Erzieher / Erzieherin - Die wichtigsten Fakten

Erzieher und Erzieherinnen sind pädagogische Fachkräfte, die vor allem in der vorschulischen Erziehung, der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig sind.

Da über 90 % dieses Berufszweigs Frauen sind, wird in der Regel die weibliche Form 'Erzieherin' verwendet. Erzieherinnen betreuen und fördern nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene.

Gehalt Erzieherin

Brutto Gehalt als Erzieherin/ Erzieher

BerufMonatliches BruttogehaltJährliches Bruttogehalt
Erzieher/ Erzieherin2.350,91€28.210,92€

Alle Details

Das Gehalt der Erzieherin in der Ausbildung

Kein Gehalt als Erzieherin in der schulischen Ausbildung

Erzieher und Erzieherinnen werden an schulischen Einrichtungen (Fachschulen, Fachakademien, Berufsfachschulen und Berufskollegs) ausgebildet. Voraussetzung dafür ist in der Regel ein mittlerer Schulabschluss wie ein Realschulabschluss oder die mittlere Reife.

Während der Ausbildungszeit, die in der Regel drei Jahre umfasst, erhält man keine Vergütung.

Nach der schulischen Ausbildung folgt ein einjähriges Praktikum, um die staatliche Anerkennung als Erzieherin zu erlangen. In allen kommunalen sowie tariflich gebundenen Einrichtungen ist die Vergütung in dieser Zeit festgelegt und beläuft sich auf rund 1.300 Euro monatlich.

Betriebliche Ausbildung - Gehalt schon zu Beginn

Die Betriebsausbildung wird im Gegensatz zur schulischen Ausbildungsvariante mit einem Gehalt entlohnt. Dieses Einkommen liegt durchschnittlich zwischen 700 EUR und 950 EUR.

Einkommen für Erzieher während der betrieblichen Ausbildung:

  • 1. Ausbildungsjahr: 750 EUR bis zu 830 EUR
  • 2. Ausbildungsjahr: 750 EUR bis zu 900 EUR
  • 3. Ausbildungsjahr: bis zu 950 EUR
  • 4. Ausbildungsjahr: ca. 1.300 EUR (Praktikum)

Der genaue Verdienst richtet sich je nach Ausbildungsbetrieb und Wohnort (Bundesland).

Gehalt als Erzieherin im Beruf

Was eine Erzieherin nach der Ausbildung verdient, ist ebenfalls im Tarifvertrag geregelt.

Generell wird ihr Gehalt nach der Entgeltgruppe 6 bemessen und beläuft sich zwischen 1900 bis 3000 Euro brutto monatlich.

Den Spitzenverdienst von 3000 Euro kann man sowohl durch Arbeitsjahre/Arbeitserfahrung als auch durch Zusatzqualifikationen erreichen.

  • Einige Einrichtungen, etwa private Kitas, vereinbaren allerdings eine Vergütung frei von tariflichen Regelungen. Das heißt: Der Bruttoverdienst kann auch unter dem tariflich festgeschriebenen Einkommen liegen.

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GEHALTSCHECK

Erzieherin - Eckdaten der Berufsausbildung

Als Erzieherin kümmert man sich den Tag über um Kinder, beschäftigt und fördert sie und gibt ihnen wichtige Werte mit auf den Weg. Damit prägt man diese Kinder entscheidend und bereitet sie auf ihr späteres Leben vor.

Solch ein verantwortungsbewusster Job muss erst einmal gelernt werden. Dafür gibt es eine entsprechende Ausbildung, hier wird alles vermittelt, was man für diese Tätigkeit wissen und können muss.

