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Wahl der Steuerklasse

Eine Wahl der Lohnsteuerklasse haben in Deutschland nur Verheiratete. Gemeinhin werden sie gemeinsam in die Klasse 4 einsortiert. Doch wenn die Höhe ihrer Einkünfte vom jeweiligen Arbeitgeber stark unterschiedlich ist, kann der Wechsel in die Lohnsteuerklassen 3 und 5 mehr Sinn machen. Der Besserverdiener geht in die Lohnsteuerklasse 3. Eine eingeschränkte Wahlmöglichkeit hat eine verwitweter Person, deren Partner innerhalb der letzten beiden Jahre gestorben ist. Sie kann für den Rest des Zeitraums in Klasse 3 verbleiben und muss erst dann in Klasse 1 wechseln. Bei der Wahl der Steuerklasse sind stets die Höhe der Abzüge sowie der Freibeträge das entscheidende Kriterium.

Wahl der Steuerklasse

Häufig gestellte Fragen zu den Steuerklassen

Welche Steuerklasse gibt es?

Mann mit FragenGrundsätzlich kennt das deutsche Steuerrecht zwei Arten von Steuerklassen. Zumeist bezieht sich der Begriff auf die Lohnsteuerklassen, die beispielsweise bei der Erstellung der Steuererklärung eine zentrale Rolle spielen. Allerdings gibt es auch bei der Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteuer den Ausdruck der Steuerklasse. Wenn auf diesen Seiten von Steuerklassen die Rede ist, dass sind jeweils die Klassen gemeint, die sich auf die Lohnsteuer beziehen.

Wie werden gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften bzgl. der Steuerklassen behandelt?

Gleichgeschlechtliche PartnerschaftBis zur Entscheidung, ob gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften steuerlich mit Ehen gleichzustellen sind, mussten harte politische und juristische Kämpfe ausgefochten werden. Das letzte Wort hatte das Bundesverfassungsgericht am 12. Juni 2013. Es bestätigte dabei vormalige Urteile, die alle eine Stärkung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften bewirkten. Durch den Richterspruch aus dem Juni 2013 sind diese steuerlich nunmehr voll mit den Ehen gleichgestellt. Bezüglich der Steuerklassen sowie des Ehegattensplittings bedeutet dies, dass sich alle Regelungen für die Ehe analog auch für die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften anwenden lassen.

Wie viele Steuerklassen gibt es und was bedeuten diese?

Jede Person, die in der Bundesrepublik Deutschland tätig ist oder freiwillig ihrer Steuerhoheit unterliegt, muss Mitglied einer Lohn bzw. Einkommensteuerklasse sein. Insgesamt gibt es sechs Steuerklassen. Sie geben überwiegend Auskunft über den Familienstand:

  • Steuerklasse I - Alleinstehend
  • Steuerklasse II - Alleinstehend mit Kind bzw. Kindern
  • Steuerklasse III - verheiratet oder verwitwert (nur in Kombination mit Klasse V)
  • Steuerklasse IV und V - verheiratet
  • Steuerklasse VI - Für einen Zweit- und/ oder Drittjob

Wie kann man die Steuerklasse wechseln?

SteuerklassenwechselÄndert sich die eigene Familiensituation so, dass ein Wechsel der Lohnsteuerklasse möglich wird, so kann man mit einem entsprechenden Nachweis und der Lohnsteuerkarte zum Finanzamt gehen, um den Wechsel der Einstufungen durchführen zu lassen. Zumeist geschieht dies aber automatisch. Heiraten zwei Menschen standesamtlich, so erhält das Amt ohnehin Kenntnis davon und stuft beide Personen in die Steuerklasse IV ein. Sollten die Ehegatten in die Steuerklassen III und V eingestuft werden wollen, können sie dies persönlich oder schriftlich beim Finanzamt beantragen. Sie können ihre Wahl der Steuerklassen in jedem Jahr überdenken und um eine andere Einstufung bitten.

Wie bestimmen die Steuerklassen die Steuerlast?

Die Steuerklassen geben Auskunft über die Freibeträge, die jede Person von den eigenen Einkünften abziehen darf. Diese sind:

  • Steuerklasse 1 - Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Sonderausgabenpauschbetrag
  • Steuerklasse 2 - Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Kinderfreibetrag, Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende, Sonderausgabenpauschbetrag
  • Steuerklassen 3 und 4: Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale, Sonderausgabenpauschbetrag, Kinderfreibetrag
  • Steuerklasse 5 - Arbeitnehmerpauschbetrag, Sonderausgabenpauschbetrag, Vorsorgepauschale
  • Steuerklasse 6 - keine Freibeträge

Die Freibeträge, deren Höhe vom Gesetzgeber bestimmt wird, sind zu addieren. Gemeinsam bestimmen sie die Lohnsteuergrenze bzw. Einkommensteuergrenze. Nur die Einkünfte, die oberhalb dieser Grenze liegen, müssen versteuert werden. Die Steuerklassen ermöglichen es also, das steuerpflichtige Einkommen zu berechnen.

