Ehepaar öffnet Brief

Die Finanzbehörden lassen sich mitunter sehr viel Zeit bei der Bearbeitung von steuerlichen Angelegenheiten.

Da kann der Steuerbürger meist nichts anderes machen als darauf warten.

Umgekehrt weis die Finanzverwaltung sehr wohl, wann ein Bürger dem Finanzamt etwas vorlegen oder zahlen muss. Macht dieser das zu spät, hagelt es Säumniszuschläge.

Wann wird der Säumniszuschlag fällig?

Wenn der Steuerbürger eine Verpflichtung hat, dem Finanzamt etwas vorzulegen und dies verspätet macht, kann das Finanzamt den Säumniszuschlag festlegen, muss aber nicht.

Es ist stets eine Ermessensentscheidung der Mitarbeiter des Finanzamtes, ob und in welcher Höhe ein Säumniszuschlag festgelegt wird.

Festlegung und Höhe des Säumniszuschlages

Die Festlegung eines Säumniszuschlages ist nur möglich, wenn der Bürger bis zu einer Frist eine Erklärung oder Ähnliches abgeben musste, beispielsweise eine Einkommensteuererklärung.

Es gibt die Verpflichtung zur Abgabe und die freiwillige Abgabe. Bei letzterer ist die Festsetzung eines Säumniszuschlages nicht möglich.

Beispielsweise Gewerbetreibende müssen ihre Einkommensteuererklärung immer bis zum 31.5. des Folgejahres beim Finanzamt abgeben.

Geht diese Einkommensteuererklärung erst beispielsweise im Dezember ein, ist das eine verspätete Abgabe, die geahndet werden kann.

Die Höhe des Säumniszuschlages kann der Mitarbeiter im Finanzamt selbst innerhalb bestimmter Grenzen festlegen. Er ist dabei jedoch an die sich fast jährlich ändernden Festlegungen des Bundesfinanzministeriums gebunden. Prinzipiell ist es immer ein Prozentsatz der Steuerschuld.

Der Sinn von Säumniszuschlägen

Überhaupt liegt der Sinn eines Säumniszuschlages nicht darin, dem Finanzamt die entgangenen Zinsen für die verspätete Abgabe zu ersetzten, sondern vielmehr im erzieherischen Effekt. Deshalb wird die Erhebung eines Säumniszuschlages meist angedroht, aber oft nicht vollzogen.

Wie man einen derartigen Zuschlag abwendet

Der Steuerbürger kann die Erhebung eines Säumniszuschlages oftmals dadurch abwenden, dass er sich rechtzeitig beim Finanzamt meldet und um Verschiebung der Abgabefrist der entsprechenden Erklärung bittet.

Dem wird meist entsprochen, weil das Finanzamt sich sicher sein kann, das der Steuerpflichtige seiner Verpflichtung nachkommt.


Wird ein Steuerberater beauftragt, werden die Fristen zur Abgabe von steuerlichen Erklärungen von vornherein verlängert, da das Finanzamt dann weiß, dass das klappen wird.

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