Gehaltsrechner 2017

Steuerklasse
Kirchensteuer
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Wie viel Netto bleibt vom Brutto? Mit unserem Brutto Netto Rechner können Sie schnell, unkompliziert und kostenlos Ihr Nettogehalt berechnen. Wenn Sie jetzt einen Gehaltsvergleich berechnen wollen, zieht unser Gehaltsrechner alle Abzüge vom Bruttogehalt ab. So erfahren Sie genau, welchen Nettolohn Sie im Vergleich monatlich erhalten. Mit dem Brutto Netto Rechner können Sie sofort prüfen, ob sich ein Steuerklassenwechsel lohnt oder wie viel Netto nach einem Jobwechsel übrig bleibt.

Brutto Netto - Was ist das?

Ein Lohnrechner zieht alle steuerlichen Abgaben vom Bruttogehalt ab. Der Unterschied zwischen dem Brutto- und dem Nettogehalt ist, dass vom Bruttolohn die Sozialabgaben und Steuern abgezogen werden. Je nach Steuerklasse und beispielsweise Solidaritätszuschlag bleibt mehr oder weniger Netto vom Brutto übrig. Mit dem Brutto Netto Rechner können Sie schnell vergleichen, wie hoch das Gehalt nach Einberechnung der Abzüge ist.

Der Online Verdienstrechner errechnet mit ein paar Klicks den Nettolohn für Alleinstehende, verheiratete Paare, Geschiedene, mit oder ohne Kinder: Ganz egal, was Sie brutto im Monat verdienen, der aktuelle Gehaltsrechner bietet einen schnellen Überblick über den zu erwartenden Nettolohn.

  • Um Gehälter miteinander zu vergleichen, sollten Sie stets das Bruttogehalt heranziehen. Für Arbeitnehmer ist allerdings das Nettogehalt interessanter, denn das ist der Betrag, der monatlich aufs Konto überwiesen wird.

Wenn Ihnen verschiedene Gehaltsangebote vorliegen oder Sie eine Gehaltsverhandlung vor sich haben, können Sie mithilfe des Brutto Netto Rechners schnell herausfinden, was bei unterschiedlichen Bruttolöhnen jeweils netto als Lohn herauskommt. Das Nettogehalt ist das um verschiedene gesetzliche Abzüge verminderte Bruttogehalt. Letzteres verringert sich um:

Wenn Sie das Nettogehalt berechnen, wissen Sie genau, wie viel Geld Ihnen monatlich zum Leben bleibt.

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Abzüge vom Bruttogehalt = Netto

Gehalt vergleichen oder Steuervorteil ausrechnen, alles ganz einfach mit dem Nettolohnrechner. Vom Bruttogehalt werden monatlich verschiedene Abgaben fällig. Hier im schnellen Überblick, was für Abzüge mit einzuberechnen sind.

Monatliche Abzüge, die bei einer Einschätzung des Nettolohns wichtig sind:

  • Lohnsteuer (je nach Steuerklasse)
  • Krankenversicherungsbeitrag
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenbeitrag

Diese Abzüge wirken sich unterschiedlich stark auf den Auszahlungsbetrag aus, den der Arbeitgeber Ihnen letztlich auf Ihr Konto überweist.

Bruttogehalt Abzüge 2017 in Prozent:

  • die Krankenversicherung 14,6 Prozent
  • die Arbeitslosenversicherung 3 Prozent
  • die Rentenversicherung 18,7 Prozent
  • die Pflegeversicherung 2,55 Prozent

Was vom Gehalt übrig bleibt, ist der Bruttolohn abzüglich der Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Pflegeversicherung. Der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% wird auf die Einkommensteuer angerechnet. Damit ist der sogenannte "Soli" noch eine zusätzliche Abgabe.

Brutto Netto Berechnung: Was zahlt der Arbeitgeber?

  • Diese Beiträge zur Sozialversicherung werden aber nicht allein vom Arbeitnehmer getragen, der Arbeitgeber trägt die Hälfte der Sozialabgaben. Der Brutto Netto Rechner berücksichtigt bereits diesen Anteil und kann anhand des Bruttogehalts berechnen, mit welchem Auszahlungsbetrag zu rechnen ist.
Sozialversicherungsbeiträge

Wie hoch ist mein Nettogehalt?

Zu wissen, wie hoch das Nettogehalt ausfällt, ist in verschiedenen Situationen nützlich. Einerseits hilft es Ihnen dabei, realistische Gehaltsvorstellungen in einem Bewerbungsgespräch umzusetzen. Schließlich wollen Sie mit der beruflichen Tätigkeit den Lebensunterhalt decken können. Auf der anderen Seite kann sich der Nettolohnrechner auch im Zusammenhang mit einem Gehaltsplus auszahlen. Jeder Euro, um den der Arbeitgeber das Gehalt anhebt, ist zwar ein Lob für das eigene Engagement. Allerdings kann es durch die Progression passieren, dass von der Gehaltserhöhung nicht viel übrig bleibt. Durch den Nettolohnrechner lässt sich die Auswirkung der Erhöhung im Vorfeld einschätzen. Und wo klar ist, ab welcher Grenze sich eine Gehaltserhöhung nicht mehr rechnet, kann zu anderen Gestaltungselementen – wie steuerfreien Arbeitgeberzuwendungen – als Gehaltsbonus gegriffen werden.

  • Der Nettolohnrechner macht sich dann bezahlt, wenn verschiedene Lohnsteuerklassenkonstellationen zu prüfen sind. Dies ist bei Lebenspartnerschaften oder Ehepaaren oft der Fall, um die Abzüge optimal zu gestalten.

Was muss ich beim Brutto Netto Rechner eingeben?

Um das Nettogehalt berechnen zu können, müssen Sie beim Online Gehaltsrechner zunächst einige Pflichtangaben machen. Der Brutto Netto Rechner errechnet auf Basis dieser Daten den Lohn, den Sie netto ausgezahlt bekommen.

