Die Stellenbeschreibung

Ein Artikel von Melanie Vahland

Wie erstellt man eine Stellenbeschreibung?

  1. Erstellen Sie eine Gliederung, die mindestens die fünf W-Aussagen beinhaltet: Wir sind, Wir suchen, Wir erwarten, Wir bieten und Wir bitten um.
  2. Schreiben Sie die Stellenbeschreibung. Der Text sollte kurz und klar, aber gleichzeitig ansprechend und überzeugend sein.
  3. Lesen Sie die Stellenbeschreibung Korrektur. Achten Sie dabei nicht nur auf Grammatik und Rechtschreibung, sondern auch darauf, dass das Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingehalten wird.
  4. Veröffentlichen Sie die Stellenbeschreibung auf relevanten Portalen.

Eine Stellenbeschreibung ist eine personenneutrale Ausschreibung einer bestimmten Arbeitsstelle.
Sie muss nicht öffentlich sein und kann auch intern ausgeschrieben werden. Je genauer die Stellenbeschreibung, desto größer die Chance, den perfekten Bewerber zu finden.

Die Stellenbeschreibung kann als rechtsgültiges Dokument behandelt werden. Eine korrekte Stellenbeschreibung sollte daher das Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berücksichtigen.

Leitfaden für Stellenbeschreibungen

Die Stellenbeschreibung ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Personalsuche.

Man versteht unter dem Begriff eine personenneutrale, schriftliche Ausschreibung einer Arbeitsstelle hinsichtlich ihrer Arbeitsziele, Aufgaben, Kompetenzen und Beziehungen zu anderen Stellen.

Zu beachten ist dabei, dass eine Stellenbeschreibung ausschließlich für einzelne Stellen erstellt wird, niemals für gesamte Bereiche.

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Stellenbeschreibung nach Berufen

Bezeichnungen für Stellenbeschreibungen

Die Abgrenzung der Stellenbeschreibung gegenüber einem sogenannten 'Besetzungsbild' liegt in der Ausführlichkeit der Darstellung. Die Inhalte der Stellenbeschreibung sind zudem häufig identisch mit denen der Tätigkeitsbeschreibung, die als Grundlage für Arbeitsverträge verwendet wird.

Weitere ähnliche Bezeichnungen sind:

  • Arbeitsplatzbeschreibung
  • Aufgabenbeschreibung / Tätigkeitsbeschreibung
  • Englisch: job description
  • International: Assignment Brief (im Personalvermittlungsbereich)
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Externe vs. interne Stellenausschreibung

Es gibt eine Unterscheidung zwischen einer 'externen' und einer 'internen' Stellenausschreibung - je nachdem, ob man die Stelle intern, das heißt innerhalb der Firma, neu besetzen möchte oder ob man extern einen neuen Mitarbeiter sucht, der von außerhalb der Firma kommt.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Bestandteile einer 'externen' und einer 'internen' Stellenbeschreibung. Im Großen und Ganzen ähneln sich diese Stellenbeschreibungen jedoch sehr.

Externe Stellenbeschreibung:

  • Stellenbezeichnung
  • Vorstellung des Unternehmens
  • Tätigkeitsbeschreibung
  • Anforderungsprofil
  • Erwartungen und Zielvorgaben
  • Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitszeit)
  • Leistungen (Gehalt etc.)
  • Kontaktdaten/Adresse, Eintrittstermin, erforderliche Bewerbungsunterlagen

Interne Stellenbeschreibung:

  • Stellenbezeichnung
  • Einordnung in die Organisationsstruktur des Unternehmens
  • Entscheidungsgewalt
  • Anforderungen
  • Tätigkeitsbeschreibung
  • Kompetenzen und Pflichten
  • Zusammenarbeit mit anderen Stellen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten

Inhalt einer Stellenbeschreibung

Die Inhalte von Stellenbeschreibungen können in Literatur und Praxis sowie von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Ihre inhaltliche und formelle Gestaltung ist variabel, jedoch sollte man sich bei der inhaltlichen Gliederung zunächst an den fünf W-Aussagen orientieren:

  1. Wir sind
  2. Wir suchen
  3. Wir erwarten
  4. Wir bieten
  5. Wir bitten um

Üblicherweise wird eine Stellenbeschreibung in Zusammenarbeit des Stelleninhabers mit seinem Vorgesetzten verfasst sowie mit den Unterschriften des Erstellers, des Stelleninhabers und des Vorgesetzten abgeschlossen.

Professionelle Stellenbeschreibungen enthalten zudem Hinweise zur Leistungserwartung und bieten somit den Vorgesetzten sowie den Stelleninhabern eine objektive Grundlage für die Leistungsbeurteilung. Diese werden dann zur Formulierung von Anforderungsprofilen verwendet.

Form und Layout der Stellenbeschreibung

Bei der Form bzw. dem Layout der Stellenbeschreibung sollte man beachten, dass das Wichtigste der Text ist. Ein ansprechendes Layout wirkt nur unterstützend zum Text. Der Text sollte relativ kurz gehalten und gut verständlich geschrieben sein. Die Formulierung sollte klar, einfach und unmissverständlich sein.

Die Stellenbeschreibung muss eindeutig verfasst werden, damit gewährleistet ist, dass jeder Mitarbeiter seine Aufgaben, Kompetenzen und Pflichten kennt und damit der Mitarbeiter weiß, welche Ziele er erreichen muss.

Wenn man eine Stellenbeschreibung formuliert, sollte man beachten, dass diese als rechtsgültiges Dokument behandelt werden kann. Deshalb sollte man das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berücksichtigen. Das heißt, dass man Hinweise auf Eigenschaften wie das Geschlecht, das Alter, die Religion oder die ethnische Herkunft vermeiden sollte. Im Zweifelsfall kann man einen Rechtsberater hinzuziehen.

Üblich ist zudem, dass an erster Stelle das Firmenlogo erscheint. Darüber wird das Firmenimage nach außen transportiert und ein Wiedererkennungswert geschaffen. Darüber hinaus kann mit Fotos gearbeitet werden, um den Text anschaulicher zu gestalten. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass man die Stellenbeschreibung nicht überfrachtet.


Einzelnachweise

  1. Bundesministerium der Justiz: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

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