazu. Andere Versicherungen wie eine Unfallpolice, die Zusatzkrankenversicherung oder Brillen- und Fahrradversicherungen sind eher das Sahnehäubchen.

„Versicherung ist gleich Versicherung!“ Falsch, bei den Versicherungen existieren selbst innerhalb eines Versicherungszweigs erhebliche Unterschiede.

Anders als bei Pflichtversicherungen, wo der Deckungsumfang meist durch den Gesetzgeber zumindest in der Basisvorsorge vorgegeben ist, schnüren die Gesellschaften ihre Leistungspakete nämlich nach eigenem Ermessen zusammen.

Einfach nur den Beitrag zu berücksichtigen ist der falsche Weg. Vielmehr müssen die Leistungen und Konditionen stimmen. Versicherungsnehmer sind daher gut beraten, wenn sie vor der Unterschrift nicht nur den Tarifprospekt zur Hand nehmen, sondern auch einen Blick in die allgemeinen und besonderen Versicherungsbedingungen werfen.

Letztere werden oft auch als Risikobeschreibung bezeichnet. Beide Regelwerke legen letztlich den Rahmen für Leistungsansprüche, Kündigungsgründe usw. fest. Nur wer als Versicherter seine Rechte kennt, kann im Ernstfall Hürden und Hindernisse umschiffen.

      • Bereits mit dem Ausfüllen des Antrags gelten für Verbraucher gewisse Informationspflichten. Wer diese verletzt, riskiert im Schadensfall seinen Versicherungsschutz.

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