Nach der Schulzeit beginnt für viele Schulabgänger die Suche nach einer Ausbildung.
Je nach Schultyp (Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) sind die Bewerber um einen Ausbildungsplatz zwischen 15 und 18 Jahren alt.

In Deutschland kann man entweder eine Ausbildung nach dem dualen Modell (Praxisteil im Betrieb plus Besuch der Berufsschule) absolvieren oder im Rahmen eines Studiums an einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität.

Ausbildung - Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten

Das Durchschnittsalter für den Beginn einer Ausbildung richtet sich zunächst nach dem besuchten Schultyp, ist aber in den letzten Jahren immer weiter angestiegen.

Die Ursache dafür liegt in der Tatsache, dass viele Schulabgänger nicht sofort einen Ausbildungsplatz finden, nach der Schule eine Zeit der Orientierung einschieben oder einfach nicht gewillt sind, sofort mit einer Ausbildung zu beginnen.

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Als eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Ergattern eines Ausbildungsplatzes gilt immer noch ein erfolgreicher Schulabschluss mit entsprechenden Noten, vor allem in den Fächern, die für die Ausbildungsinhalte von Bedeutung sind.

Personalverantwortliche in den Unternehmen schauen allerdings auch auf Fächer wie Ethik oder Religion sowie auf die Bewertung des alltäglichen Verhaltens. Letztere lassen wichtige Rückschlüsse bezüglich so wichtiger Punkte zu wie etwa:

  • Zuverlässigkeit
  • Umgang mit anderen Menschen
  • Kritikfähigkeit
  • Pünktlichkeit

Solche sogenannten Soft Skills sind für die Unternehmen ebenfalls ein wichtiges Einstellungskriterium. Für einige Ausbildungsberufe wird auch ein Führungszeugnis benötigt, z. B. für den Dienst bei der Polizei, als Beamter, bei Sicherheitsdiensten, im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe oder auch für Berufe im Bereich Pflegepersonal.

Beim Verdienst während der Ausbildung gibt es deutliche Unterschiede. Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • in welcher Branche man eine Ausbildung absolviert
  • welchen Beruf man ergreift
  • in welchem Bundesland das Unternehmen sitzt, bei dem man die Ausbildung absolviert
  • ob der Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist

Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sind in den neuen Bundesländern noch immer niedriger, als die in den alten Bundesländern. Die durchschnittliche Vergütung im letzten Ausbildungsjahr (bezogen auf die alten Bundesländer) im Jahre 2018 bei 830 Euro monatlich, im Osten der Republik waren es nur 780 Euro pro Monat.

Insgesamt zieht sich die niedrigere Vergütung während der Ausbildung durch sämtliche Ausbildungsberufe. Eine überdurchschnittliche Ausbildungvergütung gibt es im öffentlichen Dienst, in der Industrie sowie im Handel.

Mit einer Vergütung unterhalb des Durchschnitts müssen Auszubildende in den Bereichen Landwirtschaft, freier Beruf und Handwerk rechnen.

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Eine Ausbildung finden

Wer heute nach einer Ausbildungsstelle sucht, erhält über das Internet Zugang zu vielen, oft branchen- oder berufsspezifischen Stellen-Plattformen, die neben klassischen Stellenausschreibungen häufig auch Ausbildungsplätze anbieten.

Es stehen aber auch übergreifende Stellenbörsen zur Verfügung. Hier kann man mithilfe von Filtern nach einer passenden Ausbildung suchen.

  • In der Jobbörse lassen sich schnell und einfach zahlreiche interessante Ausbildungsangebote finden.

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Man kann die folgenden Optionen wählen:

  • Berufsfeld
  • Region
  • Art der Anstellung
  • Branche
  • Status
  • Berufserfahrung

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Initiative Ausbildungsbotschafter

Von Schulabgängern werden klassische Ausbildungen immer seltener in Betracht gezogen. Die Initiative Ausbildungsbotschafter der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen wurde daher ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schülern das duale Ausbildungssystem in verschiedenen Unternehmen und Berufsfeldern aus Auszubildenenenperspektive vorzustellen.

