Wie viel verdienen die Deutschen? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Besucher unserer Webseite nach ihrem Gehalt gefragt und die Ergebnisse in unserer hauseigenen Gehaltsdatenbank zusammengetragen.

Der Durchschnitt aller Einträge aus unserer Datenbank liegt Stand 26.11.2021 bei:

Monatlich 2587.1198769868
Jährlich 31045.438523841

Ermittelt aus über 1 Mio. Einträgen unserer Besucher

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Wer verdient am meisten?

Zu den Spitzenverdienern in Deutschland gehören laut unserer Datenbank überwiegend Mediziner. Doch auch als Chief Financial Officer (CFO) in einem großen Unternehmen oder als Fluglotse lassen sich Spitzengehälter verdienen.

Im Folgenden haben wir die Gehaltsdaten der sechs am besten bezahlten Berufe zusammengestellt. Alle Angaben beziehen sich auf das durchschnittliche Bruttogehalt, das in unserer Gehaltsbefragung angegeben wurde.

Chief Financial Officer
(CFO)

Monatsgehalt: 19.500 Euro
Jahresgehalt: 233.000 Euro
Stundenlohn: 118 Euro

Orthopäde/
Orthopädin

Monatsgehalt: 11.000 Euro
Jahresgehalt: 133.000 Euro
Stundenlohn: 63 Euro

Chefarzt/
Chefärztin

Monatsgehalt: 10.100 Euro
Jahresgehalt: 122.000 Euro
Stundenlohn: 60 Euro

Oberarzt/
Oberärztin

Monatsgehalt: 8.500 Euro
Jahresgehalt: 102.000 Euro
Stundenlohn: 56 Euro

Fluglotse/
Fluglotsin

Monatsgehalt: 7.800 Euro
Jahresgehalt: 94.000 Euro
Stundenlohn: 49 Euro

Kardiologe/
Kardiologin

Monatsgehalt: 5.900 Euro
Jahresgehalt: 71.000 Euro
Stundenlohn: 34 Euro

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Ist das Gehalt in Deutschland fair?

Seit 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher allgemeiner Mindestlohn. Dieser liegt aktuell bei 9,60 Euro in der Stunde. Alle Arbeitnehmer müssen demnach mindestens 9,60 Euro pro Stunde verdienen. In einigen Branchen gilt zudem ein Branchenmindestlohn, der über dem allgemeinen Mindestlohn liegt.

Außerdem gibt es seit Januar 2018 im Bezug auf die Lohngerechtigkeit eine neue Regelung, die zu mehr Transparenz in den Entgeltstrukturen führen soll. Das neue Gesetz erlaubt es, dass Arbeitnehmer bei ihren Arbeitgebern eine Auskunft darüber einfordern können, nach welchen Kriterien sie bezahlen. Auf diese Weise soll mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt geschaffen werden.

Trotz dieser Gesetze gibt es noch immer deutliche Unterschiede im Gehalt. Dafür sind nicht nur die Berufswahl, die Qualifikation und die Erfahrung des Arbeitnehmers verantwortlich. Auch Aspekte wie der Arbeitsort und das Geschlecht spielen eine Rolle bei der Höhe des Gehalts.

Kann man vom Gehalt leben?

Nicht alle in Deutschland lebenden Erwerbstätigkeiten bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem eigenen Gehalt. 47% leben laut Statistischem Bundesamt von dem eigenen Gehalt, 24% leben von den Einkünften des Partners.

Wer kein eigenes Gehalt bekommt, erhält Sozialleistungen vom Staat, das sind aktuell 8% der in Deutschland lebenden Menschen.

  • 47% Eigenes Gehalt
  • 24% Gehalt des Partners
  • 8% Sozialleistungen

Wo verdient man am besten und am schlechtesten?

Regionale Einflüsse im Gehalt zeigen sich unter anderem in einem leichten Gefälle von Süden nach Norden. Noch deutlicher ist jedoch das Gehaltsgefälle von Westen nach Osten. Auch in unserer Datenbank ist ein Unterschied zwischen den Durchschnittsgehältern in den neuen und alten Bundesländern zu erkennen.

Die folgende Übersicht zeigt die drei Bundesländer mit dem höchsten und die drei Bundesländer mit dem niedrigsten Bruttodurchschnittsgehalt pro Monat.

