Viele Studenten arbeiten neben dem Studium auf 450-Euro-Basis oder gar nicht und kommen deshalb mit einer Steuererklärung nicht in Berührung.

Dies liegt jedoch an mangelnder Aufklärung, denn auch für Studenten lohnt es sich durchaus, eine Steuererklärung abzugeben.

Studenten können bis zu 6000 Euro als Verluste absetzen.

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Warum sollten Studenten eine Steuererklärung einreichen?

Die Kosten für die Hochschulausbildung werden vom Gesetzgeber anerkannt. Allerdings sind hier zwei Szenarien zu unterscheiden: Zum einen die Studierenden, die ihr reguläres Erststudium absolvieren und zum anderen die Mitglieder einer Hochschule, auf die einer der folgenden Punkte zutrifft:

Im ersten Fall, also dem regulären Erststudium, dürfen die Studenten pro Jahr bis zu 6000 Euro als

geltend machen. Relevant wird dies aber nur, wenn sie mehr Geld als den Grundfreibetrag in Höhe von 9.168 Euro (2019) verdient haben. Ansonsten können die eigenen Aufwendungen für die universitäre Ausbildung nicht geltend gemacht werden.

Anders ist es, wenn einer der ansonsten genannten Punkte auf einen zutrifft: In diesem Fall können als entsprechenden Ausgaben als Werbungskosten abgesetzt werden - und zwar in unbegrenzter Höhe.

Dies sollte man auch unbedingt tun, denn die Steuervorteile, die sich dadurch ergeben, bleiben gespeichert.

Sie werden abgezogen, wenn man erstmals ein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet. Das Ganze wird als Form eines Verlustvortrags bezeichnet.

  • Mit dem Steuerfreibetragrechner kann schnell und einfach berechnet werden, wie viel vom Gehalt, unter Berücksichtigung des Studentenfreibetrags, versteuert werden muss. Einfach den Grundfreibetrag auswählen und jährliches Bruttoeinkommen eintippen.

Ausgaben für's Studium über die Steuererklärung absetzen

Diesbezüglich gibt es so gut wie keine Einschränkung. Absetzbar ist im Prinzip alles. Bedingung ist lediglich, dass eine klare Verwendung für die Hochschulausbildung erkennbar ist.

Zudem muss natürlich alles, was man in der Steuererklärung absetzen möchte, auch belegt werden. Hierfür kommen Quittungen, Rechnungen, Bons oder auch Preislisten infrage. Abgesetzt werden dürfen zum Beispiel:

  • Büromaterialien
  • Literatur
  • Nachhilfe
  • Kostenpflichtige Kurse
  • Ein Computer

Sollten Anschaffungen sowohl privat als auch beruflich genutzt werden, muss anteilig abgesetzt werden. Als Beispiel: Benötigt man den eigenen Rechner zu 50 Prozent für die Uni und zu 50 Prozent privat, so darf man nur die halben Anschaffungskosten absetzen.

Welche Kosten lassen sich bei einem studiumbedingten Umzug absetzen?

Sogar bei einem Umzug können verschiedene Sonderkosten in der Steuer abgesetzt werden. Beispielsweise kann eine Versorgungspauschale für Helfer von der Steuer abgesetzt werden.

Weiterhin können Möbel sowie Renovierungskosten, welche umzugsbedingt anfallen, in der Steuer angegeben werden. So kommen schnell mehrere Tausende Euro zusammen, welche im ersten Verdienstjahr, in dem Steuern gezahlt werden, zurückerstattet werden.

Einzelnachweise und Quellen


Gesetze im Internet: § 9 Werbungskosten (EStG)
Gesetze im Internet: § 10 Sonderkosten (EStG)

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