Welchen Einfluss haben die Steuerklassen auf Lohnersatzleistungen?

SteuerklassenwechselPersonen, die Lohnersatzleistungen beziehen oder wissen, dass sie dies bald tun werden, wissen oft nicht, wie sie mit diesen umgehen müssen. Häufig werden folgende Fragen gestellt:

  • Müssen Lohnersatzleistungen in der Steuererklärung vermerkt werden?
  • Müssen Lohnersatzleistungen versteuert werden?
  • Schmälern die Ersatzleistungen also den Grundfreibetrag?
  • Warum sind die Steuerklassen wichtig für die Lohnersatzleistungen?

Grundsätzlich gilt, dass Lohnersatzleistungen nicht steuerpflichtig sind, aber in der Steuererklärung angegeben werden müssen. Sie schmälern also keine Freibeträge. Die Steuerklassen bestimmen die Höhe der Ersatzleistungen, denn diese berechnet sich anhand der letzten Netto-Einkünfte. Deren Höhe wird mittels der Steuerklassen ermittelt.

Wann macht ein Wechsel der Steuerklasse Sinn?

Sinn Steuerklasse wechselnNicht immer ist es schlüssig, einen Wechsel der Einkommensteuerklassen durchzuführen. Aber besonders Verheiratete können in einigen Situationen vorausschauend handeln. Als Beispiel: Beide Partner sind in der Klasse IV eingestuft und erhalten die Freibeträge also zu gleichen Teilen. Ist aber bekannt, dass einer der Gatten im kommenden Jahr Lohnersatzleistungen erhalten wird, macht ein Transfer in die Steuerklassen III und V Sinn. Die Person, die Lohnersatzleistungen bekommen wird, geht in die dritte Klasse, um die maximalen Freibeträge zu kassieren. Denn die Höhe der Lohnersatzleistungen bestimmt sich anhand der letzten Netto-Einkünfte, die auf diese Weise geschickt optimiert werden können.

Warum gibt es mehrere Steuerklassen für Verheiratete?

SteuerklassenwechselVerheiratete haben insgesamt drei Wahlmöglichkeiten, in welche Lohnsteuerklassen sie sich einstufen lassen möchten. Sie dürfen diese zudem jährlich wechseln. Die Wahlmöglichkeiten sind:

  • Die Kombination IV und IV
  • Die Kombination IV und IV mit Faktor
  • Die Kombination der Steuerklassen III und V

Der Staat möchte Familien und Eheschließungen besonders fördern und hat deshalb diese Varianten eingeführt, die es den Ehegatten ermöglichen, eine maximale steuerliche Entlastung zu erreichen. Paare, die in etwa gleich viel verdienen, sollten gemeinsam in die Lohnsteuerklasse 4 gehen. Sind die Einkünfte unterschiedlich (ab einer Spreizung von 60 zu 40 Prozent), empfiehlt sich eine Kombination der Lohnsteuerklassen 3 und 5. Wird gemeinsam die Steuerklasse 4 mit Faktor gewählt, zahlen beide Partner prozentual in etwa so viel Lohnsteuer wie sie auch tatsächlich zum gemeinsamen Einkommen beitragen. So werden Nachzahlungen am Jahresende vermieden.

Warum dürfen verwitwete Personen in der Lohnsteuerklasse 3 sein und geschiedene nicht?

Verwitwete Personen dürfen im Jahr des Todes ihres Partners sowie im folgenden Jahr in der Steuerklasse III verbleiben. Für geschiedene Personen gilt dies nicht. Sie müssen sofort in die Steuerklasse I wechseln. Der Staat möchte auf diese Weise eine besondere finanzielle Entlastung für den überlebenden Partner schaffen. Die dritte der Einkommensteuerklassen hat die höchsten Freibeträge. Durch den Tod entstehen immens hohe finanzielle Belastungen, die auf diese Weise abgefedert werden sollen.

Wie wirken sich die Steuerklassen auf das Ehegattensplitting aus?

EhegattensplittingLässt sich ein Ehepaar zusammenveranlagen, so gilt für dieses das Ehegattensplitting. Hierbei werden die beiden steuerpflichtigen Einkommen addiert und dann halbiert. Die Hälfte wird nach dem für diesen Betrag gültigen Tarif versteuert. Die Steuerlast wird verdoppelt. Was kompliziert klingt, bedeutet eigentlich nur: Je weniger steuerpflichtiges Einkommen Eheleute haben, desto geringer wird die Steuer. Durch eine geschickte Wahl der Klassen für die steuerliche Einstufung, deren Richtlinien oben erläutert wurden, lässt sich die Höhe des steuerpflichtigen Einkommens geschickt minimieren.

Wie wirken sich Kinder bei den Steuerklassen aus?