Angaben für eine Online Gehaltsberechnung:

  • Bruttolohn (monatlich)
  • Alter des Steuerpflichtigen
  • Anzahl der Kinder
  • Kinderfreibetrag (falls Kinder vorhanden sind)
  • aktuelle Lohnsteuerklasse
  • jährlicher Steuerfreibetrag
  • Bundesland als Wohnort
  • Gesetzliche Rentenversicherung - West oder Ost?
  • Kirchensteuer (falls sie gezahlt wird)
  • Versicherungsart (gesetzlich oder privat)
  • gewünschtes Abrechnungsjahr
  • Falls eine private Krankenversicherung in Anspruch genommen wird, ist der monatliche Beitrag zu erfassen. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Beitragssatz (seit 2015 einheitlich 14,6% plus Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse).

Wenn Sie alle Angaben gemacht haben, bekommen Sie mit einem Klick angezeigt wie hoch der Nettolohn nach den Abzügen vom Bruttolohn ist. Dieser Nettolohn wird voraussichtlich monatlich an Sie vom Arbeitgeber ausbezahlt.

Das wichtigste Ergebnis, welches Sie ermitteln können, ist natürlich das berechnete Nettogehalt. Dieses wird – wie alle weiteren Angaben – sowohl auf monatlicher als auch auf jährlicher Basis angezeigt. Darüber hinaus beinhaltet das Ergebnis ebenfalls die zu zahlende Kirchensteuer (falls Kirchensteuerpflicht besteht), die anfallende Lohnsteuer und die Summe der Steuern.

Auch die Höhe der Sozialabgaben wird im Detail aufgeführt. Somit wird angezeigt, wie hoch die Aufwendungen für die Krankenversicherung sind, welcher Beitrag an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen ist und wie hoch der Beitrag zur Arbeitslosen- und zur gesetzlichen Pflegeversicherung ist.

 


Mehr Netto vom Brutto durch Optimierung?

Bei der Vereinbarung eines Gehalts sprechen Sie als Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber in Arbeitsvertragsverhandlungen über das vorgesehene Bruttoentgelt, das in der Folgezeit Grundlage für den zu zahlenden Nettobetrag ist. Wie hoch dieser Nettolohn am Ende tatsächlich ist, hängt von den verschiedenen Abzugsbeträgen ab, die teilweise durch Optimierung in der Höhe zugunsten des Arbeitnehmers beeinflusst werden können.

Mehr Netto durch Steuerklassenwahl und Steuerfreibeträge

Die Höhe der Lohnsteuer ist von der Lohnsteuerklasse abhängig. Eine Wahl bei der Steuerklasse besteht nur im Falle der Steuerklassenkombination 3 und 5. Wenn Sie als verheiratetes Paar monatlich ein höheres Nettogehalt anstreben, ist dies hier möglich. Eine Steuerklasse frei wählen ist jedoch ansonsten nicht möglich. Wer beispielsweise ledig, geschieden oder getrennt lebend ist, wird in Steuerklasse 1 einsortiert.

Wie sieht das mit der Steuerklasse nach der Heirat aus? Verheiratete Paare und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften können sich zwischen den Steuerklassenkombinationen 4/4, 3/5 und 4/4 mit Faktor entscheiden. Im Rahmen des Ehegattensplittings hat der besser verdienende Partner die Möglichkeit, Steuerklasse 3 zu wählen. Diese wird besonders gering besteuert und kann sich in bestimmten Konstellationen für den gut verdienenden Ehepartner anbieten, um dessen Steuerlast zu senken und sein Netto zu erhöhen. Der Partner mit dem geringeren Einkommen wählt in diesem Fall die Steuerklasse 5.

Steuerklassen im Überblick

LohnsteuerklasseFamilienstand
Steuerklasse 1ledig, verwitwet, getrennt/geschieden
Steuerklasse 2alleinerziehend, getrennt lebend (mit Alleinerziehendenentlastungsbetrag)
Steuerklasse 3Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (höheres Einkommen), Elterngeldbezieher
Kombination mit Steuerklasse 5
Steuerklasse 4Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (beide Einkommen gleich hoch)
Steuerklasse 5Verheiratete bzw. gleichgeschlechtliche Ehe (geringeres Einkommen),
Kombination mit Steuerklasse 3
Steuerklasse 6Zweit- und Nebenjob (nicht zu verwechseln mit Minijob)

Auch Steuerfreibeträge sind potenzielle Werkzeuge, wenn Sie die Steuerlast minimieren und das Nettoentgelt erhöhen wollen. Wer täglich lange Fahrtwege zur Arbeit hat, muss nicht bis zum Lohnsteuerjahresausgleich im Folgejahr warten, um eine Steuerrückzahlung zu erhalten. Vielmehr kann im laufenden Jahr mehr Netto vom Brutto eingereicht werden, indem ein entsprechender Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen wird.

Brutto Netto Sonderfälle

Jeder Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn über einer bestimmten Grenze liegt, muss Einkommensteuer zahlen. Bei Ledigen ist das in diesem Jahr beispielsweise 8.820 Euro, im Jahr 2018 wird diese Grenze bei 9.000 Euro liegen. Sollte also der Bruttolohn darüber liegen, wird eine Einkommensteuer fällig. Je nach Steuerklasse oder Sonderfall muss aber manchmal weniger Lohnsteuer gezahlt werden. Dann bleibt letztendlich mehr Netto vom Brutto übrig. Für jede Ermäßigung gibt es natürlich einen Grund. Hier einige Beispiele für eine andere Brutto Netto Berechnung, die manchmal einen Steuervorteil mit sich bringt.

Wenn Sie alleinerziehend sind, können Sie einen Alleinerziehendenentlastungsbetrag beantragen. Dieser Steuervorteil liegt in diesem Jahr 2017 bei 1.908. Sie sparen also knapp 2.000 Euro Lohnsteuer im Jahr, wenn Sie alleinerziehend sind. Dazu müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Es muss ein minderjähriges Kind unter 18 Jahren im Haushalt leben, das Anspruch auf Kindergeld hat. Die Steuerklasse 2 muss für Sie vorher schon eingetragen sein.

