Bewirtungskosten absetzen

Man hört es immer wieder, wenn ein Geschäftsmann ein Essen im Restaurant bezahlt: 'Das setze ich von der Steuer ab'. Doch was so leicht gesagt ist, muss nicht unbedingt einfach sein, denn die Beamten des Finanzamts sehen bei solchen Belegen meist ganz genau hin.

Darum sollte man diverse Richtlinien und Regeln einhalten, wenn man möchte dass eine Rechnung in Bezug auf die Bewirtungskosten vom Finanzamt für die Steuererklärung auch anerkannt wird.

Nach dem Essen: Bewirtungskosten absetzen

Ein Selbstständiger kann ein Geschäftsessen von der Steuer absetzen, das hat den Hintergrund dass solch ein Essen meist zur Pflege von Geschäftsbeziehungen gilt. Demnach ist dies so etwas wie Werbung und die kann man auch absetzen.

Ein Geschäftsessen mit einem Partner im Restaurant ist jedoch nicht zu 100% absetzbar. Auch kann man nicht einfach in jedes beliebige Lokal gehen oder zu jeder Uhrzeit solch ein Essen veranschlagen. Denn das Finanzamt hat auch gewisse Auflagen und verweigert bei bestimmten Fällen auch die Anerkennung eines Belegs.

So klappt es mit dem Absetzen der Bewirtungskosten

In erster Linie sollte man als Geschäftsmann darauf achten, dass die Rechnung über die Bewirtungskosten des Geschäftsessens alles beinhaltet was das Finanzamt verlangt. Wenn bestimmte Angaben fehlen ist es sehr wahrscheinlich, dass das Finanzamt den entsprechenden Beleg nicht anerkennt.

Folgende Informationen sollten auf einer Rechnung zu finden sein:
  • Name und Anschrift des Lokals
  • Tag / Uhrzeit der Bewirtung
  • Auflistung aller in Anspruch genommenen Leistungen
  • Umsatzsteuer
  • Preis für Lieferung oder sonstiges
  • Steuernummer des Rechnungsausstellers
  • fortlaufende Rechnungsnummer

Stolperfallen beim Absetzen der Betriebskosten

Oftmals wird es problematisch, wenn das Finanzamt vermutet, dass es sich mehr um einen privaten als einen geschäftlichen Anlass gehandelt hat.

Denn theoretisch könnte ein Unternehmer auch einfach behaupten geschäftlich gegessen zu haben, obwohl das nicht stimmt.

Darum ist es nicht unüblich wenn das Finanzamt unter Umständen ablehnt bestimmt Bewirtungskosten abzusetzen.


Bei folgenden Fällen können 'Probleme' auftreten:
  • Geschäftsessen am Wochenende oder nach 20:00 Uhr
  • Essen in Lokalitäten wie Theatern oder Varietés
  • Essen mit immer wieder gleichen Personen, zu denen aber keine nachweislich geschäftliche Beziehung besteht

Zum Schluss sollte man auch noch bedenken, dass es lediglich möglich ist 70% von den anfallenden Bewirtungskosten abzusetzen. Die restlichen 30% können nicht steuerlich geltend gemacht werden.

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