KinderfreibetragDa der Staat Familien fördern möchten, führen Kinder immer zu einer Entlastung. Pro Kind gibt es einen zusätzlichen Freibetrag von 7008 Euro. In der Klasse 4 wird dieser zwischen den beiden Partnern aufgeteilt. Ansonsten wird er einer Person voll zugeschlagen. Zu beachten ist folgendes: Heiraten zwei Personen, von denen eine ein Kind mit in die Ehe bringt und lassen sich die beiden Partner in die Steuerklassen 3 und 5 einstufen, so erhält der Partner in der Steuerklasse 3 immer den vollen Kinderfreibetrag. Dies gilt auch dann, wenn es nicht sein Kind sollte.

Wie wirkt sich der Entlastungsbetrag auf den Kinderfreibetrag aus?

In der Klasse 2 erhalten Alleinerziehende zusätzlich zum Kinderfreibetrag einen Entlastungsbetrag in der Höhe von 1308 Euro. Dieser zusätzliche Freibetrag hat keinen negativen Einfluss auf den Kinderfreibetrag. Pro Kind hat man in der Klasse 2 damit faktisch einen Kinderfreibetrag in der Höhe von 8316 Euro.

Wer ist bei einem Steuerklassenwechsel zuständig?

Das Finanzamt, das die Einkommensteuererklärung einer Person oder eines Paares bearbeitet, der oder die in eine andere Steuerklasse wechseln möchte/n, ist für diesen Schritt zuständig. Theoretisch ist dabei folgender Fall denkbar: Ein Paar lebt an getrennten Orten. Es muss sich dennoch gemeinschaftlich auf einen ersten Wohnsitz einigen. Die Finanzbehörde an diesem führt einen Steuerklassenwechsel durch.

Wer berät bei der Steuerklassenwahl?

SteuerklassenwahlDie Antwort auf diese Frage hängt maßgeblich davon ab, wie kompliziert der Fall ist. Gängig steht ein Steuerklassenwechsel dann an, wenn zwei Personen heiraten. Bei großen Gehaltsunterschieden oder sehr ähnlichen Bezügen lässt sich ideal mit einem Steuerklassenrechner recherchieren, welche Wahl die richtige ist.

Wird es allerdings komplizierter, weil das Paar vom Ehegattensplitting oder von der Steuerklasse 4 mit Faktor, die viele Rechner nicht berücksichtigen, profitieren möchten, muss eine andere Lösung gefunden werden. Denkbar ist die Eigenrecherche, die von der Arbeit mit dem Taschenrechner begleitet wird. Der Vorzug dieser Variante ist es, dass sie nichts kostet. Allerdings ist sie zeitintensiv und fehleranfällig. Insbesondere die Faktorberechnung ist diesbezüglich ein heißes Eisen.

Wer sich überfordert fühlt oder Fehler befürchtet, kann sich an Experten wenden. Der Steuerberater kann eine professionelle Beratung durchführen und alle notwendigen Berechnungen vornehmen. Nur: Seine Arbeit ist nicht kostenlos. Alternativ stehen deshalb auch Lohnsteuerhilfe-Vereine zur Auswahl: Diese sind zwar günstiger, aber dafür ist ihre Beratung nicht derart umfassend.

Was wird bei einem Steuerklassenwechsel benötigt?

SteuerklassenwechselDer ganze Vorgang ist relativ einfach: Ausgefüllt werden muss lediglich das Formular Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten. In allen anderen Fällen wählt das Finanzamt ohnehin die für die jeweilige Person günstigste Steuerklasse.

Das Formular wird anschließend beim zuständigen Finanzamt eingereicht. Zu beachten sind zwei Dinge:

  • Erstens: Ein Steuerklassenwechsel darf nur einmal jährlich durchgeführt werden
  • Zweitens: Der Faktor muss jedes Jahr neu beantragt werden. Bei anderen Wechseln verbleiben die Paare in der zuletzt gewählten Steuerklassen-Kombination.

Früher musste der Steuerklassenwechsel auch noch auf der Lohnsteuerkarte vermerkt werden. Da diese inzwischen durch eine elektronische Variante ersetzt wurde, ist dies nicht mehr die Aufgabe des jeweiligen Steuerpflichtigen.

Warum gibt es die Steuerklassen?

Die Steuerklassen helfen der Politik dabei, bestimmte gesellschaftliche Zielsetzungen zu erreichen. Beispielsweise erhalten Alleinerziehende mit Kind über die Steuerklasse 2 einen zusätzlichen Freibetrag, um sie zu entlasten. Gefördert wird auch Ehe mit dem Schwerpunkt darauf, dass es nur einen Verdiener gibt, wie die Steuerklassen-Kombination 3 und 5 zeigt. Der Partner in der Klasse III erholt einen doppelten Freibetrag. Die Person in der Klasse 5 muss hingegen weitläufige Abstriche in Kauf nehmen, was kein Problem darstellt, wenn sie überhaupt nichts verdient.

Wie gerecht ist das Steuerklassensystem?

SteuerklassenIn der Vergangenheit gab es scharfe Kritik an dem System, da gleichgeschlechtliche Ehepaare nicht mit heterosexuellen Verbindungen gleichgesetzt worden sind. Dies ist allerdings mittlerweile durch höchstrichterliche Sprüche beseitigt.

