koerperschaftsteuern

Das deutsche Steuersystem kennt neben anderen, nicht personengebundenen Steuern, die Einkommenssteuer und die Körperschaftssteuer.

Die Einkommenssteuer zahlt jede natürliche Person, die versteuerbares Einkommen erzielt.

Das kann Einkommen aus unselbstständiger Beschäftigung, freiberuflicher Tätigkeit oder als selbstständiger Unternehmer sein.

Juristische Personen müssen Körperschaftsteuer zahlen

Damit auch juristische Personen versteuert werden können, wurde die Körperschaftsteuer eingeführt. Juristische Personen müssen diese Steuer auf alle ihre erzielten Erträge leisten. Solche juristischen Personen sind Kapitalgesellschaften, Vereine oder Genossenschaften.

Wie hoch ist die Körperschaftsteuer?

Die Körperschaftsteuer beträgt derzeit 15 % des Einkommens, das juristische Personen versteuern müssen. Zur Erklärung dieser Körperschaftsteuer muss eine eigene Körperschaftsteuererklärung einmal jährlich beim Finanzamt eingereicht werden.

Nicht alle Körperschaften sind steuerpflichtig

Doch nicht alle Körperschaften sind steuerpflichtig. Ausgenommen von dieser Steuer sind alle politischen Parteien, kirchlichen oder mildtätigen Zielen verpflichtete Körperschaften sowie bundeseigene Unternehmen.

Das gesetzliche Fundament für die Erhebung der Körperschaftssteuer ist im Körperschaftsteuergesetz geregelt. Es fußt im Wesentlichen auf dem Einkommensteuergesetz. Zusammen mit der Durchführungsverordnung bildet es die gesetzliche Grundlage.

Unbeschränkt oder beschränkt Körperschaftsteuerpflichtig

Körperschaftsteuerpflichtig können Kapitalgesellschaften unbeschränkt oder beschränkt sein. Im Wesentlichen besteht diese Unterscheidung darin, ob die betreffende Körperschaft ihren Sitz im Inland oder Ausland hat. Inländische Körperschaften sind grundsätzlich vollständig steuerpflichtig.

Hat eine Körperschaft im Inland weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Firmensitz, ist sie nur beschränkt steuerpflichtig.

Körperschaften des öffentlichen Rechts

Körperschaften des öffentlichen Rechts sind insofern beschränkt steuerpflichtig, dass nur ihre Einkünfte aus Kapitalerträgen, wie etwa Zinsen oder Dividenden, versteuert werden müssen.

Dafür ist jedoch nicht die Abgabe einer Körperschaftsteuererklärung erforderlich, da die Versteuerung bereits im Rahmen der Abgeltungssteuer erfolgt.

Probleme bei der Körperschaftsteuerpflicht

Mit unter gibt es Probleme, wann eine Körperschaftsteuerpflicht für eine Körperschaft beginnt. Das Körperschaftsteuergesetz gibt dafür keine rechtliche Handhabe.

Aus diesem Grund wird mangels anderer Regelungen der Beginn der rechtlichen Existenz der Körperschaft als Beginn der Körperschaftssteuerpflicht angenommen.

Rechtlicher Beginn einer Körperschaft: Die notarielle Beurkundung

Im Allgemeinen ist die notarielle Beurkundung eines Gesellschaftervertrages oder einer Satzung als rechtlicher Beginn der Körperschaft anzusehen. Das bedeutet aber auch, dass eine Körperschaft bereits dann körperschaftsteuerpflichtig ist, wenn sie sich erst in Gründung befindet.

Das könnte Sie auch interessieren