Junge Leute, die selbst dabei sind, eine duale Ausbildung zu absolvieren, sprechen in Schulen über ihre persönlichen Erfahrungen und stehen für alle Fragen zur Verfügung, die von Lehrkräften und Eltern häufig nicht ausreichend beantwortet werden können.

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Sie berichten über die Vorteile und Nachteile in ihrem Ausbildungsberuf, zeigen auf, welche Chancen und Möglichkeiten ihnen in ihrem Ausbildungsbetrieb geboten werden und geben dabei einen authentischen Einblick in ihren Berufsalltag.

Die Initiative bringt für alle Beteiligten Vorteile mit sich:

  • der Auszubildene, der als Ausbildungsbotschafter in Schulen über seine persönlichen Ausbildungserfahrungen berichtet, wird vorher entsprechend geschult, erhält ein Zertifikat und kann seine persönlichen und fachlichen Kompetenzen erweitern
  • die Schüler erhalten einen glaubhaften Einblick in einen Ausbildungsberuf und entdecken eventuell neue Perspektiven für ihren Berufsweg
  • die durch die Ausbildungsbotschafter vertretenden Unternehmen gewinnen mögliche Nachwuchskräfte

Die Finanzierung der Initiative Ausbildungsbotschafter erfolgt durch Landesmittel und Europäische Sozialfonds.

  • Wer Interesse daran hat, Teil der Initiative zu werden (Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte, Unternehmen), sollte mit den entsprechenden Industrie- und Handelskammern in NRW in Kontakt treten.

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Welche Ausbildung passt zu mir?

Entscheidet man sich dazu, eine Ausbildung zu machen, dann sollten vorher ein paar Überlegungen angestellt werden. Die Ausbildung zeichnet (zumindest sehr oft) den zukünftigen Weg im Berufsleben vor. Deshalb ist es ratsam, sich gut zu überlegen, welche Fähigkeiten und Talente man besitzt, welcher Beruf einem Freude bereitet und bei welcher Arbeit man sich vorstellen kann, diese auch in 20 oder 30 Jahren noch mit Begeisterung zu machen.

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Hat man diese Fragen für sich geklärt, kann man sich auf die Suche nach geeigneten Ausbildungsstellen machen und sich um diese bewerben.

  • Das Bewerbungsgespräch dient einem ersten Kennenlernen, weshalb sich der Bewerber gut vorbereiten sollte. Es kann nützlich sein, sich über den potenziellen Ausbildungsbetrieb zu informieren (etwa über die firmeneigene Homepage). Zudem kann es sehr hilfreich sein, wenn man über gutes Allgemeinwissen verfügt und ordentlich gekleidet zu einem solchen Gespräch erscheint.

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Ausbildung oder Studium?

Vor allem Schulabgänger mit einem Abitur können nach der Schulzeit wählen, ob sie sich einen Ausbildungsplatz suchen oder ein Studium absolvieren. Beides hat nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile, die zumindest bedacht werden sollten.

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Die großen Vorteile einer Ausbildung bestehen darin, dass man von Beginn an eigenes Geld verdient, auf eigenen Beinen steht, sich eine eigene Wohnung oder ein Auto leisten kann. Durch eine Ausbildung steht man zudem sofort im Berufsleben und kann Erfahrungen sammeln.

Als Nachteile einer Ausbildung werden oft die geringen Zahlen an Ausbildungsstellen genannt. Außerdem hat ein Auszubildender viele Pflichten und muss sich an die Regeln im Unternehmen halten.

Möchte man ein Studium absolvieren, so bestehen die Vorteile darin, dass es die Möglichkeit gibt, sich Wissen anzueignen. Außerdem ist man in seiner Lebensplanung ein wenig freier, als in einer Ausbildung. Auch der spätere Verdienst ist mit einem abgeschlossenen Studium meist deutlich höher.

Der Nachteil beim Studium ist die Tatsache, dass man kein Geld verdient. Außerdem dauert ein Studium oft länger, als eine Ausbildung.

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Quellen

Bundesinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2018 »
Hoffmann-Cadura, Silvia: Ausbildung in Deutschland: eine kritische Betrachtung des dualen Systems »


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