Steuerschulden

Steuerschulden sind immer unangenehm, mindestens für den Steuerzahler.

Denn meist weiß er davon nichts, bevor der Steuerbescheid nicht ergangen ist.

Hohe Steuernachzahlungen können dann schnell zu einer böse Überraschung werden, gerade für Gewerbetreibende.

Und dann trifft es ihn aus heiterem Himmel. Und das oft in ungeahnter Höhe. Wenn es Gewerbetreibende betrifft, kann eine hohe Steuernachzahlung das Ende der wirtschaftlichen Existenz bedeuten. Das ist dem Finanzamt meist egal.

Obwohl das Weiterbestehen eines Unternehmens dem Finanzamt doch eigentlich gelegen sein müsste, da dann weitere Steuern sprudeln.

Nachzahlung muss binnen einer gesetzten Frist geleistet werden

Ergeht ein Steuerbescheid, in dem die Nachzahlung von Steuern verlangt wird, so muss der steuerzahlende Bürger oder das Unternehmen bis zu dem Tag, der auf diesem Bescheid festgelegt ist, die fällige Steuer auf das Konto des Finanzamtes eingezahlt haben.

Dabei geht der Zeitverlust durch die Banklaufzeit zulasten des Steuerbürgers. Wird dieser Termin versäumt, erhebt das Finanzamt einen Säumniszuschlag von einem Prozent pro Monat auf den Betrag, der nicht gezahlt wurde. Das ergibt pro Jahr einen 12-prozentigen Säumniszuschlag!

Der Säumniszuschlag bei einem Versäumen der Frist

Wenn jemand etwa 1000 € nachzuzahlen hat und dies versäumt, muss er dafür monatlich 10 € berappen, im Jahr demnach 120 €. Wegen diesem hohen Säumniszuschlag ist es besonders heikel, Steuerschulden zu haben.

Hinzu kommt, dass beginnend nach 15 Monaten, Schuldzinsen auf die Steuerschuld in Höhe von 0,5 pro Monat, 6 % pro Jahr zu zahlen sind.

Kontosperrung, Verfahrensgebühren und Zwangsvollstreckung

Eine besondere Kalamität entsteht für den Steuerzahler dann, wenn er weder seine Schuld zahlt noch sich mit dem Finanzamt in Verbindung setzt.

Totstellen bringt nichts, denn das Finanzamt wird die Forderung inklusive Kontosperrung und Verfahrensgebühren per Zwangsvollstreckung einziehen.

Was tun bei Zahlungsschwierigkeiten?

Deshalb ist es bei momentanen Zahlungsschwierigkeiten empfehlenswert, sich mit dem Finanzamt rechtzeitig ins Benehmen zu setzen.

Hier kann der Steuerbürger, so der Finanzbeamte einverstanden ist, eine Steuerstundung beantragen oder wenigstens die Aussetzung des Vollzugs.

Die Stundung (Ratenzahlung) muss vom Finanzamt geprüft werden. Die dafür erforderlichen Voraussetzungen sind einheitlich geregelt.

Sie wird dann gewährt, wenn der Steuerbürger sowohl stundungswürdig als stundungsbedürftig ist und die Zahlung der eigentlichen Forderung durch diese Stundung nicht gefährdet ist.

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