Beamte haben einen Sonderstatus und sind von vielen Sozialabgaben befreit. Das stellt sicher, dass Sie weniger Gefahr laufen mit Korruption in Verbindung gebracht zu werden. Beamte müssen lediglich Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen. Bei Beamten wird keine Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Rentenversicherung abgezogen. Die Pension, die Beamte im Ruhestand erhalten, wird vom Staat wie eine Rente ausbezahlt. Damit bleibt bei Beamten wesentlich mehr Netto vom Brutto übrig.

Wenn Sie Ihr Nettogehalt als Selbständiger ausrechnen wollen, werden Sie auf einige Schwierigkeiten stoßen: Wie wirkt sich die Selbständigkeit auf eine Brutto Netto Berechnung aus? Als Selbständiger bekommen Sie ein Honorar oder werdend über eine Rechnung für Ihre Dienstleistung bezahlt. Mit diesen Zahlungen müssen Sie es schaffen, Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und gleichzeitig noch soziale Absicherung zu erlangen. Deswegen müssen Sie als Selbständiger in die private Krankenversicherung einsteigen und auch noch darauf achten, dass Sie im alter mit einer Rente und eventuell in der Pflege abgesichert sind. Wenn Sie die Kosten auf Ihre minimalen Lebenshaltungskosten aufschlagen, haben Sie Ihr Bruttogehalt. Lebenskosten + Versicherungen + Steuern = das Bruttogehalt, das monatlich zur Verfügung stehen sollte. Netto bliebe dann das Geld zum Leben minus der Abgaben, die sonst der Arbeitgeber zahlt, übrig.

Wer in Deutschland eine Rente erhält (bei Beamten ist das mit der Pension abweichend geregelt), muss auf die Bruttorente Abgaben einberechnen. Die Nettorente ist die Bruttorente minus Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Lohnsteuer muss nicht mehr gezahlt werden, da kein Bezug von Lohn oder Gehalt mehr besteht. Außerdem muss natürlich keine Arbeitslosenversicherung mehr gezahlt werden, da ein Rentner sich nicht mehr in einem Beschäftigungsverhältnis befindet. Versteuert wird eine Rente nur dann, wenn sie über einer bestimmten Höhe liegt.

Für jeden Sonderfall lässt sich mit den richtigen Eingaben schnell der Nettolohn berechnen.

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Beispiele: Brutto Netto berechnen

Wenn Sie Ihr Nettogehalt berechnen wollen, nutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner Service. Wenn Sie nach einer Berechnung für eine bestimmte Lebenssituation suchen, haben wir für Sie ein paar Beispiele zusammengetragen. Auch wenn sich das Einkommen demnächst ändern sollte, sind diese Beispiel sinnvoll.

Als Single können Sie schnell und einfach berechnen, wie viel Netto nach allen Abzügen noch übrig bleibt. Ledig werden Sie in Steuerklasse 1\ eingeordnet. Damit liegt die Lohnsteuer bei 136,91 Euro, als Soli werden jeden Monat 7,53 Euro einbehalten.

Weitere Abzüge beim Bruttogehalt:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung.

Ihre Partnerin wird schwanger und das Einkommen verringert sich dadurch erheblich. Der Unterschied zwischen den beiden Bruttogehältern ist so groß, dass ein Wechsel in Steuerklasse 3 bzw. Steuerklasse 5 vorgenommen wird.

Der Partner mit dem höheren Zeitanspruch beim Elterngeld (Einkommen von 1.750 Euro) wechselt von Steuerklasse 4 in die Klasse 3. Die einbehaltene Lohnsteuer reduziert sich auf 0 – das Nettoeinkommen steigt deutlich. Der monatliche Steuervorteil muss nicht erst über einen Lohnsteuerjahresausgleich eingefordert werden. Durch den Steuerklassenwechsel ist das Brutto Netto Verhältnis für beide Ehepartner deutlich vorteilhafter.

Wenn Sie noch einen zweiten oder sogar dritten Job steuerpflichtig anmelden – sofern es sich um eine nicht selbstständige Beschäftigung handelt – werden Sie in Steuerklasse 6 eingeordnet. Hier sind die Abzüge durch die fehlenden Freibeträge sehr hoch.

Durch den Brutto Netto Rechner lässt sich der Abzug berechnen. Bei 550 Euro Bruttolohn entfallen allein 49,91 Euro auf die Lohnsteuer.

Top 8 Tipps für mehr Netto vom Brutto

Wie Sie monatlich oder nach einem Lohnsteuerjahresausgleich mehr Netto vom Brutto erzielen können, erfahren Sie jetzt:

  • Alleinerziehendenentlastungsbetrag: Wenn Sie alleinerziehend sind, ein minderjähriges Kind versorgen müssen und niemand als Erziehungsberechtigter im Haushalt in Frage kommt, können Sie einen Alleinerziehendenentlastungsbetrag beim Finanzamt beantragen. Durch diese steuerliche Entlastung steht Ihnen 1.908 Euro mehr durch weniger Lohnsteuerzahlungen zu.
  • Lohnsteuerjahresausgleich: Wenn Sie viele zusätzliche Kosten innerhalb eines Versicherungsjahres haben (Werbungskosten, Sonderausgaben, ausßergewöhnliche Belastungen), können Sie diese bei einem Lohnsteuerjahresausgleich durch Belege nachweisen und bekommen die Kosten verrechnet mit der gezahlten Einkommensteuer zurück erstattet. Zu den Werbungskosten gehören beispielsweise Fahrtkosten, Kosten für ein Arbeitszimmer und alles, was die Sicherung der Einnahmen betrifft. Zu Sonderausgaben gehört beispielsweise die private Altersvorsorge oder eine Betriebsunfähigkeitsversicherung, die bestimmte Obergrenzen nicht überschreiten. Zu außergewöhnlichen Belastungen gehören Scheidungskosten und unter Umständen Unterhaltszahlungen an Kinder.
  • Steuerklasse wechseln: Wenn Ehepartner sich für die Zusammenveranlagung entscheiden, kann ein Wechsel des Einen in Steuerklasse 3 (bei besserem Gehalt) und des Anderen in Steuerklasse 5 (bei weniger Gehalt) bezahlt machen. Allerdings kann die Steuerklasse nur einmal im Jahr gewechselt werden. Wenn man also unsicher ist, ob die Gehaltsbedingungen gleich bleiben, sollte man gut überlegen, ob es sinnvoll ist die Steuerklasse zu wechseln. Bei einem Wechsel in Steuerklasse 3 und 4 der beiden Ehepartner (die ansonsten beide in Steuerklasse 4 eingeordnet sind) ist ein monatlicher Steuervorteil drin, bei dem letztendlich mehr Netto vom Brutto übrig bleibt. Dieser Steuervorteil muss dann nicht gesondert beim Lohnsteuerjahresausgleich eingeholt werden.
  • Geldwerter Vorteil: Auf ein höheres Gehalts müssen wegen der höheren Gesamtsumme vergleichsweise mehr Steuern gezahlt werden. Wer also über eine Gehaltsverhandlung mit Gehaltserhöhung nachdenkt, sollte überlegen, ob ein Geldwerter Vorteil nicht sinnvoller wäre. Dabei muss natürlich der Arbeitgeber zustimmen, denn der Arbeitgeber kann für den Arbeitnehmer bestimmte Kosten übernehmen, die dann in Summe einen finanziellen Vorteil bringen. Zu den beliebtesten geldwerten Vorteilen gehören Firmenwagen, Diensthandys und Tankgutscheine. Bis zu einem bestimmten Betrag bleiben diese Geldwerten Vorteile steuerfrei.
  • Wechsel der Krankenkasse: Wer die Krankenkasse wechselt, zahlt eventuell weniger Zusatzbeiträge für die monatliche gesetzliche Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenversicherung ist gegenüber der privaten Krankenversicherung natürlich günstiger, jedoch lohnt sich ein Vergleich verschiedener Leistungen der Krankenkasse. Sie können prüfen, ob es bei einer anderen Krankenkasse Prämien für bestimmte Gesundheitsprogramme gezahlt werden, von denen Sie in Summe beim Nettogehalt profitieren.
  • Fahrtkostenpauschale: Sind Sie mit dem Auto zur Arbeit unterwegs? Dann ist es möglich, Fahrtkosten über einen Lohnsteuerjahresausgleich erstatten zu lassen. Die Fahrtkostenpauschale beträgt 30 Cent pro Kilometer. Darin sind die Kosten für Benzin / Diesel sowie die Abnutzung des Fahrzeugs enthalten. Ein Beispiel: Sie fahren täglich mit dem Auto 25 km zur Arbeit. Egal, ob Sie mit dem Auto oder mit der Bahn oder mit einem Bus unterwegs sind, erstattet der Staat nach Abrechnung 25 km pro Arbeitstag. Auch wenn Sie diese 25 km natürlich wieder zurück fahren müssen. Bei 25 km Arbeitsweg werden als 25 km * 0,30 Euro = 7,50 Euro erstattet. Wenn Sie 5 Tage die Woche unterwegs sind, macht das bereits 37,50 Euro pro Woche.
  • Werbungskosten: Arbeiten Sie von zuhause und ist ein Arbeitszimmer vorhanden, das nicht auch privat genutzt wird? Dann zählt dieses Arbeitszimmer zu den Werbungskosten und kann steuerlich abgesetzt werden. Bei einer Steuererklärung können die Kosten für ein Arbeitszimmer angegeben werden - mit der Lohnsteuer werden diese Kosten verrechnet und zurück erstattet. Auch wenn Sie sich bei verschiedenen Arbeitgebern beworben haben: Kosten für die Bewerbung wie Papiermaterialien und auch die Fahrtkosten werden erstattet. Apropos Fahrtkosten: Natürlich gehören auch Fahrtkosten zur Arbeit, die das Finanzamt mit 30 Cent pro Kilometer erstattet. Allerdings nur für eine Strecke des Arbeitswegs. Fahren Sie also 20 km hin und nochmal 20 km zurück, werden lediglich 20 km * 30 Cent = 6 Euro erstattet.
  • Kirchensteuer: Wer sich nicht kirchlich trauen lassen möcht, oder wer auf die Taufe seiner Kinder verzichtet, kann die Kirchensteuer sparen. Dazu muss man aus der Kirche austreten, die monatlichen Steuern müssen dann nicht mehr bezahlt werden. Bei der Einkommensteuer können Kirchensteuern auch abgesetzt werden, das ist dann nicht mehr gesondert möglich. Durch Spenden können diese zusätzlichen Einsparungen aber wieder eingeholt werden. Die Kirchensteuer beträgt 8 - 9 %.

Das Nettogehalt mit allen einberechneten Abzügen und Abgaben lässt sich mit dem Online Brutto Netto Rechner schnell feststellen.

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Was Sie als Arbeitnehmer wissen sollten

Wenn es um die Gehaltsberechnung geht, ist ein Gehaltsrechner zum schnellen Ausrechnen eines Nettogehalts hilfreich. Auf einen Blick lässt sich ein relativ hohes Bruttogehalt um Abzüge und Abgaben bereinigen und als Nettolohn darstellen. Worauf müssen Sie besonders achten?

