Sterbegeld steuerpflichtig

Mit dem Tod eines Angehörigen beginnt eine Zeit der Trauer. Gleichzeitig stehen die Hinterbliebenen vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Neben Trauerfeier und Grablege müssen Behörden und Vertragspartner des Verstorbenen informiert werden.

Mitunter droht hier Ärger – etwa im Zusammenhang mit dem Sterbegeld. Letzteres kann im Rahmen einer berufsständischen Versorgung oder privat abgeschlossenen Versicherung ausgezahlt werden. Wann ist das Sterbegeld steuerpflichtig? Wer muss die Steuer für das Sterbegeld tragen?

Sterbegeld – die Hürden des Steuerrechts

Niemand will seinen Angehörigen auch nach dem Tod noch zur Last fallen. Schließlich ist der Verlust der Eltern oder Geschwister schon schlimm genug. Daher werden die Möglichkeiten der Vorsorge immer wieder gern genutzt.

Es werden Sterbegeldversicherungen abgeschlossen oder Tarife aus dem Bereich der Risikovorsorge – wie die Unfallversicherung – welche entsprechende Leistungen enthalten. Parallel beinhalten einige betriebliche Altersvorsorgemaßnahmen eine Sterbegeldleistung. Und auch im Rahmen der Beamtenversorgung ist ein Sterbegeld vorgesehen.

Letzteres beläuft sich beispielsweise auf das Doppelte der letzten Dienstbezüge bzw. des ausgezahlten Ruhegehalts. Eltern wissen so, dass Partner und Kinder auf diese Weise finanziell keine Nachteile in Kauf nehmen müssen.

Ist dem aber wirklich so? Gerade wenn Sterbegeld steuerpflichtig ist, kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen.

Sterbegeld – wann ist es nicht steuerpflichtig?

Auf die Frage, ob Sterbegelder steuerpflichtig sind oder nicht, gibt es keine pauschale Antwort. Vielmehr muss an dieser Stelle betrachtet werden, in welchem Zusammenhang die Leistung an Hinterbliebene ausgezahlt wird. So ist beispielsweise eine Todesfallleistung aus der Unfallversicherung zwar nicht im Rahmen der Einkommenssteuer steuerpflichtig, allerdings kann sie der Erbschaftssteuer zufallen.

Steuerfreiheit besteht hingegen für eine entsprechende Todesfallleistung aus der Sterbegeldversicherung, die an Hinterbliebene ausgezahlt wird. Aber: Sofern der Versicherungsnehmer die Versicherung durch Rückkauf beendet, kann der Rückkaufswert unter die Einkommenssteuer fallen.

Kompliziert und Streitgegenstand ist die Besteuerung der Sterbegeldleistung aus der Beamtenversorgung. Hier vertreten diverse Finanzgerichte die Haltung, dass das Sterbegeld als Leistung an die Hinterbliebenen nicht zu den nach § 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG als andere Leistung zu versteuernden Einkünften gehört. Allerdings wird diese Rechtsauffassung nicht von allen Gerichten getragen, weshalb eine abschließende Bewertung zur Steuerpflicht dieser Sterbegeldleistung schwierig ist.

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