Beruf Sonderpädagoge/ Sonderpädagogin
Monatliches Bruttogehalt 2.700,00€
Jährliches Bruttogehalt 32.400,00€

Was macht ein Sonderpädagoge?

Die Betreuung seelisch, geistig oder körperlich eingeschränkter Menschen muss von Personen übernommen werden, die eigens dafür ausgebildet sind und sich mit den speziellen Anforderungen der von ihnen betreuten Menschen auskennen. Um Betroffene adäquat zu versorgen, wurde der Beruf des Sonderpädagogen geschaffen.

Der Sonderpädagoge ist eine spezielle Form des Pädagogen, bei dessen Ausbildung die Bedürfnisse der behinderten Menschen im Mittelpunkt stehen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind Menschen mit seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen. In diesem Rahmen übernimmt er allgemeine betreuende, erzieherische und pflegerische Tätigkeiten.

Darüber hinaus ist der Sonderpädagoge mit Aufgaben betraut, welche auf bestimmte Behinderungen speziell zugeschnitten sind. Dazu gehören etwa Seh-, Hör- oder Sprach- bzw. Verhaltensstörungen sowie Körperbehinderungen. Durch diese Aufgaben erhalten die Betroffenen eine besondere Förderung.

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Eckdaten der Berufsausbildung zum Sonderpädagogen

Die Ausbildung als Sonderpädagoge erfolgt als Weiterbildung, nachdem man eine Ausbildung zum Erzieher bzw. eine sozialpädagogische oder sozialpflegerische Ausbildung absolviert hat. Es ist aber auch ein Bachelor-Studium mit einem entsprechenden Abschluss möglich. Der Werdegang bis hin zum Sonderpädagogen umfasst maximal drei Jahre (wenn die Ausbildung in Teilzeit erfolgt). Die Stationen der Berufsausbildung bis zum Abschluss sind durch landesrechtliche Vorgaben geregelt.

Normalerweise findet die Ausbildung an folgenden Einrichtungen statt:

  • Universitäten
  • Fachakademien
  • Fachschulen

Als wichtigste Tätigkeitsbereiche werden verschiedene Aufgaben in Einrichtungen genannt, die sich um geistig, seelisch oder körperlich behinderte Menschen kümmern. Prinzipiell sind folgende Bereiche möglich:

  • Heilpädagogik
  • Rehabilitation
  • Lehramt

Neben diesen eher als Oberbegriffe zu verstehenden Tätigkeitsbereichen kann sich ein Sonderpädagoge im Rahmen seiner Tätigkeit mit den folgenden Aufgaben befassen:

  • emotionale und soziale Entwicklung
  • geistige Entwicklung
  • das Näherbringen von Lernmethoden
  • körperliche und motorische Entwicklung

Bezüglich der möglichen Arbeitsorte als Sonderpädagoge wurden bereits Einrichtungen genannt, die sich auf die Betreuung und Versorgung von Menschen spezialisiert haben, die unter seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen leiden und besondere Hilfestellungen benötigen. Ein Sonderpädagoge hat also verschiedene Möglichkeiten, in welchen Einrichtungen er eine Beschäftigung aufnimmt. Meist wird er eine Arbeitsstelle in sonderpädagogischen Tagesstätten, in Schulen, Heimen oder auch Beratungsstellen finden. Aber auch ein Einsatz bei einem ambulanten sozialen Dienst ist möglich, etwa, bei einem mobilen Pflegedienst.

Welches Gehalt erhält der Sonderpädagoge in der Ausbildung?

Da die Ausbildung als Sonderpädagoge eine Form der Weiterbildung ist, erhält man in der Regel während der Ausbildung kein Gehalt in Form einer eigenen Ausbildungsvergütung, sondern sein normales Gehalt in dem Beruf, den man gerade ausübt, etwa als Lehrer. Wer ein entsprechendes Studium absolviert, muss hingegen noch Kosten in Form von Studiengebühren einplanen.

Wie hoch ist das Gehalt, das der Sonderpädagoge im Beruf erhält?

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Bei einem Sonderpädagogen, der seinen Abschluss erfolgreich erlangt hat und der beispielsweise an einer Sonder- oder Förderschule tätig ist, bewegt sich das Gehalt zwischen 3.000 und 3.400 Euro monatlich, abhängig von Steuerklasse und Bundesland. Die Bezahlung im öffentlichen Dienst erfolgt gemäß TV-L mit einem abgestuften Gehalt. Als höchstes Gehalt sind bis zu 5.500 Euro monatlich (als Leiter einer Sonderschule) durchaus realistisch. Diese Gehaltsangaben sind als Brutto-Beträge zu verstehen.

Mögliche Weiterbildungen und Gehaltsaussichten als Sonderpädagoge

Wer als Sonderpädagoge arbeitet und sein Gehalt bezieht, der ist mit immer neuen Erkenntnissen und Methoden in seinem Tätigkeitsbereich konfrontiert. Daher ist es sinnvoll, dass er regelmäßig Weiterbildungen absolviert, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Verschiedene Institutionen bieten entsprechende Fortbildungen an, beispielsweise zu den Themen:

  • Intelligenzdiagnostik bei Kindern
  • Lernen sichtbar machen
  • Konfliktkompetenz für Lehrkräfte
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Traumapädagogik

Durch solche Weiterbildungen erweitert der Sonderpädagoge nicht nur seine Fachkenntnisse, sondern gleichzeitig die für ihn möglichen Einsatzfelder. So schafft er gleichzeitig die Voraussetzungen für ein höheres Gehalt und kann sich beispielsweise als Kandidat für die Leitungsposition einer Sonder- oder Förderschule in Position bringen.

  • Im Bereich des öffentlichen Dienstes kommt der Sonderpädagoge ohnehin in regelmäßigen Zeitabständen in den Genuss eines höheren Gehalts, da er automatisch in der Einstufung aufsteigt. Mit einem erfolgreich absolvierten Studium in Sonderpädagogik bzw. Lehramt steigen die Verdienstchancen zusätzlich an.

Quelle

Pülschen, Simone: Akzeptanz und Commitment in der inklusiven Lehrerausbildung »
Walter, Paul: Schulische Integration Behinderter »

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.