Risikolebensversicherung

Eltern übernehmen Verantwortung – für sich und die Kinder. Leider wird hierbei oft nicht weit genug gedacht.

Was passiert, wenn ein schwerer Unfall oder eine Erkrankung ein Elternteil aus dem Leben reißt? Neben der Trauer tauchen existenzielle Sorgen auf. Wer tilgt den Kredit fürs Haus? Wo kommt das Geld für Lebensmittel her?

Eine Risikolebensversicherung gehört gerade für Familien in den Versicherungsordner. Wer braucht diese Policen noch?

Lebensversicherung: Wo macht der Schutz Sinn?

Der Tod eines geliebten Menschen löst Trauer aus. Sind die Hinterbliebenen vom Verstorbenen wirtschaftlich abhängig, kommen weitere Schwierigkeiten hinzu. Aus dieser Tatsache lassen sich Personenkreise ableiten, die in besonderer Weise von einer Risikolebensversicherung profitieren.

Dazu gehören unter anderem:

  • Familien (mit 1 oder mehreren Kindern)
  • Paare/Lebensgemeinschaften
  • Geschäftspartner.

Die letzten beiden Personengruppen sollten an den Abschluss von Risikolebensversicherungen dann denken, wenn hohe finanzielle Verpflichtungen gemeinsam zu tragen sind. Die Versicherung greift, wenn die versicherte Person innerhalb der Laufzeit verstirbt.

Die Leistungen der Risikolebensversicherung

Welche Leistung steckt in der Versicherung? Richtet man diese Frage an die Risikolebensversicherung, geht es in erster Linie um den finanziellen Schutz der Hinterbliebenen.

Seitens der Versicherer wird die vereinbarte Summe ausgezahlt, wenn der Versicherte verstirbt.

Bis auf wenige Ausnahmen ist es unerheblich, ob der Tod durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit eintritt.

Folgendes können Ausschlusskriterien sein :

  • die Selbsttötung in den ersten Versicherungsjahren
  • kriegerische Ereignisse
  • innere Unruhen
  • der Einsatz chemischer, biologischer und atomarer Waffen

Parallel zu dieser Kernleistung enthalten viele Verträge der Versicherung weitere Leistungsbausteine. Hierzu gehören:

  • die Nachversicherungsgarantie
  • eine vorgezogene Todesfallleistung
  • die Verlängerungsoption
  • ein Umtauschrecht in Kapitalversicherungen
  • eine Wechseloption in höherwertige Tarife.
  • Viele Zusatzbausteine machen die Versicherung nicht automatisch besser. Nur wenn die Basisleistung stimmt, kann sich eine Risikolebensversicherung im Ernstfall bewähren.

Risikolebensversicherung: Der optimale Versicherungsschutz

Mit einer Versicherung wie den Risikotarifen lässt sich für unterschiedliche Situationen vorsorgen.

Familien haben Interesse an einem großen finanziellen Polster.

Die Risikolebensversicherung sollte daher über die gesamte Laufzeit eine gleichbleibende Leistung bieten.

  • Einzelpolicen machen die Absicherung einer Familie unnötig teuer. Als Lösung bietet der Markt die Lebensversicherung auf verbundene Leben an. Dessen Vorteil ist ein Sicherheitsnetz für beide Elternteile, die Versicherungssumme fließt, sobald einer der Versicherten verstirbt.

Steht dagegen Sicherheit wegen hoher Zahlungsverpflichtungen im Mittelpunkt, wird zur Versicherung mit fallender Leistung gegriffen. Hier reduziert sich die Versicherungssumme über die Laufzeit. Diese Form der Risikolebensversicherung eignet sich beispielsweise für Paare mit Immobilienkredit.

Lebensversicherung – weitere Tipps

Die Aufgabe der Lebensversicherer ist in erster Linie der Hinterbliebenenschutz. Aber: Ein Vergleich lohnt trotzdem. Zusatzbausteine und Details in den Versicherungsbedingungen können sich durchaus unterscheiden. Beispielsweise hat:

  • das Alter
  • das Tabakrauchen
  • der Gesundheitszustand

Einfluss. Gleichzeitig können Details, wie der Zeitraum, in dem für Selbsttötung als Leistungsausschluss gilt, oder die Anspruchsvoraussetzungen für die vorgezogene Todesfallleistung eine Rolle spielen.

Beispiele für Einflussfaktoren auf den Versicherungsbeitrag:

PersonengruppeJahrgang 1978Jahrgang 1995
Raucher34,20 Euro je Monat6,90 Euro je Monat
Nichtraucher11,70 Euro je Monat3,40 Euro je Monat

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