  • Bruttolohn jährlich ohne Abzüge: Wenn Sie mit Ihrem neuen Arbeitgeber ein Bruttogehalt aushandeln, rechnen Sie sich den Nettolohn monatlich aus. Mit einem Brutto-Netto-Rechner werden alle Abzüge deutlich. Besonders nach einer Ausbildung beim Start ins richtige Berufsleben mit einem Vollzeitgehalt ist diese Berechnung nützlich. Vom Bruttogehalt müssen einige Posten abgezogen werden, um bei dem reinen Nettolohn anzukommen, von dem Sie als Arbeitnehmer dann noch die Lebenshaltungskosten abziehen müssen. Diese Abzüge für Miete, Lebensmittel etc. sind nur mit der Nettolohnsumme sinnvoll.
  • Solidargemeinschaft: Dadurch, dass das Sozialsystem in Deutschland beispielsweise eine gesetzliche Krankenversicherung vorsieht, werden relativ zum Einkommen Sozialabgaben wie ein Krankenversicherungsbeitrag, Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung sowie Pflegeversicherung fällig. Die Krankenversicherung stellt sicher, dass auch hohe Arztkosten von der Krankenkasse übernommen werden. Die Rentenversicherung dient der Absicherung der Lebenshaltungskosten im Alter und die Pflegeversicherung ist für die Versorgung im Krankheitsfall und bei Gebrechlichkeit im Alter gedacht. Diese Versicherungen sind vom Staat so eingerichtet, dass man auch bei geringerem Einkommen nicht auf Pflege, Versorgung durch Ärzte oder auf eine Rente verzichten muss.
  • Vermögenswirksame Leistungen: In bestimmten Arbeits- und Tarifverträgen zahlt der Arbeitgeber bis zu 40 Euro im Monat für die sogenannten vermögenswirksamen Leistungen. Diese Zahlungen beziehen sich auf ein zusätzliches Sparen durch den Arbeitnehmer. Wenn der Arbeitnehmer in einer bestimmten Einkommensgrenze liegt, gibt es vom Staat eine zusätzliche Arbeitnehmersparzulage. Mit diesem zusätzlichen Geld können langfristige Kosten wie ein Bausparvertrag oder eine Baufinanzierung mit abbezahlt werden.
  • Lohnsteuerhilfeverein: Wenn Ihnen das eigene Aufsetzen einer Steuererklärung zu umständlich ist, können Sie auch die Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen. Der Lohnsteuerhilfeverein kalkuliert alle Einnahmen und Ausgaben für laufende und zurückliegende Jahre und findet schnell heraus, ob sich eine Steuererklärung für Sie lohnt - sollten Sie nicht sowieso verpflichtet sein, eine Steuererklärung abzugeben. Für den Lohnsteuerhilfeverein müssen dann alle erforderlichen Belege abgegeben werden.
  • Gehalt berechnen: Der Gehaltsrechner ist ein hilfreiches Instrument für die erste Einschätzung bei Gehaltsverhandlungen. Sie wollen beispielsweise mit dem Sparen für eine Immobilie anfangen? Dann müssen Sie einen entsprechenden Betrag brutto ausrechnen, damit Sie diesen Betrag bei der nächsten Gehaltsverhandlung einfordern können. Nur mit dem richtigen Überblick über das Brutto-Netto-Verhältnis lässt sich eine realistische Forderung an den Arbeitgeber stellen.

Brutto Netto Glossar

Die wichtigsten Begriffe bei der Brutto Netto Gehaltsberechnung kurz und übersichtlich erklärt:

BegriffErklärung
AbzügeVom Bruttogehalt werden verschiedene Abzüge fällig: Einkommensteuer, Sozialabgaben und Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer
AlleinerziehendenentlastungsbetragUm Alleinerziehende steuerlich zu entlasten, gibt es einen zusätzlichen Freibetrag, wenn man ein minderjähriges Kind erzieht und nicht mit einer anderen erziehungsberechtigten Person in einem Haushalt lebt. Alleinerziehende müssen in Steuerklasse 2 sein und diesen Steuervorteil gesondert beim Finanzamt beantragen. Ein monatliches Plus beim Nettogehalt entlastet eine alleinerziehende Person erheblich.
ArbeitslosenversicherungDie Arbeitslosenversicherung wird vom Bruttogehalt abgezogen und trägt dazu bei, dass bei Arbeitslosigkeit Arbeitslosengeld gezahlt werden kann. Die Höhe der AV liegt bei 3% vom Bruttogehalt. Arbeitslosenversicherung wird nicht mehr von der Rente abgezogen.
AzubiAuch als Azubi müssen Sozialabgaben und Steuern gezahlt werden. Als Auszubildender richtet sich die Höhe der Abzüge vom Bruttogehalt wie bei normalen Angestellten auch nach der Steuerklasse.
Brutto / Bruttogehalt / BruttolohnBrutto kommt aus dem Italienischen und hatte die Bedeutung "roh". Das "rohe" Gehalt ist das Gehalt ohne Abzüge von Steuern und Sozialabgaben. Bruttogehalt wird vom Arbeitgeber bei Gehaltsverhandlungen angegeben, aber nicht ausbezahlt. Auf der Lohnabrechnung ist die Summe des Bruttogehalts angegeben. Wichtig ist aber der Nettolohn, der jeden Monat auf dem Konto landet. Mit der Summe Nettolohn kann der Arbeitnehmer monatliche Ausgaben berechnen.
GehaltsrechnerDer Gehaltsrechner gibt darüber Auskunft, wie viel Geld Sie im Monat zur Verfügung haben für Ihre wiederkehrenden Ausgaben wie Miete, Versicherungen, Lebensmittel etc. Nutzen Sie den Gehaltsrechner, um für alle Kosten ein entsprechendes Gehalt aushandeln zu können.
KinderfreibetragBei dem Kinderfreibetrag handelt es sich um einen monatlichen Brutto Netto Steuervorteil, den Eltern als Lohnsteuerermäßigung geltend machen können. Der Kinderfreibetrag muss gesondert beantragt werden und kann nicht mit Kindergeld zusammen bezogen werden. Er liegt bei Steuerklasse 1-4 zurzeit bei 7.356 Euro. Kinderfreibetrag
KirchensteuerWer kirchlich heiratet oder Mitglied einer Kirche ist, muss Kirchensteuer zahlen. Treten Sie aus der Kirche aus, können Sie die Kirchensteuer zahlen. Wenn Sie kirchensteuerpflichtig sind, wird diese Steuer direkt vom Brutto abgezogen und beträgt je nach Bundesland zwischen 8-9%.
KrankenversicherungDer Abzug des Krankenversicherungsbeitrags vom Bruttolohn beträgt 14,6%. Im Krankheitsfall kann der Arbeitnehmer sich krankmelden, zum Arzt gehen und die Rechnung wird von der Krankenkasse übernommen. Weitere 14,6% übernimmt der Arbeitgeber noch beim Beitrag zur Krankenversicherung.
LohnabrechnungAuf der Lohnabrechnung ist genau zu sehen, welche Abzüge beim Bruttolohn monatlich vorliegen. Die Lohnabrechnung gibt darüber hinaus auch Auskunft, ob ein Kinderfreibetrag mit einberechnet wird.
LohnsteuerDie Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, die direkt vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgetreten wird. Lohnsteuer sind Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit. Die Lohnsteuer wird je nach Steuerklasse berechnet, deshalb ist die Höhe der Lohnsteuer auch sehr unterschiedlich.
Lohnsteuerjahresausgleich / SteuererklärungDurch die verschiedenen Freibeträge und zusätzliche Regelungen wie die Aufwendung von Werbungskosten, die abgesetzt werden können, kann der Arbeitnehmer in einem Versicherungsjahr zu viel Einkommensteuer zahlen. Bei einem Lohnsteuerjahresausgleich (oder Steuererklärung) werden alle Einnahmen und Ausgaben miteinander verglichen und verrechnet, so dass eine eventuelle Rückzahlung durch das Finanzamt erreicht werden kann.
Netto / Nettogehalt / NettolohnDas Nettogehalt lässt sich schnell mit einem Brutto Netto Rechner ausrechnen. Vom Bruttogehalt werden Sozialabgaben und Steuern abgezogen und der Nettolohn wird vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer ausbezahlt. Mit dem Nettolohn kann der Arbeitnehmer seine alltäglichen Ausgaben berechnen.
PflegeversicherungWer durch Krankheit oder Gebrechlichkeit in einem Pflegeheim untergebracht werden muss, kann auf die Unterstützung vom Staat hoffen. Die Pflegeversicherung sorgt dafür, dass nicht alle Kosten privat aufgebracht werden müssen. Daher werden vom Bruttolohn 2,55% Pflegeversicherung abgezogen.
SolidaritätszuschlagAls Steuer für den Wiederaufbau der neuen Bundesländer gedacht, ist der Solidaritätszuschlag inzwischen stark umstritten. Trotzdem fließt er als Abzug vom Bruttogehalt mit ihn die allgemeinen Abgaben. Derzeit beträgt die Höhe des sogenannten Soli 5,5%, die direkt vom Brutto abgezogen werden.
Steuerklasse / LohnsteuerklasseÜber die Steuerklasse entscheidet maßgeblich der Familienstand. Je nach Lohnsteuerklasse wird die Lohnsteuer berechnet. Ein Steuerklassenwechsel ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
SteuerklassenrechnerDie richtige Steuerklasse wird meist automatisch vom Finanzamt bei Änderung des Familienstands oder bei Änderung von Jobsituationen für den steuerpflichtigen Arbeitnehmer ausgewählt. Mit dem Steuerklassenrechner lässt sich schnell berechnen, in welche Steuerklasse man unter welchen Umständen eingeordnet wird.

