Verpflegungspauschale - die wichtigsten Fakten

  • Die Verpflegungspauschale gilt für alle, die  innerhalb Deutschlands beruflich viel reisen.
  • Dadurch entstehen höhere Verpflegungskosten, die durch die Pauschale aufgefangen werden sollen.
  • Die Höhe der Pauschale hängt von der Reisedauer ab.
  • In der Steuererklärung gibt man die Verpflegungspauschale über die Werbungskosten an.
  • Für die Verpflegungspauschale besteht eine Nachweispflicht, deswegen - Belege aufbewahren!

In der Steuererklärung findet man die Möglichkeit, eine Verpflegungspauschale einzutragen. Die meisten Menschen begegnen dieser Option zumeist mit zwei Fragen: Was sind Verpflegungspauschalen? Kann ich auch eine Verpflegungspauschale eintragen?

Verpflegungspauschale

Was ist eine Verpflegungspauschale?

Die eingangs genannten Fragen entstehen vor allem dadurch, dass der Begriff nicht optimal gewählt ist: Geeigneter ist der Ausdruck Verpflegungsmehraufwand.

Verpflegungspauschalen kommen dann zum Einsatz, wenn ein Arbeitnehmer aus dienstlichen Gründen im Inland auf Reisen unterwegs ist und sich deshalb nicht so günstig wie am Wohnort ernähren kann.

Deshalb eignet sich der Begriff Verpflegungsmehraufwand auch besser, denn es entstehen höhere Kosten, die von Berufs wegen nicht zu vermeiden sind.

Häufig gestellte Fragen zur Verpflegungspauschale

Der Gesetzgeber hat zeitabhängige Verpflegungspauschalen eingeführt. Dies bedeutet, die Höhe der Summe richtet sich danach, wie lange man vom Wohnort entfernt ist.

Die Sätze sind:

Pauschale bis 12/2016

Abwesenheit vom WohnortVerpflegungsmehraufwand in Euro
ab 8 bis 24 Stunden12
mindestens 24 Stunden24
Übernachtungspauschale20

Pauschale ab 01/2017

Abwesenheit vom WohnortVerpflegungsmehraufwand in Euro
ab 8 bis 24 Stunden12
mindestens 24 Stunden24

Wer beispielsweise drei Tage vom Wohnort entfernt ist, darf folglich drei Mal 24 Euro steuerlich geltend machen. Ebenfalls gilt die Pauschale von 20€ für eine Übernachtung.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Verpflegungspauschalen von der Steuer abgesetzt werden können: Entweder trägt der Arbeitnehmer diese als Werbungskosten in seine Steuererklärung ein.

Oder sie werden vom Arbeitgeber mit dem Gehalt überwiesen und unterliegen in diesem Fall nicht der Lohnsteuer.

  • Zu beachten ist dabei, dass eine Nachweispflicht besteht, die beispielsweise über die Hotelrechnung angetreten werden kann.

Zusätzlich wichtig ist, dass der Arbeitgeber natürlich auch mehr als den Verpflegungsmehraufwand erstatten kann.

Steuerfrei ist jedoch nur der entsprechende Pauschalbetrag für die Verpflegung. Höhere Beträge werden mit 25 Prozent besteuert.

 

  • Es gibt keine einheitlichen Verpflegungspauschalen für Dienstreisen ins Ausland.

Der Verpflegungsmehraufwand, der während einer Reise nach Albanien entsteht, ist beispielsweise sehr viel niedriger als der, mit dem man während eines Aufenthalts in der Schweiz rechnen muss.

Aus Gerechtigkeitsgründen veröffentlicht das Bundesfinanzministerium immer wieder wechselnde Verpflegungspauschalen für die einzelnen Länder.

Um eine entsprechende Pauschale für die Verpflegung zu ermitteln, die man in seiner Steuererklärung eintragen kann, empfiehlt sich die Benutzung eines entsprechenden Kostenrechners.

Natürlich besteht auch bei Dienstreisen ins Ausland eine Nachweispflicht.

Einzelnachweise


  1. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 
  2. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verpflegungspauschale/ Werbungskosten (39 Einkommensteuergesetz)

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