Pflicht zum Lohnsteuerjahresausgleich, Fristen und Befreiung

Die Zeit läuft ab

Lohnsteuerjahresausgleich – die Fristen und Pflichten

Obwohl die meisten Arbeitnehmer zum Lohnsteuerjahresausgleich verpflichtet sind, könnte es durchaus auch einige Fälle geben, in denen sie eine Befreiung beim zuständigen Finanzamt beantragen können. Der Grund dafür wird in der Regel in einem sehr geringen oder gänzlich fehlenden Einkommen zu suchen sein.

Verpflichtung zum Lohnsteuerjahresausgleich

Grundsätzlich haben alle Singles, die mindestens 8004 Euro pro Jahr verdienen die Pflicht, einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie ledig, geschieden, getrennt lebend oder verwitwet sind.

Für Ehepaare erhöht sich die Jahresbruttoverdienstgrenze auf 16008 Euro. Dabei ist es völlig unerheblich, ob beide Ehepartner in etwa gleich verdienen oder ob die Verdienste sehr unterschiedlich sind.

Darüber hinaus haben auch Altersrentner oder Bezieher von Lohnersatzleistungen die Pflicht, einen Lohnsteuerjahresausgleich durchzuführen. Bei Rentnern gilt jedoch der Grundsatz, dass der steuerfreie Anteil am Gesamteinkommen in der Regel deutlich höher als bei den meisten Arbeitnehmern ist.

Befreiung vom Lohnsteuerjahresausgleich

Alle Personen, die nur eine geringfügig entlohnte Tätigkeit ausüben und auch sonst keine weiteren Einkünfte haben, können sich an das für sie zuständige Finanzamt wenden und dort einen Antrag auf die Befreiung von der Pflicht zum Lohnsteuerjahresausgleich stellen.


Diese Steuerbefreiung, welche auch Nichtveranlagerungsbescheinigung genannt wird, ist grundsätzlich drei Jahre gültig. Sie kann aber auch dann widerrufen werden, wenn die Gründe für eine Steuerbefreiung nicht mehr vorliegen.

Unter bestimmten Umständen können auch Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrentner eine Steuerbefreiung beantragen. Dazu darf allerdings ihre Rente eine bestimmte Obergrenze nicht überschreiten.

Der Bezug von Arbeitslosengeld I oder II entbindet grundsätzlich nicht von der Steuerpflicht. Gibt es jedoch keine weiteren Einkünfte oder wird lediglich ein Minijob ausgeübt, ist es nahezu ausgeschlossen, dass hierfür Steuern gezahlt werden müssen.

Frist für den Lohnsteuerjahresausgleich

Grundsätzlich endet die Frist für den Lohnsteuerjahresausgleich am 31. Mai des Jahres, welches auf das zu veranlagende Jahr folgt. Hält die steuerpflichtige Person diesen Termin nicht ein, würde sie vom zuständigen Finanzamt eine Mahnung mit der Aufforderung bekommen, die Abgabe der Steuererklärung unverzüglich nachzuholen. Dabei wird in der Regel auch ein konkreter Termin festgelegt.

Lässt eine steuerpflichtige Person die Frist zur Abgabe der Steuererklärung trotz mehrfacher Mahnungen ohne Angabe von Gründen verstreichen, kann dies ernsthafte Konsequenzen haben, die von der Steuerschätzung bis hin zur Androhung oder Anordnung eines Bußgeldes reichen können.

Deshalb sollten alle Personen, die aus irgendeinem Grunde die Frist zur Abgabe der Steuererklärung nicht einhalten können, rechtzeitig das zuständige Finanzamt informieren und dort eine Fristverlängerung beantragen. Mehr Details über die Fristen Steuerklärung und der Fristverlängerung Lohnsteuerjahresausgleich finden sich im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Der Lohnsteuerjahresausgleich und das Ausfüllen der Steuererklärung sind leider mit Arbeit verbunden

Die Abgabe der Steuererklärung und die Einreichung des Antrages auf Lohnsteuerjahresausgleich sind in der Regel stets mit einiger Arbeit verbunden.

Es müssen die entsprechenden Belege herausgesucht und sortiert werden – und so etwas schiebt man durchaus gerne ein wenig vor sich her.

Doch die vom Finanzamt hierfür gesetzten Fristen Steuererklärung sind unbedingt einzuhalten und zu beachten, denn ansonsten könnte dies tatsächlich zu Problem führen.

Das heißt also, dass, wie weiter oben bereits erwähnt, bis zum 31. Mai des Kalenderjahres, das auf den Veranlagungszeitraum folgt, der Antrag auf Lohnsteuerjahresausgleich beim zuständigen Finanzamt vorzuliegen hat.

Kann man eine Verlängerung der Fristen Steuererklärung beantragen?

Fristen Steuererklärung

Lohnsteuerjahresausgleich – kann man Fristen verlängern?

Das ist durchaus möglich. Sollte man aus einem wichtigen Grund die Abgabefrist der Steuererklärung bis zum 31.Mai des jeweiligen Kalenderjahres nicht einhalten können, so kann eine diesbezügliche Verlängerung der Frist beantragt werden. Für einen derartigen Verlängerungsantrag kann es vielfältige Gründe geben. In der Regel wird das Finanzamt dann eine Fristverlängerung bis zum 30. September gewähren.

In besonderen Ausnahmefällen kann diese Frist auch bis zum 31. Dezember des Jahres verlängert werden. Spätestens dann aber muss der Antrag auf Lohnsteuerjahresausgleich dem Finanzamt vorliegen – ansonsten drohen tatsächlich unangenehme Konsequenzen. Das Finanzamt geht bei der Einhaltung der Fristen Steuererklärung sehr konsequent vor und hier kann es schnell zur einer Strafgebühr von 50 Euro kommen.

Rechnet man mit einer Rückerstattung, sollte die Lohnsteuererklärung pünktlich eingereicht werden, um Zinsverluste zu vermeiden

Besonders in dem Fall, wenn man damit rechnet eine Nachzahlung leisten zu müssen, ist es wirtschaftlich, die Fristverlängerung auszunutzen, denn in diesem Zeitraum könnte man das Geld noch für sich arbeiten lassen. Rechnet man hingegen eher mit einer Rückerstattung sollte man den Antrag unbedingt so früh wie möglich einreichen, da man ansonsten Zinsverluste hinnehmen muss.

Gibt es Ausnahmen von dieser Vorschrift?

Auch das kann bejaht werden. Wenn man die Steuererklärung über einen Steuerberater einreicht gilt die Frist bis zum 31. Mai nicht. Hier liegen die Fristen Steuererklärung anders. Der Steuerberater hat bis zum Ende des kompletten Kalenderjahres die Möglichkeit, die Steuererklärung des Mandanten einzureichen.

Dies gilt auch für Lohnsteuerhilfevereine. Diese haben ebenfalls grundsätzlich während des ganzen Kalenderjahres die Möglichkeit, die jeweilige Steuererklärung beim Finanzamt vorzulegen.

Wer also zur Einreichung des Antrages auf Lohnsteuerjahresausgleich verpflichtet ist, sollte sich unbedingt an die hierfür vorgesehenen Steuererklärung Fristen halten oder rechtzeitig daran denken, einen Verlängerungsantrag, möglichst in schriftlicher Form, zu stellen.

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