Die Steuerklasse 3 ist verheirateten Paaren vorbehalten und nur in Kombination mit Steuerklasse 5 möglich. Grundsätzlich gilt, dass der Besserverdiener oder die Besserverdienende die Steuerklasse 3 wählen sollte. Die Steuerklasse 3 ist die Steuerklasse mit den höchsten Freibeträgen und den niedrigsten Abzügen. Im Gegenzug fallen die Abzüge in Steuerklasse 5 sehr hoch aus.

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Die Abzüge in Steuerklasse 3

In Lohnsteuerklasse 3 fallen die folgenden Abzüge an:

Die Abzüge der Steuerklasse umfassen die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus wird bei einer Kirchenzugehörigkeit auch die Kirchensteuer einbehalten. Inwiefern vom Bruttoentgelt des Steuerpflichtigen weitere Beträge einbehalten werden – etwa aus Vorsorgeverträgen – richtet sich nach dem individuellen Einzelfall.

Wenn Sie jetzt berechnen wollen, wie hoch das Nettogehalt in Steuerklasse 3 nach allen Abzügen ist, nutzen Sie den Brutto Netto Rechner. Obwohl es auch in Steuerklasse 3 Abzüge gibt, bleibt in Summe aufgrund der höheren für beide Ehepartner geltenden Freibeträge mehr Gehalt übrig.

Steuerklasse 3 - Abzüge berechnen

Die Steuerklasse 3 hat die wenigsten Abzüge und führt somit zum höchsten Nettogehalt im Verhältnis zum Bruttolohn. Nutzen Sie unseren Brutto Netto Rechner, wenn Sie die genauen Abzüge für Ihre Steuerklasse berechnen möchten:

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Unterschiede zwischen Steuerklasse 3 und anderen Steuerklassen

SteuerklassenUnterschied zu Steuerklasse 3
Steuerklasse 1- für kinderlose, ledige Personen
- höhere Abzüge
- geringerer Grundfreibetrag
Steuerklasse 2- für Alleinerziehende
- höherer Freibetrag durch Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Steuerklasse 4- für Verheiratete
- niedrigere Freibeträge
- niedrigerer Kinderfreibetrag (wird zwischen Ehepartnern aufgeteilt)
Steuerklasse 5- für Verheiratete (kombiniert mit Steuerklasse 3)
- höhere Abzüge
- kein Grund- oder Kinderfreibetrag
Steuerklasse 6- für Arbeitnehmer mit zwei oder mehr Jobs
- höhere Abzüge
- keine Freibeträge

Die Vorteile und Nachteile von Steuerklasse 3

Der Vorteil von Steuerklasse 3 liegt in der Höhe der Freibeträge. Da der mitveranlagte Partner in Steuerklasse 5 keine Freibeträge nutzen kann, fällt der Grundfreibetrag in Steuerklasse 3 doppelt so hoch aus. Daraus resultieren geringere Abzüge für den Partner in Steuerklasse 3 und somit ein höheres Nettogehalt.

Die Ehepartner sollten jedoch darauf gefasst sein, dass die hierbei kurzfristig eingesparte Steuer durch die gemeinsame Veranlagung der Ehepartner nach der Einkommensteuererklärung als Nachzahlung fällig wird. Durch die Steuerklassenkombination 3 und 5 entsteht also keine tatsächliche Steuerersparnis.

Durch den Tausch von Steuerklasse 5 und 3 vor der Geburt eines Kindes lässt sich jedoch eine Erhöhung des Elterngeldes erzielen. Dazu wechselt die werdende Mutter vor ihrem Mutterschaftsurlaub in Steuerklasse 3. Dadurch erhöht sich ihr Nettogehalt, was wiederum eine Steigerung des Elterngeldes zufolge hat.

Die Steuerklassenkombination 3 und 5

Die Steuerklassenkombination 3 und 5 eignet sich für Verheiratete, bei denen ein Partner deutlich mehr verdient. In der Steuerklasse 3 fallen die wenigsten Abgaben an. Die Steuerklasse 3 ist für den Partner vorgesehen, der das höhere Gehalt erhält bzw. Alleinverdiener ist.

Der andere Ehepartner wird automatisch in die Steuerklasse 5 eingestuft. Liegen die Gehälter der Partner weit auseinander, kann die Steuerklassenkombination aus 3 und 5 durchaus sinnvoll sein.

Dabei sollte der Ehepartner Steuerklasse 3 wählen, der mindestens 60 Prozent zum gemeinsamen Einkommen oder mehr beiträgt. In Summe kann das Ehepaar durch diese Steuerklassenkombination einen höheren Nettomonatslohn nutzen.

