Sozialversicherungsausweis

Der Sozialversicherungsausweis ist in Deutschland oft ein Stiefkind unter den Dokumenten.

Gerne verschwindet er ganz weit unten in den Schubladen und Ordnern, die sich im Dickicht der Unterlagen wohl genährt immer weiter vermehren.

Wofür er wichtig ist und weshalb man ihn unbedingt griffbereit halten sollte im Folgenden.

Der Sozialversicherungsausweis in seiner klassischen Form

Klassisch ist der Sozialversicherungsausweis optisch orange gemustert, was zur Einführung seinerzeit wohl der Fälschungssicherheit dieses offiziellen Dokuments Genüge tat. Darauf enthalten waren neben der einmaligen Sozialversicherungsnummer des Bürgers auch der Vorname, der Nachname und eventuelle Titel.

Außerdem bot er Platz für ein Lichtbild. Dieses war nötig, wenn man in einem Beruf arbeitete, für den Mitführungspflicht bestand. Diese Mitführungspflicht für eine eingeschränkte Anzahl an Berufen wurde jedoch bereits im Jahre 2009 aufgehoben.

Seither gilt nur noch die Pflicht, dem Arbeitgeber den Sozialversicherungsausweis auf Verlangen vorzulegen. In der Praxis reicht es allerdings in aller Regel, dem Arbeitgeber die Sozialversicherungsnummer mitzuteilen.

Der Sozialversicherungsausweis seit 2011

Im Jahre 2011 wurde der Sozialversicherungsausweis faktisch abgeschafft, da er in seiner vorliegenden Form spätestens seit der Abschaffung der Mitführungspflicht nicht mehr benötigt wurde.

Seine Stelle nimmt seither mit allen übrigen Funktionen, also auch zur Vorlage beim Arbeitgeber, ein einfaches Schreiben der deutschen Rentenversicherung ein, in welchem diese einem die Sozialversicherungsnummer mitteilt.

Die Mitteilung der Sozialversicherungsnummer

Die Sozialversicherung ist faktisch die Rentenversicherung mit allen Nebenfunktionen.

So wird von der Sozialversicherung auch die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt.

Außerdem  wird im Rahmen der Sozialversicherung auch das Krankengeld bei langen Erkrankungen, die den Einsatz der Krankenversicherung überschreiten, durch die deutsche Rentenversicherung ausbezahlt.

Diese ordnet jedem Arbeitnehmer bei der erstmaligen Aufnahme einer Beschäftigung diese einmalige Nummer zur Zuordnung in der Sozialversicherung zu und teilt diese in einem Schreiben mit.

Diese Nummer ist daher praktisch die Eintrittskarte ins System der deutschen Sozialversicherung und muss Arbeitgebern stets bekannt sein, um die Beitragszahlungen zu gewährleisten. Auch für Auszahlungen, etwa im Krankheitsfall, wird diese Nummer als Referenz angegeben.

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