In der Kritik steht zudem das Ehegattensplitting, weil es in den Augen einiger Parteien ein eigentlich veraltetes Lebensmodell unterstützt und die Paare benachteiligt, die nicht heiraten möchten oder können. Diese Kritik wird oft auf das gesamte Steuerklassensystem ausgedehnt.

Aber auch die Möglichkeit, durch geschickte Steuerklassenwechsel als Paar höhere Lohnersatzleistungen zu erreichen, da diese von den letzten Netto-Einkünften abhängen, provoziert Widerspruch. Schließlich haben Personen ohne Trauschein diese Möglichkeit nicht.

Die Kritik ist insgesamt allerdings nicht so scharf, dass eine grundlegende Reform des Systems zu erwarten wäre. Dieses kann sich im Gegenteil nach wie vor auf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz stützen.

Welche Steuerklasse gilt, wenn man geschieden ist?

geschiedenEine Scheidung bringt bei der Steuerklasse zwangsläufig eine Veränderung mit sich. Anders als beispielsweise beim Todesfall des Partners betrachtet der Staat eine geschiedene Person sofort wieder als alleinstehend. Entsprechend muss sie in die Steuerklasse 1. Einzige Ausnahme: Hat einer der vormaligen Partner das alleinige Sorgerecht für wenigstens ein Kind, darf er auch in die Klasse 2.

Während des Trennungsjahres bleiben die Steuerklassen bestehen, die für die Ehe gewählt worden sind. Ist das Jahr vorbei und das Paar bleibt getrennt, ist aber noch nicht geschieden, wird es steuerrechtlich trotzdem zum Folgejahr so behandelt.

Steuerklasse geschieden

Welche Steuerklasse sollte man als Ehepaar wählen?

Ehepaare haben drei Möglichkeiten, welche Steuerklassenkombination sie wählen möchten:

  • Gemeinsam in die Klasse 4
  • Gemeinsam in die Klasse 4 mit Faktor
  • Die Kombination der Steuerklassen 3 und 5

Paare, die etwa gleich viel verdienen, sollten sich gemeinsam für die Klasse 4 entscheiden. Verdient ein Partner deutlich mehr als der andere, ist die Kombination der Steuerklassen 3 (Besserverdiener) und 5 (Geringverdiener) ratsam. Die Klasse 4 mit Faktor ist die richtige Wahl, wenn beide Partner gemäß ihrer jeweiligen Einkommensstärke auch Lohnsteuer zahlen möchten.

Steuerklassen Ehepaar

Welche Steuerklasse muss eine Witwe wählen?

Steuerklasse WitweEine Witwe darf das Jahr, in dem ihr Partner gestorben ist sowie die folgenden zwölf Monate in der in der Klasse 3 sein. Der Staat gewährt ihr dieses Recht, damit sie mit den hohen finanziellen Belastungen, die mit dem Tod ihres Gatten einhergehen, besser umgehen kann. Nach Ablauf dieser Frist wird sie allerdings als alleinstehend betrachtet. Dies bedeutet, sie muss entweder in die Klasse 1 oder als alleinerziehende Mutter in die Klasse 2 wechseln.

Steuerklasse Witwe

Welche Steuerklasse ist passend, wenn man arbeitslos ist?

arbeitslosWer frühzeitig weiß, dass er arbeitslos wird und verheiratet ist, sollte die Wahl der Steuerklasse anpassen. Da sich das Arbeitslosengeld anhand der letzten Netto-Bezüge errechnet, sollte der Betroffene in die Klasse 3 wechseln. Anschließend sollte der Partner diese bekommen, um die Abgabenlast zu drücken. Wer arbeitslos ist, muss sich um die eigene Klasse für die Steuern keine Gedanken machen, da die staatlichen Bezüge nicht versteuert werden müssen.

Arbeitslosigkeit

Welche Steuerklasse wählt man mit einem Minijob?

MinijobWer kann, sollte sich bei einem Minijob für eine der ersten vier Steuerklassen entscheiden. In diesem Fall entsteht keine Steuerpflicht. Ist man hingegen in die Klasse 5 oder 6 eingestuft, müssen auch für Minijobs Abgaben entrichtet werden.

Wer weiß, dass er Steuern bezahlen müsste, sollte die pauschale Besteuerung über den Arbeitgeber anstreben, da diese in der Regel immer günstiger ist. In diesem Fall spielen die Steuerklassen für den Minijob keine Rolle. Die Partner müssen also nicht extra auf diese achten.

Steuerklasse bei Minijob

Was sind die Unterschiede der Steuerklassen 1 und 3?

Die Klasse 3 wurde dazu geschaffen, um Ehepaare, die mit nur einem Einkommen auskommen müssen, zu unterstützen. Die Steuerklasse ist deshalb eine Dopplung der Klasse 1. D.h. alle Freibeträge, die man als Alleinstehender erhält, werden verdoppelt. Dabei muss allerdings ein Punkt berücksichtigt werden: Der Partner muss die Steuerklasse 5 wählen. Diese verfügt über kaum Entlastungsmöglichkeiten.