Brutto Netto Rechner: Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Berechnung des Bruttonetto-Gehalts finden Sie hier:

Wenn Sie Teilzeit arbeiten, verringert sich durch die geringere Wochenarbeitszeit das Bruttogehalt entsprechend. Wenn Sie in Teilzeit beschäftigt sind, können Sie den Bruttonetto-Rechner genauso wie bei einer Vollzeitstelle verwenden. Geben Sie in die Eingabefelder für das Bruttogehalt Ihren Bruttolohn bei einer Teilzeitstelle ein und Sie erhalten - je nach Steuerklasse - genau berechnet Ihren Nettolohn.

Wenn Sie Ihr Bruttogehalt kennen, können Sie Ihn auf Grundlage Ihrer Wochen- und Monatsarbeitszeit leicht berechnen. Dazu geben Sie Ihr Monatsgehalt in einen Rechner ein und teilen diese Summe durch die Stundenanzahl. Variiert Ihre Stundenanzahl und schwankt Ihr Monatsgehalt, nehmen Sie den Mittelwert aus beispielsweise drei Monaten und berechnen darüber Ihren Stundenlohn. Bruttogehalt geteilt durch Stundenanzahl = Stundenlohn in brutto.

Als Arbeitgeber können Sie bei der Berechnung vom Arbeitgeberanteil wie folgt vorgehen: Sie nehmen als Basis den an den Arbeitnehmer zu zahlenden Bruttolohn. In dieser Summe steckt der Lohn plus Sozialabgaben und Steuern, die der Arbeitnehmer abzugeben hat. Auf diese Summe müssen noch die Hälfte Abgaben gerechnet werden, die Sie als Arbeitgeber beisteuern. Das sind 9,35% Rentenversicherung, 7,3% Krankenversicherung, 1,5% Arbeitslosenversicherung, 1,275% Pflegeversicherung und 1,6% Gesetzliche Unfallversicherung = 21,025% zusätzliche Kosten für den Arbeitgeberanteil am Bruttolohn.

  • Zahlen Sie als Arbeitgeber ein Bruttogehalt von 2.500 Euro, müssen Sie mit gut 20% zusätzlichen Kosten für den Arbeitgeberanteil rechnen. Bei 2.500 Euro sind das 525 Euro.

Der Gehaltsrechner gibt bei Gehaltsverhandlungen Aufschluss darüber, wie viel Geld monatlich von den Bruttoeinkünften tatsächlich überwiesen wird. Auf diese Weise können verschiedene Angebote einfach miteinander verglichen werden. Außerdem lässt sich schnell online das Nettogehalt berechnen, wenn man mal die Lohnabrechnung nicht direkt zur Hand hat.

Ändert sich die Lebenssituation, da man beispielsweise heiratet oder ein Kind erwartet, bietet das Werkzeug zudem die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Steuerklassen zu kalkulieren. So lässt sich herausfinden, welche Steuerklasse unter den neuen Umständen am profitabelsten ist.

Einige Posten sind von Land zu Land unterschiedlich, was eine genaue Angabe des Bundeslands nötig macht. Sachsen verlangt beispielsweise einen höheren Arbeitnehmeranteil für die Pflegeversicherung.