Nachzahlungen bei Steuerklasse 3 und 5

Wenn Ehepaare die Steuerklassenkombination 3 und 5 haben, werden sie gemeinsam veranlagt. Beim jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich werden dann die Gehälter addiert und die Lohnsteuer berechnet. Auf das gesamte Jahr gesehen kann mit den geringen Abgaben in Steuerklasse 3 zu wenig Lohnsteuer gezahlt worden sein. Diese Differenz muss dann an das Finanzamt nachgezahlt werden.

Wie kann man eine Steuerklasse 3 und 5 Nachzahlung vermeiden?

  • Beide Gehälter addieren
  • Bereits gezahlte Lohnsteuer berechnen
  • Freibeträge abziehen nicht vergessen!
  • Zu zahlende Lohnsteuer mit Hilfe der Splittingtabellen ablesen
  • Nachzahlung berechnen: Gezahlte Lohnsteuer von der zu zahlenden abziehen
  • Mit dem Finanzamt eine Vorauszahlung ausmachen oder die Steuerklasse wechseln

Lohnt sich diese Steuerklassenkombination für uns?

Ehepaare haben die Wahl zwischen den Steuerklassen 4/4, 3/5 oder 5/3. Mit dem Steuerklassenrechner lässt sich schnell ermitteln, welche Kombination am besten geeignet ist.

  • Welche Steuerklassenkombination eignet sich für uns als Ehepaar am besten? Dieser Rechner gibt Ihnen Auskunft darüber, welche Steuerklassenwahl Ihnen die meisten steuerlichen Vorteile verschafft.
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Steuerfreibeträge in Steuerklasse 3 in der Übersicht

Die nachfolgende Tabelle liefert eine Übersicht darüber, welche Steuerfreibeträge in Steuerklasse 3 gelten. Bei der Lohnsteuerklasse III werden alle Steuerfreibeträge für beide Ehepartner berücksichtigt. Der Ehepartner, der in Steuerklasse 5 ist, verzichtet auf diese. Aus diesem Grund fallen seine Abzüge so hoch aus.

Art des FreibetragsHöhe der Freibeträge (für das Jahr 2021)
Grundfreibetrag19.488 Euro
Pauschbetrag für Arbeitnehmer1.000 Euro
Pauschbetrag für Sonderausgaben36 Euro
Kinderfreibetrag8.388 Euro
Vorsorgepauschalegehaltsabhängig

Häufig gestellte Fragen zu Steuerklasse 3

Nein, man kann mit der Steuerklassenkombination 3 und 5 keine Steuern sparen. Durch die geringeren Abzüge in der Steuerklasse 3 entsteht eine kurzfristige Steuerersparnis, die einen höheren Nettolohn zufolge hat. Unter dem Strich müssen die hierbei gesparten Steuern jedoch nach der Steuererklärung am Ende des Jahres nachgezahlt werden.

Das liegt daran, dass verheiratete Arbeitnehmer mit der Steuerklassenkombination 3/5 gemeinsam veranlagt werden. Ihre Einkommen werden bei der Steuererklärung zusammengerechnet und gemeinsam besteuert. Wer von beiden in Steuerklasse 3 oder 5 eingeordnet ist, spielt zu diesem Zeitpunkt also keine Rolle mehr.

Ja, man kann durch den Wechsel in Steuerklasse 3 das Elterngeld erhöhen.

Das Elterngeld wird anhand des Nettoeinkommens vor der Elternzeit berechnet. Daher bietet es sich an, dass die werdende Mutter auch wenn sie das geringere Bruttogehalt erzielt, vor der Elternzeit in Steuerklasse 3 wechselt. Der besserverdienende Partner wechselt gleichzeitig in Steuerklasse 5.

Auf diese Weise erhöht sich das Nettogehalt der werdenden Mutter. Dadurch steigt auch das nach der Geburt bezogene Elterngeld. Anschließend sollte die Steuerklasse wieder zurückgetauscht werden.

Nein, Steuerklasse 3 lohnt sich nicht, wenn sich das Gehalt bei beiden Partnern kaum unterscheidet. An diesem Punkt ist die Wahl von Steuerklasse 4 für beide – statt der Kombination 3/5 – zu empfehlen. Andernfalls sind die Belastungen für einen der Partner relativ hoch.

Für die Steuerklasse 3 bzw. die ausgeübte Hauptbeschäftigung ändert sich in dieser Situation zunächst nichts. Aber: Für die Nebenbeschäftigung wird der Steuerpflichtige in die Steuerklasse 6 eingeordnet, sofern diese die Minijobgrenze von 450 Euro übersteigt. Da hierfür keine weiteren Freibeträge vorgesehen sind, werden die Belastungen deutlich spürbar.


Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesfinanzministerium: Steuerentlastungen »
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder »
  3. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl »

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