Top Gehalt
Bundesländer mit dem höchsten Durchschnittsgehalt

Hessen: 3.550 Euro
Baden-Württemberg: 3.540 Euro
Hamburg: 3.500 Euro

Niedriges Gehalt
Bundesländer mit dem niedrigsten Durchschnittsgehalt

Brandenburg: 2.730 Euro
Sachsen-Anhalt: 2.700 Euro
Mecklenburg-Vorpommern: 2.610 Euro

Verdienen Männer wirklich mehr als Frauen?

Nach wie vor herrscht noch immer eine signifikante Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, sodass mit dem Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen der geschlechtsbezogenen Diskriminierung entgegengewirkt werden soll. Allerdings greift der Auskunftsanspruch erst bei einem Unternehmen ab 200 Beschäftigten.

Die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern (auch Gender Pay Gap) liegt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt bei 18 Prozent. Dabei wird zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap unterschieden. Im bereinigten Gender Pay Gap wird berücksichtigt, dass etwa 71 Prozent der geschlechtsbezogenen Gehaltsunterschiede strukturbedingt erklärbar sind.

Sie können beispielsweise dadurch erklärt werden, dass Frauen öfter in schlechter bezahlten Branchen tätig sind und häufiger in Teilzeit arbeiten. Rechnet man diese Faktoren aus dem unbereinigten Gender Pay Gap heraus, bleibt ein bereinigter Gender Pay Gap von 6 Prozent.

Mann

Stundenlohn: 22,78 Euro

Unterschied

-4,16 Euro
-18%

Frau

Stundenlohn: 18,62 Euro

Häufige Fragen zum Thema Gehalt

Mein Gehalt ist noch nicht da, was kann ich machen?

Zumeist ist vertraglich geregelt, wann der Arbeitslohn ausbezahlt wird. Sollte wider Erwarten der Arbeitslohn länger als einen Monat lang nicht ausbezahlt werden, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden.

In der Regel wird das Gehalt am Ende oder am Anfang eines Monats ausbezahlt. Seltener ist die Regelung, den Lohn zur Mitte des Monats zu zahlen.

Je nach Wochentagen innerhalb eines Monats kann es sein, dass eine Auszahlung ein paar Tage früher erfolgt, wenn ein Wochenende dazwischen liegt. Eine Auszahlung von Einkommen am Samstag oder Sonntag erfolgt nicht.

Wie hoch ist ein gutes Gehalt?

Ob das monatliche Entgelt als angemessen empfunden wird, obliegt oft der eigenen subjektiven Wahrnehmung. Wenn man sich kritisch damit auseinandersetzt, sollte bedacht werden, ob der Verdienst den Anforderungen, der Schwere der Aufgaben, dem Grad der Verantwortung und der Höhe der Qualifikation entspricht.

Ein Gehalt wird in der Regel als gut empfunden, wenn es zur Deckung der monatlichen Kosten reicht und gleichzeitig eine Summe X für besondere Anschaffungen oder Urlaube übrig bleibt. Wie groß diese Summe X ist, hängt jedoch vom subjektiven Empfinden des Arbeitnehmers ab.

Um wieviel erhöht sich mein Gehalt in den nächsten Jahren?

Ist das Unternehmen tarifgebunden oder arbeitet man in einem Beamtenverhältnis, kann man seine zukünftigen Gehaltssteigerungen aus der jeweiligen Tarif- oder Besoldungstabelle ablesen.

Sollte das Gehalt nicht von einem Tarifvertrag abhängig sein, kann keine Aussage darüber gemacht werden, ob eine jährliche Lohnerhöhung stattfindet.

Inwiefern das Gehalt steigt, muss dann mit dem Arbeitgeber individuell besprochen werden. Ein Gehalt steigt nicht automatisch, wenn es nicht vorher vertraglich festgelegt wurde.

Wie wichtig ist das Gehalt bei der Berufswahl?

Bestimmte Berufsgruppen sind dafür bekannt, ein höheres Gehalt als andere Berufsgruppen zu bekommen. Das Gehalt ist jedoch nicht der einzige Grund, einen bestimmten Beruf zu wählen.

Die Berufswahl hängt maßgeblich von den eigenen Interessen und Fähigkeiten ab. Außerdem können Kriterien wie die Arbeitszeiten, die Arbeitsbedingungen und die Aussicht auf verschiedene Benefits ausschlaggebend bei der Berufswahl sein.

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Einzelnachweise und Quellen

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis): Verdienste auf einen Blick
  2. Bundesministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend: Lohngerechtigkeit
  3. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Arbeitsrecht
  4. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Mindestlohngesetz

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.