Kindergeld beantragen

Kindergeld steht den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ab dem Monat der Geburt ihres Kindes zu. Und das bis mindestens zur Vollendung des 18.Lebensjahres ihres Kindes.

Auch wenn der Anspruch grundsätzlich mit der Geburt beginnt, wird die Leistung allerdings nicht einfach so auf das Konto der Eltern überwiesen. Die Eltern müssen das Kindergeld explizit beantragen. Wie das geht und wie das Antragsverfahren abläuft, darüber hier nun nachfolgende Informationen im Überblick.

Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse beantragen

Um in den Genuss dieser finanziellen Leistungen zu kommen, muss die Familie im Vorfeld das Kindergeld mit einem hierfür vorgesehenen Vordruck bei ihrer zuständigen wohnortnahen Familienkasse beantragen. Die Familienkasse sitzt meistens in den Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit.

Kindergeld können die Eltern per Formular auf folgenden Wegen beantragen:
  • Vor Ort bei der Familienkasse
  • Per Online Formular zu Hause ausgedruckt (Abgabe bei der Familienkasse dennoch erforderlich)

Neben dem Antragsformular ist ein weiteres Dokument von entscheidender Bedeutung und zwar die Geburtsurkunde. Ohne Vorlage der Geburtsurkunde gibt es kein Kindergeld. Wenn die Eltern die Leistung zunächst ohne diese Urkunde beantragen, so besteht allerdings die Möglichkeit diese ohne Leistungsverlust nachzureichen.

Dauer der Bearbeitung

Die Bearbeitungszeit nach dem Antrag ist natürlich von Ort zu Ort verschieden. Dennoch ist durchschnittlich mit einer Dauer von 1,5 bis zwei Monaten zu rechnen.

Leistungen rückwirkend beantragen

Die Leistung wird in den meisten Fällen rückwirkend beantragt, nämlich nach der Geburt. Es ist zwar möglich, den Antrag schon vor der Geburt einzureichen, dies wird aber in der Praxis nicht oft umgesetzt. Denn ohne die Geburtsurkunde, die es erst nach der Geburt gibt, sind Leistungen ja sowieso ausgeschlossen.

Wer es in der Aufregung der Geburt versäumt hat, das Kindergeld zeitnah zu beantragen, der braucht ebenfalls keine Sorge vor irgendwelchen Nachteilen zu haben. Der Anspruch kann von Gesetz wegen bis zu vier Jahren rückwirkend gestellt werden.

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