Microjobs sind kleine Arbeiten, wie es schon die englischen Vokabeln verraten, aus denen sich der Begriff zusammensetzt.

Insbesondere Schüler sowie Studenten sollen sich mit diesen ein gutes Nebeneinkommen erarbeiten können, versprechen die Auftraggeber. Die Arbeit geschehe bequem mittels Smartphones oder Tablets immer dann und dort, wo es der Microjobber wünsche.

Doch was darf man sich genau unter dem Konzept vorstellen und was ist für Interessenten besonders zu beachten?

Das Konzept eines Microjobs

Die Idee der Microjobs stammt aus dem angelsächsischen Raum. Sie basiert auf dem Konzept des Crowdsourcings. Eine bestimmte Aufgabe wird an eine Menge von Leuten übertragen. Microjobs brechen diese dabei auf und verteilen sie in Häppchen an die einzelnen Teilnehmer der Menschenmenge.

Das Ganze klingt abstrakter als es eigentlich ist, wie ein einfaches Beispiel zeigt: Füllt nur eine Person eine Umfrage aus, ist der Mehrwert der Informationen stark begrenzt. Dieser steigt, je mehr Menschen sich beteiligen.

Dabei gilt jedoch, dass es keinen Vorteil bringt, wenn eine Person eine Umfrage mehrfach ausfüllt. Also muss diese an möglichst zahlreiche Interessenten gegeben werden.

Kennzeichen von Microjobs sind also:

  • Mehrere Personen arbeiten an einem Projekt.
  • Der zeitliche Rahmen für einen Job ist gering.
  • Der Arbeitsaufwand pro Job ist ebenfalls überschaubar und verlangt fast nie Expertenwissen.
  • Wir stellen Ihnen einige Plattformen vor, auf denen Sie an Umfragen teilnehmen können.

Beispiele für Microjobs

Nicht nur Umfragen sind beliebte Aufgaben für einen Microjob. Folgende Arbeiten sind ebenfalls gefragt:

  • Transkripte von Audio-Dateien oder Videos
  • Korrekturlesen von Texten
  • Beschreibungen von Bildern, Videos, etc. anfertigen
  • Fotos machen
  • ortsbezogene Aufträge machen wie z.B. das Erfassen von Öffnungszeiten bestimmter Geschäfte
  • Berichte über den Besuch bestimmter Webseiten verfassen

Diese Liste ließe sich noch beträchtlich fortsetzen. Letztlich gilt, dass eigentlich jede Aufgabe als Microjob geeignet ist, solange sie den oben genannten Kriterien entspricht.

Die Entlohnung von Microjobs

Die meisten Apps arbeiten mit einem Punktesystem. Für eine erledigte Aufgabe erhält der Microjobber beispielsweise 20 Zähler. Wurden genügend Punkte gesammelt, lassen sich diese auszahlen. Teilweise überweisen die Auftraggeber Geld. Andere geben Gutscheine für Portale wie Amazon. Und wieder andere bieten bestimmte Sachprämien an. Der letzte Fall ist allerdings selten geworden.

Steuerliche Regelungen für Microjobs

Microjobber sind gewerblich tätig. Entsprechend müssen sie ihr Einkünfte versteuern, wenn ihre Verdienste über dem Jahresfreibetrag von 9.408 Euro liegen. Wer nur über die Jobs Einnahmen hat, muss also etwa 750 Euro monatlich überschreiten. Wer zusätzlich andere Einkünfte hat, muss die Einnahmen (z.B. Gehalt und Microjob) addieren. In der Summe kann dann schnell eine Steuerpflicht entstehen.

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Quellen und Einzelnachweise

Seibel, Nicolas: Digitalisierung und atypische Beschäftigungsverhältnisse »

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