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belegt hast.

Studienkosten Erstattung
Wie kann ich starten?

Für eine erste Prüfung Deiner Steuersituation gib bitte Deine Kosten in den folgenden Rechner ein und Du bekommst umgehend eine ungefähre Summe der zu erwartenden Erstattung.

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Unsere Steuerberater erstellen Deine nächste Steuererklärung für Dich und setzen die Studienkosten, nach einer ausführlichen Prüfung und Beratung, von der Steuer ab.

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Ganz einfach, wir gehen für Dich in Vorleistung und verrechnen die Kosten später mit Deiner Steuererstattung. Die Kosten für die Steuererklärung werden regulär und transparent nach der Steuerberatervergütungsordnung (StBVV) abgerechnet.

Wie kann ich starten?

Ja, eine Steuererklärung kann grundsätzlich jeder erstellen. Aber hier handelt es sich um einen Sonderfall, der einzeln geprüft wird und bei dem mit Rückfragen des Finanzamts zu rechnen ist. Es erfordert ein solides Steuerfachwissen und einiges an Arbeitszeit.

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Die wichtigsten Fakten

  • Mit dem Verlustvortrag werden die Verluste eines Steuerjahres für die Folgejahre angerechnet.
  • Studenten können ihre Studienkosten beim Finanzamt als Verluste geltend machen.
  • Einmal gemeldet, kann der Verlustvortrag nicht verfallen.
  • Auch für Selbstständige oder Gewerbetreibende ist der Verlustvortrag ein wichtiges Steuermittel.
  • Für den normalen Steuerzahler ist der Verlustvortrag nur in Bezug auf Wertpapiergeschäften/Kapitalanlagen relevant.

Was ist ein Verlustvortrag und weitere wichtige Fragen

  • Der Verlustvortrag ist eine steuerrechtliche Möglichkeit, angefallene Verluste in der Steuererklärung zu berücksichtigen und somit den Verlust durch eine Steuerersparnis abzumildern.

Steuerrechtlich ist ein Verlust der Betrag, der die Summe der Einkünfte übersteigt. Also: der negative Gewinn. Normalerweise hat er eine direkt mindernde Wirkung der Steuer, denn eigentlich ist nur der positive Gewinn zu versteuern.

Sollte es passieren, dass die Verluste nicht direkt steuerlich geltend gemacht werden können, besteht die Möglichkeit, diese mittels Verlustvortrag für die Zukunft über die Steuererklärung durch das Finanzamt anrechnen zu lassen.

Mittels Steuererklärung. Dazu muss das Feld 'Erklärung zur Feststellung des Verlustvortrags' ausgewählt sein.

Das Finanzamt vermerkt den entsprechenden Verlust und stellt einen Bescheid über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags aus.

  • Ohne diesen Bescheid ist ein Verlustvortrag nicht möglich. Dieser ist zudem nur dann möglich, wenn in Zukunft wieder Gewinne zu erwarten sind - die Summe der Einkünfte also den Wert der Ausgaben übersteigt.

Der Verlustvortrag bietet folgende Möglichkeiten:

  • Verlust aus dem Steuerjahr wird mit künftigen Gewinnen gegengerechnet (Verlust darf nicht bereits zu einem Steuervorteil geführt haben)
  • Verluste bis zu einer Million Euro (zwei Million Euro Ehegatten) zu 100 Prozent vortragbar
  • Restbetrag bis zu 60 Prozent vortragbar
  • Rückwirkender Verlustvortrag ist bis zu vier Jahre möglich
  • Einkünfte unter Grundfreibetrag setzen den Vortrag nicht aus. D.h., man benötigt dafür kein regelmäßiges Einkommen.

Die Verluste führen im folgenden Jahr oder in den Folgejahren direkt zu einer steuerlichen Begünstigung. Sie werden gegenüber den Sonderausgaben sowie den außergewöhnlichen Belastungen vorrangig behandelt. Der Verlustvortrag mindert das zu versteuernde Einkommen, das über die Steuererklärung ermittelt wird.

