Grundsteuer Nebenkostenabrechnung

Wer Land mit einer Immobilie besitzt, wird hierfür vom Staat zur Kasse gebeten: Er muss die Grundsteuer bezahlen.

Interessanterweise erkennt der Gesetzgeber diese Abgabe im Betriebskostenkatalog (§ 2 BetrKV) sogar an erster Stelle als Nebenkosten an.

Es stellen sich zwei Fragen: Wann darf die Abgabe in der Nebenkostenabrechnung auftauchen? Und wem nutzt dieser Umstand? Wie äußert sich dieser Nutzen konkret?

Wann taucht die Grundsteuer in der Nebenkostenabrechnung auf?

Grundsätzlich werden solche Abrechnungen nur von den Personen erstellt, die ihr Grundeigentum nicht selbst nutzen, sondern vermieten.

Die Abgabe wird vom Gesetzgeber dabei explizit als umlagefähig charakterisiert. Dies bedeutet, sie darf an die Mieter weitergereicht werden.

Im besten Fall ist der Besitzer also nicht dazu gezwungen, die Abgabe aus der eigenen Tasche zu bezahlen.

Wer profitiert von der Grundsteuer in der Nebenkostenabrechnung?

Einzige Bedingung hierfür ist, dass in den Mietverträgen eine Klausel enthalten ist, welche die Umlage der Nebenkosten auf die Mieter vorsieht.

Diese befindet sich allerdings in jedem Standardmietvertrag.

Es gelten folgende Regeln:
Vermietete WohnflächeUmlagehöhe der Abgabe auf die Mieter
100 Prozent vermietetKomplette Abgabe darf umgelegt werden.
Vermieter wohnt in der ImmobilieVermieter muss anteilig nach der Wohnfläche die Grundsteuer selbst zahlen.
100 Prozent privat genutztKeine Umlage möglich.

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