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Weitere wichtige Rechner:


Durchschnittlich beträgt die Grundsteuer in Deutschland 15 Prozent vom Wert eines (bebauten oder unbebauten) Grundstücks. Konkret ist diese Angabe jedoch nur wenig hilfreich, gibt es doch mit dem Einheitswert sowie mit dem Hebesatz gleich zwei Variablen in der Berechnung der Abgabenlast. Helfen kann der Grundsteuer Rechner.

Welche Daten braucht man für den Grundsteuer Rechner?

Benötigt werden folgende Angaben:

  • Einheitswert der Immobilie bzw. des Grundstücks
  • Art der Immobilie - z.B. Einfamilienhaus
  • Gemeinde und Bundesland (da es in manchen Bundesländern Gemeinden gleichen Namens gibt)

 

Wie kann man den Einheitswert für die Grundsteuer ermitteln?

Als Privatperson ist dies durch das ausgesprochen komplizierte Feststellungsverfahren so gut wie unmöglich. Das zuständige Finanzamt erledigt diese Aufgabe zum Stichtag: In der Regel ist dies der 1. Januar des Folgejahres.

Maßgeblich sind dabei:

  • der Wert des Grundeigentums
  • die Art des Grundeigentums (z.B. in welcher Form bebaut und genutzt)
  • die Zurechnung des Grundeigentums

Konkret bedeutet dies, dass man beispielsweise erst 2020 die Grundsteuer für 2019 zahlt, da man erst dann den Einheitswert des Grundstücks erfährt.

Der Rechner arbeitet aus diesem Grund auch rückwärts in das vergangene Jahr - vergleichbar ist dies mit der Berechnung der Einkommensteuer.

Beeinflusst die Veränderung des Grundeigentums die Grundsteuer?

Grundsteuer Rechner

Häufig bleibt das Grundeigentum jedoch im Steuerjahr nicht konstant, sondern verändert sich: Dies kann die Substanz betreffen, weil beispielsweise eine Bebauung stattfindet.

Möglich ist auch, dass man zusätzliches Land kauft oder Parzellen veräußert. Das Finanzamt berechnet in diesen Fällen anteilig. Die Bestimmung des Einheitswerts wird zwar auf diese Weise noch komplizierter, aber man erhält eine solide Rechengrundlage.

Sind die Fälle sehr komplex, weil z.B. eine wirtschaftliche Einheit komplett neu entsteht, so kommt es zur sogenannten Nachfeststellung durch das Finanzamt. Wechselt hingegen lediglich der Eigentümer, ändert sich aber ansonsten nichts, so wird das Mittel der Fortschreibung angewandt.

Hierbei bleiben die Zahlen unverändert: Der erste Eigentümer zahlt die Abgabe anteilig für den Zeitraum des Jahres, in dem er das Grundstück besessen hat, der zweite (und dritte, vierte, etc.) bezahlt anteilig für die Zeitspanne, in der er Besitzer war.

  • Der Rechner kann diese Angaben nicht meistern, die Anteile lassen sich jedoch leicht selbst bestimmen.

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Grundsteuergesetz
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Grundsteuergesetz (GrStG)
    § 13 Steuermeßzahl und Steuermeßbetrag
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Bewertungsgesetz (BewG)
    § 19 Feststellung von Einheitswerten
  4. Bundeszentrale für politische Bildung: Einheitswert