Unterschied Steuerklasse 1 und 3

Welche Steuerklasse sollte man wählen, wenn man selbständig oder angestellt ist?

In diesem Fall gibt es nur eine Wahlmöglichkeit, wenn man verheiratet ist. Andernfalls ist die Steuerklasse I sowohl als Selbständiger wie auch als Angestellter verpflichtend.

Für Selbständige lohnt sich zumeist die Klasse III, da sich ihre Steuerschuld deutlich reduziert. Da sie zwar Einkommensteuervorauszahlungen machen, aber keinen direkten Lohnsteuerabzug haben, sinkt auf diese Weise die Gefahr, eine Steuernachzahlung machen zu müssen.

Grundsätzlich ist auch die Steuerklasse III für den Angestellten besser, wenn der Partner nichts oder deutlich weniger verdient. Ansonsten ist die gemeinsame Klasse IV die beste Entscheidung.

Selbständig

Welche Vorteile bietet die Steuerklasse 2?

Wie viele SteuerklassenDie Steuerklasse II wurde für Alleinerziehende geschaffen, um diese bei der Erziehung ihres Kindes zu unterstützen. Deshalb gibt es in der Steuerklasse II einen zusätzlichen Freibetrag, der die Mutter oder den Vater finanziell zusätzlich entlastet. Der zusätzliche Freibetrag hat eine Höhe von 1308 Euro (Stand: 2014).

Vorteile Steuerklasse 2

Welche Steuerklassen gelten im Trennungsjahr?

Offiziell gehört das Trennungsjahr noch zur Ehe. Es wurde eingeführt, um den Gatten die Chance einzuräumen, ganz in Ruhe zu entscheiden, ob sie ihre Ehe wirklich auflösen wollen. Sie dürfen deshalb im Trennungsjahr weiterhin die Steuerklassen nutzen, die ihnen als Ehepaar offenstehen. Einer der Partner kann allerdings einen Wechsel der Klassen verlangen. Ergibt sich für den anderen Gatten dadurch ein finanzieller Verlust, muss der Gatte, der den Wechsel verlangte, für Ersatz sorgen. Dies geschieht z.B. über den Unterhalt.

Steuerklasse Trennungsjahr

Die Steuerklassen und Hartz 4

Für Hartz 4 Empfänger ist die Wahl der Klasse für die Steuer dann von besonderer Bedeutung, wenn sie verheiratet sind und der Ehepartner weiterhin Arbeitnehmer ist oder als Freiberufler tätig ist. Sobald der Wechsel in das ALG II - sprich Hartz IV stattfindet, sollte die Kombinationen 3 und 5 der Steuerklassen gewählt werden. Der Arbeitnehmer bzw. Freiberufler wählt dabei die Nummer 3. Der Hartz 4 Empfänger entscheidet sich für die Nummer 5. So können die Ehepartner die größten Vorteile bei der Steuer zu erhalten. Als Tipp: Dieser Wechsel darf keinesfalls geschehen, solange der bald arbeitslose Partner noch in Lohn und Brot steht. Dass ALG I, dass er zuerst erhält, hängt von seinem Netto-Gehalt ab.

Der Steuerklassenvergleich - Wann ist welche Steuerklasse gut?

Einfache Arbeitnehmer haben keine Wahl: Sie müssen in die Klasse 1. Einzige Ausnahme: Sollten die Arbeitnehmer alleinerziehend sein, dürfen sie auch in die Nummer 2. Da es hier einen zusätzlichen Kinderfreibetrag gibt, sollten die Arbeitnehmer diese Klasse tatsächlich auch wählen.

Für verheiratete Partner sieht es anders aus. Sie haben Wahlmöglichkeiten, die es ihnen erlauben, die größten Vorteile bei der Steuer durch geschickte Entscheidungen zu erreichen. Es gilt:

  • Beide Partner verdienen z.B. als Arbeitnehmer etwa gleich viel: Beide wählen die Klasse IV
  • Beide Partner verdienen im Verhältnis von etwa 60 zu 40: Steuerklasse 4 mit Faktor
  • Beide Ehepartner verdienen stark unterschiedlich: Steuerklassen III und V

Welche Steuerklassenkombination darf man wann wählen?

Nur Ehepartner dürfen unterschiedliche Steuerklassenkombinationen wählen. Ihnen stehen dabei drei Varianten offen, die jährlich angepasst werden dürfen:

  • Beide Ehepartner in Steuerklasse 4 - z.B. wenn beide Arbeitnehmer sind
  • Beide Partner in Steuerklasse 4 mit Faktor
  • Ein Partner in die Klasse 3, der andere in die Nummer 5 - z.B. wenn einer Arbeitnehmer und der andere arbeitslos ist oder Lohnersatzleistungen erhält

Welche Steuerklasse ist für Arbeitslose passend?

