Studiengebühren in der Steuererklärung

Die wichtigsten Fakten

  • In einigen Bundesländern gibt es Studiengebühren, welche die Studierenden mit bis zu 500 Euro pro Semester und damit bis zu 1000 Euro pro Jahr belasten.
  • Einen Teil des Geldes können sich die Betroffenen über die Steuererklärung zurückholen.
  • Allerdings ist die Gruppe weit kleiner als häufig angenommen. Über die Familie gibt es aber einen eleganten Ausweg.

Wie werden Studiengebühren in der Steuererklärung vermerkt?

Die Gebühren für ein Erststudium betrachtet die Politik als Kosten der privaten Lebensführung. Sie dürfen deshalb als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung vermerkt werden. Diesbezüglich dürfen zwar bis zu 6000 Euro pro Jahr abgezogen werden, allerdings nur konkret in dem Jahr.

Es gibt eine Ausnahme: Handelt es sich um Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung, so sind die entsprechenden Aufwendungen vorgezogene Werbungskosten, die im vollen Umfang abgesetzt werden dürfen.

Generell gilt die Sonderausgaben-Regelung juristisch als ausgesprochen wacklig und wurde sogar einmal höchstrichterlich gekippt, was zu einer raschen Gesetzesänderung führte.

Hier zeichnet sich allerdings erneut ein Urteil ab, das auch die Gesetzesnovelle kassieren dürfte. Es lohnt sich, auf dem Laufenden zu bleiben.

Wie können Eltern Studiengebühren in der Steuererklärung vermerken?

Grundsätzlich ist es für Studierende vorteilhafter, wenn sie ihre Eltern die Gebühren zahlen lassen und diesen das Geld zurückbezahlen und es sich nicht bei einer Bank leihen.

Eltern dürfen Ausbildungskosten für ihre Kinder, so diese nicht mehr Zuhause leben und volljährig sind, bis zu einer Höhe von 924 Euro jährlich in der Einkommensteuererklärung geltend machen.

Die Gebühren würden durch diese Summe komplett abgedeckt. Finanziell ist dies für eine Familie die vorteilhafteste Variante, mit den entsprechenden Kosten umzugehen.

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