Nur Verheiratete können die Steuerklasse 5 wählen. Dabei wird der Partner in Steuerklasse 3 eingestuft, da diese Lohnsteuerklasse nur als Kombination funktioniert. Derjenige mit dem geringeren Gehalt wählt die Steuerklasse 5. Bei ausgeglichenem Gehalt kann für beide Partner die Steuerklasse 4 gewählt werden.

+ 1.273,00 € jährlich kassieren
Staatliche Zulagen mitnehmen!

Abzüge in Steuerklasse 5

Die Abzüge in Steuerklasse 5 fallen vergleichsweise hoch aus. Die Steuern, die vom Bruttolohn abgezogen werden, sind mit denen in anderen Steuerklassen identisch. Folgende steuerliche Abgaben werden vom Lohn einbehalten:

Freibeträge dienen dazu, die Steuerlast zu mindern. Allerdings fallen diese in Steuerklasse 5 - für sich genommen - nur sehr gering aus. Aus diesem Grund sind die Abzüge in der Lohnsteuerklasse V hoch. Das wirkt sich auf den monatlichen Nettoverdienst aus.

Steuerklasse 5 Rechner

Die Abzüge in Steuerklasse 5 hängen von der Höhe des Gehalts ab. Mit dem Brutto Netto Rechner lässt sich ermitteln, wie viel Gehalt am Ende des Monats ausgezahlt wird.

Geben Sie hier Ihren Bruttolohn ein.

Nettolohn berechnen

Pfeil

Unterschiede zwischen Steuerklasse 5 und anderen Steuerklassen

SteuerklassenUnterschied zu Steuerklasse 5
Steuerklasse 1- für Ledige, Unverheiratete, Geschiedene, Verwitwete
- Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Vorsorgepauschale
Steuerklasse 2- für Alleinerziehende
- höherer Freibetrag durch Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Steuerklasse 3- für Verheiratete (kombiniert mit Steuerklasse 5)
- höherer Grundfreibetrag
- niedrigere Abzüge
Steuerklasse 4- für Verheiratete
- Kinderfreibetrag (wird allerdings zwischen Ehepartnern aufgeteilt)
Steuerklasse 6- für Arbeitnehmer mit zwei oder mehr Jobs
- keine Freibeträge
- höhere Abzüge

Vorteile und Nachteile der Steuerklasse 5

Die Steuerklassenkombination lohnt sich für Eheleute, deren Gehalt sich stark voneinander unterscheidet. Als Faustregel gilt: Wenn das Einkommen des Ehepaares in einem 60:40 Verhältnis zueinander steht, bietet sich der Wechsel in die Klassen 3 /5 an.
Wenn die Person mit dem geringeren Verdienst sich dann in die Lohnsteuerklasse 5 einstufen lässt, muss der Partner mit dem deutlich höheren Einkommen, in die Steuerklasse 3 wechseln.

Die Steuerklasse V hat im Vergleich zu anderen Klassen recht hohe Steuerabzüge. Es lohnt sich dennoch über den Wechsel nachzudenken. Da die Abgaben des Partners in der Steuerklasse III so gering ausfallen, steht dem Ehepaar am Ende des Monats gemeinschaftlich mehr netto zur Verfügung, als es in einer anderen Steuerklassenkombination der Fall wäre.

Die Höhe der Einkommensteuer für ein Ehepaar bleibt immer gleich. Durch die günstigere Steuerklassenwahl wird monatlich mehr Netto vom Brutto Gehalt ausgezahlt. Wählt man eine ungünstige Steuerklasse, bekommt man die Differenz der zu viel gezahlten Steuern nach der Steuererklärung zurückerstattet.

  • Am Ende der jährlichen Einkommensteuererklärung ist die Steuerklassenwahl irrelevant: Es existiert kein tatsächlicher Steuervorteil.

Steuerfreibeträge in Steuerklasse 5

Im Gegensatz zu den Steuerklassen 1, 2, 3 und 4 kann in der Lohnsteuerklasse 5 kein Grundfreibetrag auf den jährlichen Bruttoverdienst geltend gemacht werden. Es gibt auch keinen Kinderfreibetrag. Dieser wird ausschließlich dem Ehepartner zuerkannt, der in die Steuerklasse 3 eingeordnet worden ist.