Eigentlich kann es Arbeitslosen egal sein, in welcher der Steuerklassen sie eingestuft werden, da ihre Lohnersatzleistungen nicht steuerpflichtig sind. Für Verheiratete ist es allerdings nicht ganz so einfach: Sobald sie wissen, dass sie arbeitslos werden, aber noch beschäftigt sind, sollten die Arbeitslosen ihr Netto-Gehalt durch eine geschickte Steuerklassenwahl erhöhen, um mehr ALG 1 zu erhalten. Sobald sie tatsächlich arbeitslos sind, sollte der Partner, sofern dieser noch verdient, in die Klasse 3 wechseln.

Welche Steuerklasse sollten Doktoranden wählen?

Diese Frage stellt sich nur, wenn die Doktoranden verheiratet sind, da sie ansonsten zwangsweise in der Nummer 1 eingestuft werden. Interessant ist der Fall zudem auch nur dann, wenn die Promotion mit einer Stelle verknüpft ist. Hierbei gelten die üblichen Regeln: Verdienen beide Ehepartner etwa gleich viel, so ist die Klasse 4 richtig. Ansonsten werden die Steuerklassen 3 (Besserverdiener) und 5 (Schlechterverdiener) gewählt. Erhält der Doktorand hingegen ein Stipendium, darf er ganz entspannt durchatmen, denn dieses ist steuerfrei. Arbeitet der Partner, sollte dieser deshalb dann auch die Klasse 3 wählen.

Wie ist eine nachträgliche Änderung der Steuerklasse möglich?

Die bittere Wahrheit ist: Dies geht gar nicht. Ändert sich der Familienstand, muss die Klasse so schnell wie möglich angepasst werden. Nachträglich kann dies nicht mehr passieren. Verheiratete Paare können allerdings ihre Klasse in jedem Jahr anpassen lassen. Eine nachträgliche Anpassung kann ausschließlich dann stattfinden, wenn sie vom Paar fristgerecht gefordert wurde, allerdings das Finanzamt die Änderung aufgrund eines Versäumnisses nicht durchgeführt hat.

Welche Steuerklasse ist für Selbständige passend?

Es ist macht für die Steuer kaum einen Unterschied, ob eine Person selbständig ist oder als Arbeitnehmer entlohnt wird. Entscheidend ist immer, wie viel sie verdient. Allerdings können verheiratete Selbständige geschickter agieren: Arbeitet ihr Partner als Arbeitnehmer, können sie beispielsweise in die Klasse 5 (Partner in die Nummer 3) wechseln, wenn sie einen Verlustvortrag machen wollen. Hat der Selbständige hingegen große Gewinne gemacht, wird einfach in die andere Richtung gewechselt. Wirtschaftliche Schwankungen können auf diese Weise durch die Steuerklassen besser kompensiert werden.

Das Elterngeld und die Steuerklassen

Die Höhe vom Elterngeld hängt vom letzten Netto-Gehalt ab. Vor dem Bezug des Geldes sollte man deshalb die Klassen entsprechend anpassen. Während man das Elterngeld bekommt, sollte der arbeitende Partner in die Klasse 3 wechseln. Schließlich ist das Elterngeld nicht steuerpflichtig. Der Empfänger kann deshalb ohne Probleme in der Klasse 5 sein.

Die Steuerklassen für getrennt lebende Personen

Verheiratete, die sich im ersten Jahr ihrer Trennung befinden, bleiben in ihrer bisherigen Steuerklassenkombination. Einzige Ausnahme: Zieht der Partner ins Ausland, muss schon an dieser Stelle die Nummer 1 für Singles gewählt werden. Dies gilt auch dann, wenn die beiden Partner das Trennungsjahr hinter sich haben. In diesem Fall werden sie vom Fiskus als geschieden behandelt - auch dann, wenn sie noch gar nicht offiziell geschieden sein sollten. In diesem Fall können sie dem Finanzamt eine Aussöhnung allerdings anzeigen und werden dann erneut als verheiratet eingestuft.

Wie kann man die Steuerklasse beim Finanzamt ändern?

Möchten Eheleute ihre Steuerklassen beim Finanzamt ändern, ist hierfür ein spezielles Formular notwendig. Dieses liegt im zuständigen Amt aus, kann allerdings auch im Internet heruntergeladen werden. Bei der Abgabe sind zudem die Nachweise zu erbringen, dass man berechtigt ist, die Klassen zu ändern (z.B. Heiratsurkunde und Auszug der Lohnsteuerbescheinigung - ehemals Lohnsteuerkarte).

Welche Steuerklasse sollte man als Student wählen?

Studenten, die von Bafög, Bildungskredit oder den Zuweisungen der Eltern leben, müssen sich um die Steuerklassen keine Gedanken machen. Diese Gelder müssen nicht versteuert werden. Sollte der Student verheiratet sein und arbeitet der Partner, so sollte der Studierende die Klasse 5 wählen. Arbeitet aber auch der Student, gelten die üblichen Regelungen für Arbeitnehmer.

Welche Steuerklasse müssen Ledige wählen?

