In Deutschland ist man nicht automatisch zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
Anders verhält es sich bei Lohnersatzleistungen oder Einkommen ohne Lohnsteuerabzug. Eine Abgabepflicht gilt ebenfalls für Selbstständige, die mehr als den Grundfreibetrag verdienen. Genauso für Mehrfachbeschäftigungen, Steuerklassenkombi 3/5 o. nach Aufforderung vom Finanzamt.

Allerdings lohnt sich auch eine Steuererklärung für viele Bürger, die nicht dazu verpflichtet sind.

Wer muss die Einkommenssteuererklärung abgeben?

In Deutschland regelt das EStG (Einkommenssteuergesetz) nicht nur die eingangs genannten Fragen.

einkommensteuer-infografik

Nach § 1 EStG unterliegt jede natürliche Person mit:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland

einer unbeschränkten Steuerpflicht.

Eine Steuerpflicht darf an dieser Stelle nicht mit der Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung verwechselt werden.

Prinzipiell existieren im Steuerrecht zwei Situationen:

  • die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung
  • eine Antragsveranlagung.

Letztere ist die freiwillige Abgabe – dazu aber später mehr.

Per Gesetz sind zur Anfertigung/Abgabe unter anderem Personen verpflichtet, die Lohnersatzleistungen (wie Elterngeld) oder Einkommen ohne Lohnsteuerabzug beziehen. Ebenfalls verbindlich geregelt ist die Pflicht für Bürger mit Einkommen (über dem Grundfreibetrag) aus einer selbstständigen Tätigkeit.

Aber auch bei:

besteht eine Abgabepflicht.

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Die Abgabepflichten einer Steuererklärung in der Übersicht

Steuerpflicht besteht, wenn man
als natürliche Person einen Wohnsitz in Deutschland hat
Lohnersatzleistungen bezieht, z.B. Elterngeld
ein Einkommen ohne Lohnsteuerabzug erhält
mehrfach beschäftigt ist
die Steuerklassenkombination 3/5 hat
vom Finanzamt zur Steuererklärung aufgefordert wird

Wichtige Überlegungen zur Steuererklärung

Grundsätzlich ist im Steuerrecht mit dem Einbehalt der Lohnsteuer die Einkommensbesteuerung – in den meisten Fällen – für das Finanzamt erledigt.

Aber: Die Antragsveranlagung rechnet sich.  Gerade wenn man Kosten für:

zu stemmen hat, können diese die Steuerlast senken. Das Ergebnis sind dann – nach Bearbeitung der Steuererklärung - Rückzahlungen. Letztere können durchaus hohe drei- bis vierstellige Summen erreichen.

In welcher Höhe die einzelnen Beträge berücksichtigt werden, variiert stark. Bei der privaten Altersvorsorge gibt es beispielsweise Obergrenzen. Bei den Krankheitskosten gilt ein „Selbstbehalt“ – je nach Höhe des Einkommens und der Haushaltsgröße. An anderer Stelle können die Aufwendungen unbegrenzt eine Rolle spielen.

Was sollte man grundsätzlich für eine Steuererklärung bedenken?

In Deutschland muss nicht jeder Bürger automatisch eine Einkommenssteuererklärung abgeben. Dennoch kann sich die Antragsveranlagung auszahlen.

Innerhalb eines Kalenderjahres behält man die ansatzfähigen Aufwendungen am besten im Auge. Und kann so schnell einschätzen, mit welcher Erstattung der einbehaltenen Lohnsteuer zu rechnen ist.

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