Für den Gemeinschafts- und Gesundheitsdienst Blutspende wird in den allermeisten Fällen eine Aufwandsentschädigung gewährt, die je nach Institution und Art der Blutspende variiert.

Neben normalem Vollblut können Blutplasma, Thrombozyten und Erythrozyten gespendet werden, die bei erhöhtem Aufwand auch mit einer erhöhten Aufwandsentschädigung beglichen werden. Dementsprechend eignet sich die regelmäßige Blutspende nicht nur dazu, etwas Gutes zu tun, sondern auch zum Aufbau eines lukrativen Nebenverdienstes.

Geld verdienen durch Blut spenden

Ein erhöhter Anreise-Aufwand zu Pharma-Unternehmen, Krankenhäusern, Universitätskliniken kann sich in einem Entgelt von 30 bis 40 Euro ausdrücken, während die Blutspende im nahen Blutspendemobil in der Regel mit 20 bis 25 Euro belohnt wird.

Einige Blutspendedienste zahlen die Aufwandsentschädigung nicht in Form von Geld, sondern mit Gutscheinen, die bei einer Reihe verschiedener Anbieter eingelöst werden können.

Verdienstrechner Blutspende

Warum ist Blutspenden so wichtig?

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung werden in deutschen Kliniken jeden Tag 15.000 Blutspenden verbraucht, die dabei helfen, schwer verletzte oder chronisch kranke Patienten zu heilen.

In den Jahren vor der Corona-Pandemie hat sich eine "Einzelkämpfer-Mentalität" vetbreitet, die den Blutkonservendiensten immer weniger Nachschub an Blutspenden brachte: 2019 spendeten nur noch zwei bis drei Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut, vor allem bei jüngeren Menschen war eine Abnahme der Spendenbereitschaft zu beobachten.

In den Sommer- und Ferienmonaten kam es bereits regelmäßig zu Engpässen in der Blutversorgung, obwohl die Kliniken so sparsam wie möglich mit den Blutspenden umgehen. Der demographische Wandel und bessere Behandlungen, bei denen mehr Blutspenden verbraucht werden, verknappen den Bestand zusätzlich.

Die Corona-Pandemie hat ein tiefes Loch in die Versorgung gerissen, weil regelmäßige Blutspender wegen Kinderbetreuung, Quarantäne oder Heimarbeit ausfielen. Aus den gleichen Gründen kamen weniger neue Blutspender dazu; mitunter soll auch Angst vor einer Infektion mit Coronaviren eine Rolle spielen, obwohl nicht bekannt ist, dass diese durch Blut übertragen werden können.

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Wer darf Blut spenden?

In Deutschland können grundsätzlich Menschen zwischen 18 und 65 Jahren Blut spenden und dabei Geld verdienen, die sich wohlfühlen und nicht akut an Krankheiten leiden, deren Erreger durch Blut übertragbar sind.

Eine Reihe von Menschen werden jedoch von der Blutspende ausgeschlossen, aus medizinischen Gründen oder weil die Erforschungen des Blutspendens in der entsprechenden Lebenssituation noch nicht abgeschlossen ist:

  • Menschen mit einem Gewicht unter 50 Kilogramm
  • Schwangere Frauen
  • Menschen mit Mangel an dem fürs Blut wichtigen Mineralstoffs Eisen
  • Menschen mit frischen Piercings und Tattoos (jünger als 6 Monate)
  • Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko (Drogensüchtige, Prostituierte, homosexuelle Männer)
  • Menschen mit bestimmten Krankheiten (bei etlichen chronischen Erkrankungen kann jedoch gespendet werden)
  • Es gibt Medikamente, deren Einnahme zum Ausschluss von der Blutspende führt, und weitere seltene Gründe, die der Arzt vor Ort abfragt. 12 Stunden vor der Blutspende darf kein Alkohol getrunken werden, vier Wochen vor der Spende sollte jeglicher Drogenkonsum vermieden werden.

Wie oft kann man Blut spenden?

Während die Höhe der Aufwandsentschädigung in der Regel gut mit den Stundenlöhnen mithalten kann, die Unternehmen für Nebenjobs zahlen, ist die Blutspendemenge und Häufigkeit begrenzt.

Bei einer Vollblutspende werden Männern mindestens acht Wochen Erholung/Blutbildung zwischen zwei Spenden empfohlen, Frauen sollten nicht öfter als alle zwölf Wochen Vollblut spenden.

Blutplasma und Thrombozyten können sehr viel häufiger gespendet werden, da hier lediglich Plasma und Blutplättchen aus dem Blut herausgefiltert werden, das dem gering belasteten Körper anschließend zurückgegeben wird.

  • Mit geschickter Kombination der Varianten lässt sich mit diesen Diensten durchaus ein kleines monatliches Nebeneinkommen bis in dreistellige Bereiche erzielen, mit dem der Spender ehrenvoll zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung beiträgt.

Warum ist eine Blutspende für Spender unabhängig vom Geld verdienen vorteilhaft?

Vor jeder Blutspende wird durch medizinische Untersuchung sichergestellt, dass der Spender gesund ist - in einem gründlichen Gesundheitscheck, wie ihn auch der Hausarzt durchführt, wegen perfekter Organisation aber ohne lange Wartezeiten.

Natürlich gehen nur Menschen zum Blut spenden, die ihren körperlichen Zustand für befriedigend bzw. normal halten, vernachlässigte "Nebensächlichkeiten" wie z. B. eine schlechte Eisen-Versorgung wurden aber schon häufig bei der Untersuchung vor dem Blut spenden entdeckt.

Inzwischen ist durch mehrere Studien nachgewiesen, dass Menschen mit hohem Blutdruck von regelmäßigem Blut spenden profitieren. Zwei dieser Studien wurden an der Berliner Charité unter der Leitung des bekannten Prof. Andreas Michalsen durchgeführt und konnten eine Blutdrucksenkung um zweistellige Werte nachweisen.

Regelmäßige Blutspender erhalten außerdem Informationen zu einer rundum ausgewogenen, eisenhaltigen Ernährung und immer die neuesten Tipps zur Regeneration des wertvollen Elixiers (zur Vorbereitung auf die nächste Blutspende).

Einzelnachweise & Quellen


  1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Einfach Leben retten! Spende Blut! Kompaktinfos zur Blutspende
  2. Charité - Universitätsmedizin Berlin: Der Einfluss von Blutspenden auf den Blutdruck

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