Ledige werden prinzipiell in die Klasse I eingestuft. Einzige Ausnahme: Wer alleinerziehend ist, darf in die Klasse II wechseln. Hat man einen zweiten Job als Lediger, so werden die Einkünfte aus diesem nach der Klasse VI berechnet. Dies ist allerdings nicht positiv, da diese Klasse keinerlei Freibeträge aufweist.

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Berechnung der Steuerklassen

Steuern berechnen

Grundsätzlich sollten alle Personen, die den Wunsch haben, ihre Steuerklasse zu wechseln, eine Steuerklassen Berechnung durchführen. Dies hat verschiedene Gründe und in erster Linie dürfte dabei das Steuern sparen im Vordergrund stehen. Jeder vor dem Finanzamt eingesparte Euro bleibt auf dem eigenen Konto.

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Steuertabellen

Alle Steuertabellen wie Grundtabellen, Splittingtabellen zur Einkommensteuer und Durchschnitt- sowie Grenzbelastungen werden erläutert und zum Download.

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Steuerformulare

Online die richtigen Formulare finden Die Bundesfinanzverwaltung hat erkannt, dass die Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen nicht immer so gut läuft, wie sie es eigentlich sollte. → zum Formular-Management-System Gründe…

Steuerformulare

Häufig gesuchte Themen zu den Steuerklassen

Der Jahresfreibetrag einer Steuerklasse

Financial Gain

Die Jahresfreibeträge in den einzelnen Lohnsteuerklassen orientieren sich an der Lebenssituation der Steuerpflichtigen. Ist man Single, Verheiratet oder Alleinerziehend? In der Lohnsteuerklasse 1 gilt eines Jahresfreibetrag von 8004 Euro. Dieser gilt für die zweite Klasse, allerdings gesteht Deutschland den Alleinerziehenden einen zusätzlichen Freibetrag in Höhe von 1308 Euro zu. Der Kinderfreibetrag beträgt 7008 Euro Der Jahresfreibetrag in der Lohnsteuerklasse 3 liegt bei 16008 Euro. Exakt dieser Wert gilt auch für die vierte der Lohnsteuerklassen. Der Kinderfreibetrag ist allerdings auf 3504 Euro halbiert. In den anderen beiden Lohnsteuerklassen gibt es keinen Jahresfreibetrag.

Jahresfreibetrag

Steuerklasse für Rentner

Rentner genießen das Leben

Auch für Rentner ist die Wahl der Lohnsteuerklasse weiterhin ein wichtiges Thema. Dabei gibt es kaum einen Unterschied zu ihrem bisherigen Leben in der Erwerbstätigkeit. Verheiratete Rentner können entweder in den Lohnsteuerklassen 3 und 5 sein oder gemeinsam die Steuerklasse 4 wählen. Alleinstehende Rentner werden nach den Regeln der Lohnsteuerklasse 1 veranlagt. Eine Ausnahme gibt es diesbezüglich nur, wenn der Partner innerhalb der letzten beiden Jahren verstorben sein sollte. In diesem Fall darf Rentner für diesen Zeitraum in der Steuerklasse 3 verbleiben. Die Rentner sind zudem weiterhin zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Die Steuererklärung kann rückwirkend vom Finanzamt für die Jahre seit 2005 eingefordert werden.

Steuerklasse für Rentner

Elterngeld und Steuerklasse - wichtige Regelungen

Die passende Steuerklasse für das Elterngeld

Die Wahl der richtigen Steuerklasse bei Elterngeld orientiert sich danach, bei welcher Kombination der höchste Nettolohn vom jeweiligen Arbeitgeber verbleibt und wer den größten Teil der Elternzeit in Anspruch nimmt. Haben die Partner beispielsweise die Lohnsteuerklasse 3 und 5 und der Geringverdiener wird das Elterngeld beziehen, so macht ein Wechsel der Lohnsteuerklassen Sinn, um die Abzüge zu vermeiden. Vermutlich ist die gemeinsame Lohnsteuerklasse 4 die beste Wahl. Sollte dies nicht der Fall sein, so haben Paare in Deutschland das Recht, diesen Fehler im Folgejahr zu korrigieren, da sie jährlich die Lohnsteuerklasse wechseln dürfen.

Elterngeld

Steuerklassenkombination

Die richtige Steuerklassenkombination für Ehepaare

Je nach individueller Lebenssituation ist eine passende Steuerklassenkombination möglich. Diese dient dazu, den Lohnsteuerabzug so gering wie nur möglich zu halten. Insbesondere Ehepaare sollten sich mit der Steuerklassenwahl beschäftigen, denn sie haben einmal pro Jahr das Recht, einen Wechsel der Steuerklassen durchzuführen. Verdienen die Partner stark unterschiedlich, empfiehlt sich für einen maximalen Lohnsteuerabzug die Steuerklassenkombination 3 und 5. Ist der Lohn auf Augenhöhe, sollten sich die Ehegatten bei der Steuerklassenwahl für die 4 entscheiden. Ledige müssen aufgrund ihrer Lebenssituation die Steuerklasse 1 wählen. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn sie alleinerziehend sein sollten. In diesem Fall dürfen sie in die Steuerklasse 2. Übt man mehr als eine Tätigkeit aus, lautet die Steuerklassenkombination Klasse für die Ersttätigkeit und Steuerklasse 6.