Die Kirchensteuer unterscheidet sich in Bayern und Baden-Württemberg mit acht Prozent von den sonstigen Bundesländern (neun Prozent). Die Renten- und Arbeitslosenversicherung ist in den fünf jüngeren Bundesländern sowie Ost-Berlin anders als im Westen geregelt.

Der Brutto Netto Rechner muss das Alter abfragen, um zu überprüfen, ob einige Spezialregelungen in Frage kommen. Gehaltsbezieher ab 64 Jahren bekommen beispielsweise einen zusätzlichen Altersentlastungsbeitrag.

Zudem müssen kinderlose Personen, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, einen Zuschlag zur Pflegeversicherung in Höhe von 0,25 Prozent zusätzlich alleine bezahlen.

Der Gehaltsrechner dient erst einmal dazu, zu überprüfen, wie viel Nettolohn einem zusteht. Der Lohnrechner ermöglicht es allerdings auch, zu sparen. So kann er auf einige überflüssige Abgaben aufmerksam machen.

  • Viele Personen, die keine überzeugten Kirchgänger sind, aber bislang die Abgabe zahlen, entscheiden sich vielleicht für einen Austritt, wenn sie sehen, wie viel Kirchensteuer sie wirklich zahlen.

Sparen können insbesondere auch Paare. Sie haben die Chancen, den Gehaltsrechner dazu zu verwenden, um verschiedene Steuerklassen zu simulieren. Gerade Ehegatten, die gemeinsam in der Lohnsteuerklasse 4 sind, aber stark ungleich verdienen, sind überrascht, wie viel mehr auf dem Konto bleibt, wenn sie in die Klassen 3 sowie 5 wechseln.
Dieses Prinzip funktioniert natürlich ebenso in die Gegenrichtung. Paare, die sich in den Klassen 3 und 5 befinden, sollten den Brutto Netto Rechner regelmäßig dazu verwenden, um zu überprüfen, ob ihre Wahl noch optimal ist.

Der Gehaltsrechner kann auch all den Personen helfen, die mit dem Gedanken spielen, einen zweiten Job anzunehmen. Dieser wird nach der Steuerklasse 6 veranlagt, in der es keinerlei Abzugsmöglichkeiten gibt. Oft sind zweite Tätigkeiten allerdings schlecht bezahlt.
Der Lohnrechner zeigt, wie viel Geld von den Einkünften tatsächlich übrig bleibt und offenbart so, ob es sich finanziell rentiert, die zusätzliche Beschäftigung aufzunehmen.

Der Brutto Netto Rechner gilt auch für Azubis, wenn diese ausreichend verdienen, um Lohnsteuer und Sozialabgaben zahlen zu müssen. Ist dies der Fall, können sie den Gehaltsrechner wie alle anderen Personen auch verwenden. Unterliegt ein Azubi hingegen nicht diesen Zahlungsverpflichtungen, so ist die Verwendung des Rechners für ihn überflüssig.

Azubis, die den Brutto Netto Rechner verwenden, sollten daran denken, dass sie sehr hohe Werbungskosten haben. Jeder Cent, der für die Ausbildung ausgegeben wird, darf entsprechend abgesetzt werden.

Der Gehaltsrechner gibt keinen Aufschluss darüber, wie viel Lohnsteuer der Auszubildende am Ende des Jahres zurückerhält. Der Brutto Netto Rechner gibt zunächst Auskunft über die monatlichen Ausgaben. Doch der Azubi darf sich zum Jahresende in aller Regel auf eine dicke Rückzahlung freuen. Die Steuererklärung sollten Azubis aus diesem Grund unbedingt jährlich machen.

Mit Steuerfreibetrag ist nicht der Grundfreibetrag (8.820 Euro in 2017) gemeint, den jeder Arbeitnehmer zugestanden bekommt. Die entsprechende Information prüft der Brutto Netto Rechner über die Frage der Steuerklasse ab.

Es geht hier darum, ob man eventuell weitere Freibeträge bekommt wie beispielsweise den Kinderfreibetrag. Dieser ist auf dem Lohnsteuerauszug vermerkt.

Grundsätzlich gilt: Es sind hier alle Freibeträge summiert in dem Feld vom Brutto Netto Rechner einzugeben, die über den Grundfreibetrag hinaus gehen. Ein kinderloser Single kann das Feld beispielsweise freilassen.

Vom Bruttolohn bleibt netto eine Summe abzüglich der Steuern und Sozialabgaben übrig. Monatlich zum leben bleiben Bruttogehalt minus Lohnsteuer minus Sozialabgaben (Rentenversicherung + Krankenversicherung + Pflegeversicherung + Arbeitslosenversicherung + Soli und eventuell Kirchensteuer).

Um den genauen Nettolohn zu berechnen, müssen einige Angaben gemacht werden. Wenn man den Bruttolohn genau kennt, lässt sich das Netto Gehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner spielend leicht ausrechnen: Nach Eingabe des Bruttogehalts werden noch Fragen nach Alter, Bundesland (Wohnort), Kindern, Steuerklasse und bei einer detaillierten Berechnung zusätzlich noch weitere Fragen gestellt. Mit einem Klick wird das zu erwartende Nettogehalt angezeigt.

Wie viel Steuern ein Auszubildender zahlen muss, hängt von der Steuerklasse ab. Als Azubi kann man sich die Steuerklasse über das Steuerklassen-Empfehlungstool anzeigen lassen und dann mit dem Azubi-Gehalt die zu zahlenden Steuern und Abgaben ausrechnen lassen.

Es gibt in der Steuerklasse 1 einen Grundfreibetrag von 8.820 Euro im Jahr 2017. Außerdem gibt es noch den Arbeitnehmerpauschbetrag, der 1000 Euro beträgt. Zusätzlich einen Sozialausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 Euro.