In der Lohnsteuerklasse V existieren folgende Freibeträge.

FreibeträgeHöhe des Steuerfreibetrags
Arbeitnehmer-
pauschbetrag
1.000 Euro
Sozialausgaben-
pauschbetrag
36 Euro
Vorsorgepauschaleje nach Bruttoverdienst
  • Mit dem Steuerfreibetragrechner können Sie schnell und unkompliziert die Höhe der Freibeträge für Ihr Jahresbruttoeinkommen in der Steuerklasse V berechnen.
btn-pfeil

Freibeträge berechnen!

Häufige Fragen zur Steuerklasse 5

Ja, man kann durch Steuerklassentausch das Elterngeld erhöhen.

In diesem Beispiel hat das Ehepaar die Steuerklassenkombination III/V gewählt. Die werdende Mutter befindet sich in Steuerklasse V, ihr Partner ist der günstigeren Steuerklasse zugeteilt. Hier ist es möglich, dass das Elterngeld, welches nach der Geburt bezogen wird, ganz legal erhöht wird. Das Elterngeld hängt nämlich von der Höhe des Nettoeinkommens vor der Elternzeit ab.

Geht die werdende Mutter in den Mutterschaftsurlaub, kann sie mit der richtigen Wahl der Steuerklasse ihren Nettolohn steigern und so die Höhe des Elterngeldes positiv beeinflussen. Sie könnte deshalb vor der Geburt in die Steuerklasse III wechseln und ihr Partner, der mehr Gehalt erzielt, geht in die Lohnsteuerklasse 5.

  • Nach der Geburt muss die Steuerklasse wieder zurückgetauscht werden.

Generell greift nach einer Heirat automatisch Steuerklasse IV – für beide Partner. Diese gilt auch für Lebenspartnerschaften. Bei hoher Differenz zwischen den Einkommen kann sich aber auch die Steuerklassenkombination III/V rechnen.

Für den Wechsel muss lediglich ein Formular von beiden steuerpflichtigen Partnern ausgefüllt, unterschrieben und ans zuständige Finanzamt geschickt werden.

PDF-Formular Steuerklassenwechsel

Der Wechsel einer Steuerklasse ist nur einmal im Jahr bis zum 30. November möglich.

Hier greifen die Freibeträge, die allerdings allein dem Ehepartner in der Steuerklasse 3 zugesprochen werden, weshalb hier genau nachgerechnet werden sollte. Die Freibeträge für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften sind:

  • der Grundfreibetrag mit derzeit bei 19.488 Euro und
  • der Kinderfreibetrag mit 8.388 Euro.

Hinzukommen noch die Werbungskostenpauschale in Höhe von 2000€ (1000€ pro Arbeitnehmer) sowie die Sonderausgabenpauschale in Höhe von 72€.

Wenn nur ein Ehepartner arbeitet, wird der Alleinverdiener in der Regel nach Steuerklasse 3 besteuert, da er in dieser Steuerklasse die geringsten Abzüge hat.

Ist bereits bei der Eheschließung ein Partner Alleinverdiener, erfolgt die Zuordnung in Steuerklasse 3 automatisch. Arbeiten zunächst beide, behält der zukünftige Alleinverdiener bei Arbeitslosigkeit des Partners seine bisherige Steuerklasse.

Das kann für das Ehepaar unvorteilhaft sein, wenn der Alleinverdiener zuvor in Steuerklasse 5 war, da die Änderung der Steuerklassenkombination bei Arbeitslositkeit eines Partners nicht so einfach möglich ist. Bezieht der arbeitslose Partner staatliche Leistungen, benötigt er die Zustimmung der Arbeitsagentur für einen Wechsel der Steuerklasse. Bei drohender Arbeitslosigkeit sollten Eheleute also im Vorhinein überprüfen, ob ein frühzeitiger Steuerklassenwechsel sinnvoll ist.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesfinanzministerium: Steuerentlastungen
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.