Der Anspruch auf Kindergeld beginnt mit dem Tag der Geburt. Das Kindergeld steht jedem Kind zu, dessen Eltern in Deutschland leben oder Steuern zahlen. Um Kindergeld zu erhalten, muss ein Antrag gestellt werden. Aktuell in 2019 gibt es 204 Euro monatlich für das erste und zweite Kind.

Kindergeld für Familien

Kindergeld ist eine steuerliche Leistung, die an Familien mit einem oder mehreren Kindern monatlich ausbezahlt wird. Das Kindergeld wird von der zuständigen Familienkasse überwiesen. Es dient in erster Linie dazu, die finanziellen Grundbedürfnisses eines Kindes ab dem Monat der Geburt in sämtlichen Schichten von arm bis reich sicherzustellen. Einen Anspruch hierauf hat grundsätzlich jedes Kind, allerdings wird es dennoch erst auf Antrag gezahlt.

Die Höhe des Kindergeldes

Kindergeld 2019

Die jeweilige Höhe des Kindergeldes hängt in erster Linie von der Anzahl der eigenen Kinder ab, die im Haushalt leben.

Aktuell gelten in 2019 gelten folgende Werte verbindlich für ganz Deutschland:

  • 204 Euro monatlich für das 1. und 2. Kind
  • 210 Euro monatlich für das 3. Kind
  • 235 Euro monatlich für das 4. Kind

Anspruch auf Kindergeld

Alle Eltern haben einen grundlegenden Anspruch auf das Kindergeld, wenn bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Zum rechtlichen Kreis der Eltern zählen in diesem Fall auch alle anderen offiziell als Erziehungsberechtigte geltenden Personen. Beispielsweise Stiefeltern, Pflegeeltern, ggf. auch Großeltern.

Erfüllt werden müssen folgende Auflagen:

  • Der Wohnsitz der Eltern muss sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden.
  • Ist kein Wohnsitz in der BRD vorhanden, muss zumindest die Steuerpflicht uneingeschränkt in Deutschland liegen.

Das Kindergeld wird ab dem Geburtsmonat ausbezahlt und endet frühestens mit dem 18. Geburtstag des Kindes. Befindet sich das Kind darüber hinaus noch in einer Ausbildung, so kann sich der Anspruch auf die Leistungen der Familienkasse unter Umständen bis zum 25. Lebensjahr ausdehnen. Danach ist allerdings definitiv Schluss damit, selbst wenn sich das Kind noch in der Ausbildung befinden sollte.

  • 35.900.000.000 = 35,9 Milliarden Euro. Knapp 36 Milliarden Euro an Kindergeld wurden 2017 ausgezahlt. Dabei entfallen auf erste Kinder knapp 60% des gesamten Kindergeldes, knapp 30% für zweite Kinder und die gesamten restlichen 10% verteilen sich auf drei oder mehr Kinder. Die Höhe des ausgezahlten Kindergeldes dürfte inzwischen schon gestiegen sein, denn inzwischen erhalten mehr als 16 Millionen Kinder in Deutschland Kindergeld.

Antrag auf Kindergeld stellen

Kindergeld wird, obgleich der Anspruch ab dem Monat der Geburt bereits automatisch gegeben ist, erst ab Antrag gezahlt. Die entsprechenden Formulare sind heutzutage sowohl online oder direkt vor Ort bei der ortsansässigen Familienkasse erhältlich. Wer es versäumt hat dieses Leistungen rechtzeitig zu beantragen, der braucht jedoch keine Angst haben. Bis zu vier Jahren zahlt die Kasse das Geld rückwirkend nach.

  • Mit diesem Formular kann Kindergeld beantragt werden.
Pfeil

Antrag auf Kindergeld

Wie läuft die Auszahlung?

  • Die Auszahlungstermine der Kindergelder unterliegen einem sehr speziellen System und sind nicht für jeden Kindergeldbezieher einheitlich. Die Familienkasse sortiert zum einen nach dem jeweiligen Anfangsbuchstaben des Nachnamens des Kindes, als auch nach der sogenannten Kindergeldnummer.

Beides zusammen ergibt dann den für den künftigen Bezieher vorgesehenen Überweisungstag. Dieser bleibt dann auch auf Dauer erhalten.

So kann es also durchaus vorkommen, dass das Geld zum Beispiel immer am 17. eines laufenden Kalendermonats angewiesen wird. Grundsätzlich ist jeder Tag möglich.

Über den Autor

Aktualisiert am 14.11.2019 von

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: BAföG 
  2. Bundesministerium für Finanzen: Merkblatt zur Steuerklassenwahl
  3.  Bundeszentralamt für Steuern: Merkblatt Kindergeld
  4.  Bundesagentur für Arbeit: Statistik und Zahlen zum Kindergeld

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.

Das könnte Sie auch interessieren