Steuerklasse 6 ist für Arbeitnehmer gedacht, die zwei oder mehrere Jobs haben. Der zweite Job, der beispielsweise ein Minijob sein kann, ist immer die Lohnsteuerklasse VI. In Steuerklasse 6 sind die Abzüge besonders hoch.

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Steuerklasse 6 Abzüge

In Steuerklasse 6 sind die Abzüge besonders hoch. Es gibt in dieser Steuerklasse keinen

Wenn ein Zeitjob oder Minijob aufgenommen wird, ist man nicht mehr nur in eine Steuerklasse eingeordnet, sondern hat neben seiner bisherigen Lohnsteuerklasse auch die Steuerklasse VI.

  • Bevor ein Nebenjob mit Steuerklasse 6 angetreten wird, sollte auf jeden Fall genau berechnet werden, ob sich dieser Zweitjob mit Steuerklasse VI lohnt.
Steuerklasse 6

Steuerklasse 6 Rechner

Grundsätzlich liegt in Steuerklasse VI die größte Steuerbelastung für Arbeitnehmer vor, denn es können weder der Kinderfreibetrag noch der Arbeitnehmerpauschbetrag oder der Grundfreibetrag geltend gemacht werden.

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Steuerklasse 6: Minijob und Studenten

Übt ein Arbeitnehmer als Nebenerwerb einen Minijob aus und verdient monatlich nicht mehr als 450 Euro zusätzlich, muss er sich um die passende Lohnsteuerklasse keine Gedanken machen. Minijobs sind steuerfrei und müssen nicht angemeldet werden.

Studenten gehen parallel zum Studium oft einer Beschäftigung auf 450 Euro Basis nach. Bei einem Minijob wird allerdings keine Lohnsteuer fällig. Ledige Studenten mit einer Hauptbeschäftigung über 450 Euro monatlich gehören in Steuerklasse I. Die Steuerklasse VI kommt nur in Frage, wenn Studierende mehr als eine Beschäftigung ausüben.

  • Mit dem Minijob Rechner lässt sich sofort berechnen, welches Nettogehalt monatlich ausbezahlt wird.
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Minijob Nettogehalt berechnen

Berechnungsbeispiele: Steuerklasse 6

Nachfolgend drei Beispiele, die veranschaulichen sollen, welche Abzüge es in der Steuerklasse VI gibt.

Die Hauptbeschäftigung wird in Steuerklasse 1 eingeordnet. Alle weiteren Arbeitsverhältnisse unterliegen Steuerklasse VI. Nur einer der 450-Euro-Minijobs bleibt abgabenfrei, für die weiteren Beschäftigungen erfolgt eine Hinzurechnung zur Hauptbeschäftigung bzw. die Belastung mit Sozialabgaben.

Dieses Szenario kann für den Beschäftigten sehr ungünstig ausfallen, da bei Aufnahme einer weiteren Tätigkeit eine der beiden Beschäftigungen in Steuerklasse 1 und die zweite Beschäftigung in Steuerklasse VI eingeordnet werden muss. Trifft letzteres auf die eigentliche Hauptbeschäftigung zu, ergibt sich an dieser Stelle eine hohe Abgabenlast.

Für die zweite Beschäftigung (Minijob; 450 Euro) gibt der Arbeitnehmer an, dass es sich um eine Nebenbeschäftigung handelt. Damit gilt für den ersten Job die vergebene Steuerklasse 1.

Bei 2.455 Euro Bruttoentgelt fallen für:

an. Für die zweite Beschäftigung fallen 51,58 Euro Lohnsteuer an. Minijobs sind darüber hinaus versicherungsfrei.

Häufig gestellte Fragen zur Steuerklasse 6

Wird gegenüber dem Arbeitgeber angegeben, dass es sich um eine weitere Tätigkeit zur Hauptbeschäftigung handelt, erfolgt die Einstufung in aller Regel automatisch.

Diese Angabe sollte immer erfolgen, um nachteilige Wechsel der Beschäftigungen zu vermeiden.

Nein. Es gilt in diesem Fall die Steuerklasse, welche auch bei der hauptberuflichen Arbeitnehmertätigkeit zum Tragen kommt.

Werden im Nebenjob weniger als 450 Euro verdient, ist auch hier die Tätigkeit als geringfügig einzustufen, was unter anderem zur Folge hat, dass keine Lohnsteuer gezahlt werden muss.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  2. Statista: Häufigste Nebenjobs von Studenten
  3. Deutsche Rentenversicherung: Minijob - Midijob

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