Steuern absetzen heißt, dass beim Lohnsteuerjahresausgleich in einem Jahr aufgelaufene besondere Kosten und nicht beanspruchte Freibeträge oder Ermäßigungen vom Finanzamt zurückgezahlt werden. Dazu gehören beispielsweise Werbungskosten (Arbeitszimmer oder Fahrtweg), Sonderausgaben (Schulgeld für Kinder) oder außergewöhnliche Belastungen wie Kosten für eine Scheidung oder Unterhaltszahlungen in bestimmten Fällen. Wer einen Lohnsteuerjahresausgleich macht, kann so von über das Jahr gezahlter Lohnsteuer eventuell etwas zurückbekommen.

Der Arbeitgeber übernimmt zusätzlich zu den Abgaben des Arbeitnehmers Beiträge zu den Sozialabgaben. Er übernimmt die Hälfte des Rentenbeitrags und die Hälfte zur gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem leistet der Arbeitgeber einen Anteil zur Arbeitslosenversicherung in Höhe von 1,5 Prozent und einen Beitrag in Höhe von 1,275 Prozent zur Pflegeversicherung.

Pauschal lässt sich nicht sagen, wie viel Prozent weniger Geld man netto vom Brutto übrig hat. Rechnet man die Sozialabgaben zusammen, ergibt sich ein Wert von weit über 40%, der aber durch bestimmte Freibeträge und Entlastungen wieder verringert. Nur mit einem Brutto-Netto-Rechner kann man relativ genau berechnen, wie viel Nettogehalt nach Abzügen übrig bleibt.

Angerechnet wird alles über dem Freibetrag von 165 Euro. Wer also beispielsweise einen 400 Euro Minijob ausübt, dem werden von diesem Minijob die 165 Euro Freibetrag abgerechnet. 235 Euro werden also auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dies alles gilt nur unter der Voraussetzung, dass nicht mehr als 14 Stunden und 59 Minuten gearbeitet werden. Bei der Anrechnung geht es rein um den Nettolohn. Wer also Brutto verdient, muss zuerst die Sozialabgaben und Steuern mit einberechnen und kann dann vom Nettolohn die 165 Euro Freibetrag abrechnen. Der Rest des Nettolohns wird dann auf das Arbeitslosengeld I angerechnet bzw. vom ALG I abgezogen.

Wenn Sie monatlich plötzlich mit Mehrausgaben rechnen müssen, etwa weil Sie ein Auto angeschafft haben, sollten Sie bei einer Gehaltserhöhung darauf achten, dass die Erhöhung die Summe der Mehrkosten eventuell gleich mit abdeckt. Beachten Sie dabei aber, dass es bei einer Gehaltserhöhung um eine Erhöhung der Bruttobeträge geht. Wenn Sie also 200 Euro mehr vom Chef verlangen und diese auch bekommen, heißt das nicht, dass auch 200 Euro mehr auf dem Konto landen. Die 200 Euro Gehaltserhöhung werden auf den Bruttolohn gerechnet. Von dem Gesamtbruttolohn kann dann der neue Nettolohn errechnet werden.

Wenn Sie vorher Ihr Netto- und Bruttogehalt kennen, können Sie bei einem ähnlichen Fall (also bei einer ähnlichen Steuerklasse mit denselben Pauschbeträgen und Freibeträgen) ungefähr den Bruttolohn vom Nettolohn errechnen. Nehmen Sie dazu den Bruttolohn und teilen Sie ihn durch den Nettolohn. Mit diesem Faktor lässt sich dann bei einem anderen Nettolohn ungefähr das Bruttogehalt errechnen. Wenn Sie beispielsweise 2.500 Euro netto verdienen und in Steuerklasse 1 sind, erhalten Sie rund 1.670 Euro netto. Das ergibt einen Brutto-Netto-Faktor von ca 1,5. Ist jemand ebenfalls in Steuerklasse 1 und erhält einen Nettolohn von 2.000 Euro, wird diese Summe mal 1,5 gerechnet. Damit kann man das Bruttogehalt auf ungefähr 3.000 Euro schätzen.

Ein gutes Gehalt hängt davon ab, was mit diesem Gehalt bezahlt werden soll und muss. Wenn Sie ein Haus abbezahlen und eine Kreditkarte mit Ratenzahlungen haben und darüber hinaus noch einen Handyvertrag und eine Lebensversicherung etc. muss Ihr monatliches Gehalt die Kosten für die Miete, die Kosten für Lebensmittel und alle Kosten darüber hinaus abdecken. Sollten Sie dann noch für einen Urlaub im nächsten Jahr sparen, muss monatlich eine Summe X übrig bleiben, damit der Urlaub im nächsten Jahr bezahlt werden kann. Wenn Sie all diese Kosten aufgestellt haben, lässt sich mit einem Brutto-Netto-Rechner das zu erwartende Gehalt feststellen und mit den Kosten vergleichen. Deckt sich dieser Betrag, kann man davon sprechen, dass Ihr Gehalt die monatlichen Kosten in Ihrem Alltag abdeckt. Wenn Sie unter einem guten Gehalt verstehen, dass darüber hinaus noch eine Summe X übrig bleiben soll, müssen Sie bei Ihren Gehaltsverhandlungen allgemein mehr verlangen. Der Gehaltsrechner gibt einen schnellen Überblick über das zu erwartende Nettogehalt.

Die Steuerklasse lässt sich bequem mit dem Steuerklassen-Tool herausfinden. Die Einordnung in die richtige Steuerklasse richtet sich dabei nach Jobsituation und Familienstand. Steuerklasse 6 greift beispielsweise, wenn mehr als ein Job angenommen wird. In Steuerklasse 2 werden Alleinerziehende eingeordnet, die über diese Steuerklasse spezielle steuerliche Vorteile erlangen können.

Einzelnachweise


  1. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  4. Techniker Krankenkasse: Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil
  5. Katholisch.de: Wie hoch ist die Kirchensteuer?
  6. Gesetze im Internet: Einkommensteuergesetz (EStG) § 24a Altersentlastungsbetrag
  7. Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen: Umsatzsteuer: Eine kurze Einführung
  8. Gesetze im Internet: § 5 Versicherungspflicht
  9. Gesetze im Internet: § 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
  10. AOK, die Gesundheitskasse: Krankengeld für Arbeitnehmer
  11. Techniker Krankenkasse: Beiträge ab 1. Januar 2017