Dies bedeutet, die Verluste mindern die Einkünfte direkt. Abgezogen werden können Verluste von einer Million Euro zu 100 Prozent. Weitere 60 Prozent des Restbetrags können ebenfalls geltend gemacht werden. Bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren erhöht sich der entsprechende Betrag auf zwei Millionen Euro.

Reichen die positiven Einkünfte nicht aus, um die Verluste auszugleichen, wird die verbleibende Summe für das kommende Jahr aufgespart. Das Finanzamt führt die entsprechenden Berechnungen automatisch durch.

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Verlustvortrag Student

Verlustvortrag Student

Auch Studenten können vom Verlustvortrag profitieren, obwohl sie in der Regel kein jährliches Einkommen haben, das den Grundfreibetrag übersteigt. Dennoch können sie den Verlustvortrag geltend machen, indem sie regelmäßig eine freiwillige Steuererklärung abgeben. Dies gilt für alle Studenten, die ein Zweitstudium absolvieren. Als Zweitstudium gelten ein Bachelorstudiengang mit vorangegangener Ausbildung, ein zweites Bachelorstudium oder ein Masterstudium. Auch eine zweite Ausbildung ist anrechenbar.

Die jeweils anfallenden Kosten können als Werbungkosten in der Steuererklärung angegeben werden.
Diese Kosten können Studenten als Werbungskosten geltend machen (Beispiele):

  • Auslandssemester
  • Studiengebühren
  • Semesterticket
  • Fachbücher
  • Fahrtkosten zur Uni
  • Druck- und Kopierkosten

Das Finanzamt merkt sich ab der ersten Meldung den Verlustvortrag bis zur ersten regulären Einkommensteuererklärung vor, in der das Einkommen die Verluste übersteigt. Wer dann Arbeitnehmer ist, erhält seine Studienkosten in Form einer Steuerrückstattung zurück. Wer zu diesem Zeitpunkt selbstständig ist, der erfährt durch die Anrechnung der Studienkosten eine Minderung seiner zu zahlenden Steuern.

  • Kosten für das Erststudium werden nach derzeit gültiger Rechtssprechung (noch) als Sonderausgaben angesehen, weshalb sie nicht für die Verlustvortrags-Regelung infrage kommen. Allerdings besteht Grund zur Hoffnung: Es gibt es beim Bundesfinanzhof (BFH) ein anhängiges Verfahren mit dem Aktenzeichen 2 BvL 22–27/14. Hier geht es darum, dass vom BFH die Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitstudium als ungerecht angesehen wird. Das Finanzamt friert jede Steuererklärung, die sich auf diese Verfahren bezieht, solange ein, bis ein rechtkräftiges Urteil vorliegt. Dann wird die Steuererklärung nochmals geprüft. Kosten für ein Zweitstudium können jedoch als Werbungskosten abgesetzt werden. Mehr Tipps

Im Einkommensteuergesetz (§9, letzter Abschnitt (6)) ist genau definiert, was als Erststudium zu verstehen ist. Beispielsweise muss die erste Ausbildung mindestens ein Jahr dauern, in Vollzeit absolviert und mit einer Prüfung abgeschlossen werden.

Verlustvortrag Studium - Ein Beispiel

Im Jahr 2017 hast du dein Studium abgeschlossen. Durch Studiengebühren und Ausgaben für Fachliteratur machst du Verluste, d.h.: deine Ausgaben übersteigen deine Einnahmen. Im folgenden Jahr wirst du deinen ersten Job beginnen. Für die Steuererklärung 2017 gilt damit: Du kannst die Studienkosten aus dem Jahr als Verlustvortrag eintragen. Bei der nächsten Steuererklärung zieht das Finanzamt den vorgemerkten Verlust für 2017 und alle bis dahin vorgemerkten Verluste von deinen Einkünften ab.

