Die Einkommensteuererklärung dient dazu, dem Finanzamt die Höhe der Einkommensteuer nach verschiedenen Lebensumständen festzusetzen. Dazu werden alle Einnahmen und absetzbare Ausgaben angegeben und gegenübergestellt.

Ein Steuerfreibetrag - wie der Kinderfreibetrag oder die Werbungskosten - kann dazu beitragen, dass man bei der Einkommensteuererklärung Geld zurück erhält. Wer in einem Jahr außergewöhnlichen finanziellen Belastungen ausgesetzt war, bekommt ebenfalls Steuern zurück gezahlt.

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Formulare für die Einkommensteuererklärung

Die Einkommensteuererklärung muss beim Finanzamt eingereicht werden. Dazu dient der ESt 1A Mantelbogen. Er besteht aus vier Seiten und fragt die Personalien, die Art der Einkünfte, mögliche Sonderausgaben sowie sonstige Belastungen ab.

Zudem gibt das Dokument für die Einkommensteuer Auskunft darüber, welche sonstigen Anlagen der Einkommensteuererklärung beiliegen. Mit dem Bogen kann das Finanzamt die wichtigsten Anlagen finden und zuordnen, die der Erklärung beiliegen.

  • Die Einkommensteuererklärung kann über den Mantelbogen ESt1A eingereicht werden.

ESt 1A Mantelbogen für die Einkommensteuererklärung

Der ESt 1A Mantelbogen teilt sich nach Zeilen auf und gilt als das wichtigste Formular für die Einkommensteuererklärung. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick über den Mantelbogen und seine Inhalte.

Seite und ZeilenInhalte
S. 1
Z. 1 - 28
Allgemeine Angaben zum Finanzamt, den Personen, der Bankverbindung
S. 2
Z. 31 - 56
Einkünfte und mögliche Sonderausgaben
S. 3
Z. 61 - 79
Außergewöhnliche Belastungen, Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen, Steuerermäßigungen und Steuerbegünstigung
S. 4
Z. 91 - 109
Sonstige Angaben und Anträge

Weitere Formulare

Bei der Einkommensteuererklärung werden die Einkommen mit den Ausgaben verrechnet und daraus eine genaue Steuerzahlung an das Finanzamt errechnet. Damit die Auflistung übersichtlicher wird, gibt es zusätzlich zum Mantelbogen zahlreiche Anlagen zur Einkommensteuererklärung.

  • Um die Einkommensteuererklärung für die letzten Jahre vorzunehmen, können Sie bei uns alle erforderlichen Formulare herunterladen.
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Einkommensteuererklärung: Pflicht?

Ist es Pflicht, eine Einkommensteuererklärung abzugeben? Wer als Arbeitnehmer einen sozialversicherungspflichtigen Job hat, ist nicht automatisch dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Manchmal lohnt sich auch eine freiwillige Veranlagung beim Finanzamt - wenn eine hohe Steuerrückerstattung zu erwarten ist.

Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung

Wer Mieteinnahmen aus Vermietung und Verpachtung erhält oder einen individuellen Steuerfreibetrag in Anspruch nimmt, der die Lohnsteuer senkt, ist grundsätzlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.

Auch verheiratete Paare, von denen einer der Ehepartner einen Teil des Jahres oder das ganze Jahr über die Steuerklasse 5 oder Steuerklasse 6 hatte, müssen eine Steuererklärung abgeben.

Desweiteren liegt eine Pflichtveranlagung vor, wenn Lohnersatzleistungen in einer Höhe von über 410 Euro bezogen wurden. Dazu gehören beispielsweise:

Darüber hinaus gibt es noch weitere Gründe, die zu einer Einkommensteuererklärung verpflichten. Sollten sich Lebensumstände stark ändern, wie beispielsweise beim Erwerb vom Eigentum, kann das Finanzamt auch darauf aufmerksam werden und eine entsprechende Einkommensteuererklärung verlangen.

Freiwillige Abgabe einer Einkommensteuererklärung

Eine freiwillige Einkommensteuererklärung kann sich besonders in folgenden Fällen lohnen:

  • bei hohen Werbungskosten
  • bei außergewöhnlichen Belastungen
  • bei Sonderausgaben
  • bei einem Steuerklassenwechsel

Auch Alleinerziehende, die in der Zeit ohne Lebenspartner nicht in die Steuerklasse 2 gewechselt sind, sollten über die Abgabe einer freiwilligen Steuererklärung nachdenken. Rückwirkend kann der Alleinerziehendenentlastungsbetrag geltend gemacht werden.

Einkommensteuererklärung Frist

Wann die Einkommensteuererklärung eingereicht werden muss, hängt davon ab, ob eine Pflichtveranlagung vorliegt oder ob es sich um eine freiwillige Erklärung handelt.

Frist bei Pflichtveranlagung

Die Frist für die Einkommensteuererklärung bei Pflichtveranlagung ist der 31. Juli des Folgejahres bzw. der nächste Werktag, wenn der 31. Juli auf einen Samstag oder Sonntag fällt.

  • Wer seine Einkommensteuererklärung zu spät abgibt, zahlt Monatlich 0,25% der zu zahlenden Steuer als Strafzahlung. Pro Monat werden allerdings mindestens 25 Euro fällig.

Frist bei freiwilliger Einkommensteuererklärung

Wer nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, kann diese rückwirkend bis zu vier Jahre abgeben. Das kann sich lohnen, da bei einer freiwilligen Einkommensteuererklärung keine Steuernachzahlungen festgelegt werden können.

Da die Steuererklärung freiwillig ist, werden bei Fristüberschreitung keine Strafzahlungen fällig. Die Einkommensteuererklärung wird lediglich nicht mehr bearbeitet. Wer die Frist verstreichen lässt, dem entgeht daher die Chance auf eine Rückzahlung von zu viel gezahlter Lohnsteuer.

Einzelnachweise und Quellen

  1. Familienportal: Steuerentlastungen
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend: Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  4. Bundesministerium für Finanzen: Erbschafts- und Schenkungsteuer
  5. Einkommensteuergesetz: Veranlagungszeitraum, Steuererklärungspflicht

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.