Steuerklasse für Selbstständige

Steuern zahlen als Selbstständiger

Welche Lohnsteuerklasse als Selbständiger?

Viele Personen, die eine selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit aufnehmen möchte, fragen sich völlig zu Recht, welche Auswirkungen diese Tätigkeit auf ihre steuerlichen Belange haben wird.

Dies gilt unabhängig davon, ob sie ledig, verheiratet, geschieden oder verwitwet sind.

Verheiratete Selbstständige

Selbstständige Frauen und Männer, die mit einem nichtselbstständigen Partner verheiratet sind, sollten immer die richtige Steuerklassenkombination wählen.

Dabei wäre es jedoch wichtig zu wissen, dass die Steuerklassen nur für Arbeitnehmer und keinesfalls für Selbstständige oder Freiberufler gelten.

Letzere unterliegen der Einkommenssteuer, die vom Finanzamt individuell festgelegt wird und in den allermeisten Fällen vierteljährlich im Voraus zu zahlen
ist.

Am Ende des Jahres muss eine Steuererklärung abgegeben werden, anhand derer sowohl die tatsächliche Steuerschuld für das vergangene Jahr als auch die Steuervorauszahlung für das kommende Jahr berechnet wird.

Für den nichtselbstständigen Ehepartner wäre es in der Regel von Vorteil, die Steuerklasse 3 zu wählen. Dies hat verschiedene Gründe. In erster Linie dürfte dabei eine Rolle spielen, dass die Jahresfreibeträge in dieser Steuerklasse sehr hoch sind.

Aus diesem Grunde bleibt in der Steuerklasse 3 erheblich mehr Netto vom Brutto übrig, als dies in allen anderen Steuerklassen der Fall wäre.

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Nur in bestimmten Ausnahmefällen empfiehlt es sich, auf die Steuerklasse 4 auszuweichen. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn beide Ehepartner etwa gleich viel verdienen oder wenn der selbstständige Ehepartner deutlich mehr als der angestellte Ehepartner verdient.

Alleinstehende Selbstständige

Wer ledig, geschieden oder verwitwet ist und eine hauptberufliche selbstständige Tätigkeit ausübt, hat grundsätzlich keine Wahl, in welchem Umfang er steuerlich veranlagt werden möchte.

Im Gegensatz zu einem alleinstehenden Arbeitnehmer, der fast immer in die Steuerklasse 1 eingeordnet wird, ist für ihn nur die Einkommenssteuer bindend.

Ihre Höhe richtet sich sowohl nach der Höhe der erzielten Bruttoverdienste als auch nach der Höhe der im Laufe des Kalenderjahres getätigten Investitionen.

Angestellte und selbstständige Tätigkeit

Gar nicht so selten kommt es vor, dass eine angestellte und eine selbstständige Tätigkeit parallel ausgeübt werden. Selbst wenn dies nur vorübergehend geschieht, sind hier verschiedene steuerliche Besonderheiten zu beachten.

Selbstständige und freiberuflich tätige Personen, die im Nebenjob angestellt arbeiten, benötigen eine Lohnsteuerkarte. Dabei haben sie jedoch den großen Vorteil, dass sie steuerlich so behandelt werden, als wenn der Nebenjob ihr Hauptjob wäre.

Dies ist ein ganz wesentlicher Unterschied zu einem Arbeitnehmer, der nebenher einen Zweitjob ausübt. Hier würde für den Zweitjob die Steuerklasse 6 gelten, was bei einem Selbstständigen oder Freiberufler keineswegs der Fall wäre.

Erst wenn sich ein Selbstständiger dazu entschließt, mehrere Nebenjobs gleichzeitig auszuüben, würde er in dem zweiten und jedem weiteren Job in die Steuerklasse 6 eingeordnet.

Arbeitnehmer mit einer selbstständigen und/oder freiberuflichen Nebentätigkeit benötigen keine zweite Lohnsteuerkarte, sondern müssen für ihre Nebentätigkeit Einkommenssteuer zahlen. Hierfür gelten die gleichen Bedingungen wie bei einer haupfberuflichen Selbstständigkeit.

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