Einmal in Zahlen: Angenommen, du hast ein Jahreseinkommen von 40.000 Euro. In den Jahren deines Studiums haben sich 15.000 Euro absetzbare Studienkosten angesammelt, die nun automatisch bei deiner ersten Steuererklärung von deinem Jahreseinkommen abgezogen werden. Allerdings wird die Lohnsteuer auf das Jahreseinkommen von 40.000 Euro monatlich automatisch vom Arbeitgeber einbehalten. Durch den Verlustvortrag werden nun jedoch nicht mehr 40.000 Euro, sondern 25.000 Euro steuerlich veranschlagt. Du musst also wesentlich weniger Steuern zahlen und erhälst deshalb eine Steuerrückerstattung, weil du zu viel Lohnsteuer gezahlt hast.

  • Einen Verlustvortrag kann man bis zu sieben Jahre rückwirkend geltend machen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man noch keinen rechtskräftigen Steuerbescheid für das Jahr erhalten hat, für das man den Verlustvortrag eintragen will.

Häufig gestellte Fragen zum Verlustvortrag

Ja. Möchte man einen Verlustvortrag durchführen, muss beim zuständigen Finanzamt eine Steuererklärung abgegeben werden.

Dies ist auch dann der Fall, wenn man eigentlich nicht dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung zu machen. Es genügt in diesem Fall, im Mantelbogen anzukreuzen, dass ein Verlustvortrag durchgeführt wird und diesen beizulegen.

Ansonsten müssen nur die persönlichen Daten eingetragen werden. Die Erklärung ist also der Antrag auf den notwendigen Bescheid.

Nur so kann der Verlustvortrag und somit die Anrechnung des Verlustes für die Folgejahre erfolgen!

Hat man im Vorjahr Gewinne gemacht, so ist es möglich, diese mit den Verlusten des laufenden Jahres zu verrechnen.

Gleichen sich Gewinne und Verluste in der Höhe aus, führt dies zu einer Nullmeldung des Verlustes für das laufende Jahr.

Allerdings erhält man in diesem Fall dennoch eine Steuerrückzahlung, weil man die Gewinne im Vorjahr versteuern musste.

Die Pflicht zur Versteuerung entfällt jedoch über die Verrechnung mit den Verlusten. Es handelt sich also um einen rückwirkenden Verlustvortrag über die Steuererklärung.

Es gibt auch die Variante eines rückwirkenden Verlustvortrags, dem sogenannten Verlustrücktrag. Ein Beispiel: Man hat vor zwei Jahren einen Verlust gemacht. Im letzten Jahr überstiegen die Einkünfte allerdings wieder die Ausgaben. Auf diese Weise kann man den Verlust von vor zwei Jahren rückwirkend als Verlustvortrag auf den Gewinn aus dem letzten Jahr anrechnen lassen.

Dies gilt auch dann, wenn bereits ein gültiger Steuerbescheid zugestellt worden sein sollte.

  • Ein solcher Verlustrücktrag ist für die letzten vier Jahre möglich.

Hatte man in dem Jahr des Verlustes jedoch keine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben, hat man sogar sieben Jahre Zeit.

Nach dem Jahr, in dem man den Verlust gemacht und einen wirksamen Bescheid für einen entsprechenden Vortrag erhalten hat, wird der Verlust in jedem Jahr gegen die Einkünfte gerechnet, solange bis sie zur Höhe von einer Million Euro abgegolten sind.

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich die Einkünfte unterhalb des Grundfreibetrags bewegen. Die Einkünfte werden gemäß den Möglichkeiten des Verlustvortrages auf Null gesenkt.

Verlustvortrag

Einzelnachweise


  1. Bundesfinanzministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG) §10 
  2. Bundesfinanzministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Einkommensteuergesetz (EStG) §9
  3. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 13.1.2015, Aktenzeichen IX R 22/14: Verlustvortrag sieben Jahre rückwirkend eintragen lassen