Steuerklassenkombination

Steuerklassenvergleich

Steuerklassenvergleich online durchführen

In Deutschland macht für Verheiratete ein Steuerklassenvergleich Sinn, da auf diese Weise mehr Netto monatlich zurückbehalten werden kann. Ehegatten mit vergleichbarem Lohn sollten sich gemeinsam für die Lohnsteuerklasse 4 entscheiden. Sie können mit dem Ehegattensplitting auch nur eine Steuererklärung abgeben. Differiert der Lohn vom jeweiligen Arbeitgeber stark (um mehr als zehn Prozent), sollte man sich für die Lohnsteuerklassen 3 und 5 entscheiden. Weiß der Partner in Klasse 5, dass der arbeitslos wird, so kann es Sinn machen, die Steuerklasse zu wechseln, denn das Arbeitslosengeld I errechnet sich nach dem letzten Nettolohn, der deshalb so hoch wie möglich sein sollte. Es macht deshalb Sinn, die hohen Abzüge der Klasse 5 zu vermeiden.

Steuerklassenvergleich

Faktorverfahren - eine gute Alternative für viele Ehepaare

Faktorverfahren bei Steuerklasse 4

Früher waren Verheiratete, deren Löhne stark unterschiedlich waren, in den Steuerklassen 3 und 5. Dies war allerdings nicht in jedem Fall ideal, deshalb hat der Gesetzgeber das Faktorverfahren eingeführt, welches für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. Zu wählen ist hierfür die Steuerklassenkombination 4 mit Faktor. Jeder Ehepartner zahlt durch das Faktorverfahren nur noch anteilig so viel Lohnsteuer, wie er auch zum gemeinsamen Gehalt beiträgt. Die Lohnsteuerhilfe Bayern hat den Vorteil der neuen Lohnsteuerkombination beispielhaft durchgerechnet: Ein Mann verdient 30.000 €, seine Frau 10.000 €. Bislang waren beide in den Steuerklassen 3 und 5 und zahlten 4800 Euro Lohnsteuer. Durch das Ehegattensplitting müssten sie allerdings nur 4000 Euro zahlen. Der Faktor (Ehegattensplitting/ tatsächlich gezahlte Lohnsteuer) liegt bei 0,833. Dieser wird auf der Lohnsteuerkarte vermerkt. Die Lohnsteuer sinkt auf 3999 Euro. Das Paar hat monatlich 67 € mehr im Geldbeutel.

Faktorverfahren

Was ist das Ehegattensplitting?

Das Ehegattensplitting richtig verstehen

Das Ehegattensplitting ist Stammgast in der Berichterstattung der Medien, soll es Verheirateten doch einen minimalen Lohnsteuerabzug garantieren. Doch inzwischen sind zahlreiche Mythen rund um das Splitting entstanden. Dieses kommt bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren zur Anwendung. Sie werden als eine Wirtschaftsgemeinschaft betrachtet. Durch das Ehegattensplitting wird ihr zu versteuerndes Einkommen addiert und anschließend halbiert. Das Ergebnis wird mit einem doppelt so hohen Einkommenssteuersatz belegt als der, der für diese Einkünfte eigentlich gelten würde. Verdienen beide Ehegatten etwa gleich viel, hat das Splitting so gut wie keinen Effekt. Gibt es jedoch progessive Steuertarife zwischen den Partnern - es besteht zwischen ihnen also eine große Einkommensdifferenz - so wird ein minimaler Lohnsteuerabzug durch das Splitting erreicht.

Ehegattensplitting

Der Kinderfreibetrag in den Steuerklassen 1 bis 6

Informationen zum Kinderfreibetrag

Familien benötigen in der Regel jeden Cent. Um ihnen zu helfen, gewährt das Finanzamt deshalb einen Kinderfreibetrag für jedes minderjährige und im Haushalt lebende Kind. Der Kinderfreibetrag liegt bei 7008 Euro. Eine Ausnahme existiert allerdings, wenn die Eltern nicht zusammenveranlagt werden sollten. In diesem Fall erhält jeder Elternteil vom Finanzamt den halben Kinderfreibetrag - also 3504 Euro. Familien haben vom ersten Geburtsmonat an einen Anspruch auf den Freibetrag. Gibt es nur noch ein Elternteil, der alleinerziehend ist, erhält dieser durch die Steuerklasse 2 einen weiteren Freibetrag in Gestalt des Entlastungsbetrags in der Höhe von 1308 Euro. Ein Kind bringt in Deutschland durch den Kinderfreibetrag in Familien mit zwei Elternteilen eine durchschnittliche Steuerersparnis von 2944 Euro. Der Kinderfreibetrag muss auf der Lohnsteuerkarte der Eltern eingetragen sein.

Kinderfreibetrag
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