Im Jahre 2012 wurde im Zuge des Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetzes die Altersgrenze für die Regelaltersrente erhöht. Dadurch wurde das Risiko größer, dass manche Arbeitnehmer benachteiligt werden. Daher führte der Gesetzgeber die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ein.

Sie ist vor allem für Versicherte von Bedeutung, die 1947 oder später geboren sind. Rechtsgrundlage hierfür bildet § 38 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI).

Wer erhält Altersrente für besonders langjährig Versicherte?

Es gibt vor allem zwei Voraussetzungen, unter denen ein Versicherter die Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen kann. Er muss folgende Bedingungen erfüllen:

  • der Versicherte hat das 65. Lebensjahr vollendet
  • der Versicherte eine Wartezeit von 45 Jahren nachweisen

Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, hat der Versicherte einen gesetzlichen Anspruch auf den Erhalt der Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Seit 2014 besteht die Möglichkeit, die Altersgrenze für die Beanspruchung dieser Rentenform für bestimmte Geburtenjahrgänge herabzusetzen.

Sonderregeln zur Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Die Sonderregelungen zu dieser Rentenart aus dem Jahre 2014 sehen vor, dass die Jahrgänge 1952 bis 1957 mit 63 Jahren diese Altersrente beanspruchen dürfen. Die Jahrgänge 1958 bis 1963 haben ab dem 64. Lebensjahr einen Anspruch auf diese Rente. Allerdings müssen fortlaufend jeweils 2 Monate mehr hinzugerechnet werden.

Demnach dürfen 1954 geborene Versicherte mit 63 Jahren und 4 Monaten die Altersrente für besonders langjährig Versicherte beanspruchen. Bei 1962 geborenen Versicherten liegt das Renteneintrittsalter dann bei 64 Jahren und 8 Monaten.

  • Anders als bei anderen Altersrenten, die man zwar mit Abschlägen aber dafür früher in Anspruch nehmen kann, besteht bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte nicht die Möglichkeit, sie in dieser Weise in Anspruch zu nehmen.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte - Hinzuverdienst

Wer die Altersrente für besonders lange Versicherte erhält, muss beachten, dass es eine Hinzuverdienstgrenze gibt. Wird diese überschritten, kommt es zu einer Kürzung der Rente in entsprechender Höhe, da der überschreitende Betrag mit 40 % auf die Rente angerechnet wird. . Der Freibetrag für den Hinzuverdienst liegt bei 6.300 € (Stand 2018).

Wer genauere Auskünfte zur Altersrente für besonders langjährig Versicherte benötigt, kann sich entweder im Internet informieren oder die Deutsche Rentenversicherung kontaktieren. Sie kann genaue Auskunft zu dieser Rentenart geben.


Quellen

Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) § 38 »
Köhler, Andreas: Eher in Rente: So geht's »


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