  • Dauer: 3 Jahre + 1 Jahr Praktikum (wenn schulisch)
  • auf 2 Arten möglich: rein schulisch oder dual
  • Einkommen: 700 EUR bis 950 EUR (wenn betrieblich)
  • 4. Jahr ist Praktikum, Verdienst von bis zu 1.300 EUR

Als Arbeitsorte kommen für Erzieherinnen vor allem

  • Kindergärten, Kinderkrippen und Kinderhorte
  • Kinderheime, Jugendwohnheime und Erziehungsheime
  • Familienberatungs- und Suchberatungsstellen
  • sowie Tagesstätten und Wohnheime für Menschen mit Behinderung

in Betracht.

Die Weiterbildung für Erzieher

Im sozialen Bereich gibt es viele Wege, um sich weiterzubilden. Dabei muss man sich nicht immer gleich für eine langfristigen Weiterbildung entscheiden, auch ein kurzer Lehrgang kann schon einiges bewirken.

Grundsätzlich sind 3 Weiterbildungsformen möglich:
  1. Spezialisierung
  2. Ausbildung zur Ergotherapeutin
  3. Hochschulstudium

Die richtige Fortbildung muss dabei jeder für sich selbst finden. Wichtig hierfür ist zu wissen was man erreichen will: berufliche Kompetenz? Mehr Gehalt? Eine leitende oder verwaltende Position?

Erzieherin - Weiterbildungen im Überblick

Als wichtige Bezugspersonen prägt eine Erzieherin die ersten Lebensjahre des Nachwuchses entscheidend mit. Im Gehalt zahlt sich dies allerdings nicht unbedingt aus.

Im Gegenteil: Viele dieser pädagogischen Fachkräfte sind mit ihrem monatlichen Verdienst höchst unzufrieden. Wenn eine Vergütung frei von tariflichen Verhandlungen bezahlt wird, kann der Verdienst sogar unter dem tariflich festgeschriebenen Einkommen liegen.

Hierbei handelt es sich um separate Fortbildungen, die nur einen sehr kleinen Themenbereich umfassen. Als Beispiel wäre hier Theater- oder Musikpädagogik zu erwähnen.

  • Erzieher oder Erzieherinnen sind die einzigen, die nach erfolgreicher Ausbildung die Möglichkeit haben, die Ausbildung zum Ergotherapeuten bzw. zur Ergotherapeutin mit verkürzter Dauer abzuschließen.

Mit 2 Berufsabschlüssen verfügt man über eine außerordentliche Kompetenz, was sich dann auch beim Einkommen zeigt, welches um einiges höher ist als das von einer regulären Erzieherin.

Sofern die Hochschulreife vorhanden ist, könnte auch ein Studium als Weiterbildung in Frage kommen.
Gerade in Studienfächern wie Psychologie, Sonderpädagogik, soziale Arbeit oder Frühpädagogik sind oftmals ehemalige Erzieher unter den Teilnehmern, welche sich beruflich weiterentwickeln wollen.

Häufig gestellte Fragen zum Gehalt als Erzieherin

Entscheidend beim Gehalt als Erzieherin ist vor allem, bei welcher Art von Institution man beschäftigt ist.
In öffentlichen Einrichtungen werden generell die höchsten Löhne bezahlt, während bei Vereinen, Verbänden und Stiftungen mit den geringsten Verdiensten zu rechnen ist.

Die Durchschnittsgehälter der einzelnen Institutionen:

öffentliche Einrichtungenrund 2400 Euro brutto monatlich
Bildungswesen2200 Euro brutto monatlich
Vereine/Verbände/Stiftungen1960 Euro brutto monatlich

Deutliche Unterschiede im Gehalt von Erziehern und Erzieherinnen bestehen noch immer zwischen Ost- und Westdeutschland.

So hat eine Erzieherin in den neuen Bundesländern im Schnitt weniger auf ihrem Konto als ihre Kolleginnen in den alten Bundesländern. Aber auch zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es Unterschiede.

  • Das Durchschnittsgehalt aller Erzieherinnen in Deutschland beläuft sich auf rund 2200 Euro brutto im Monat.

 

Falls man nach der Ausbildung oder aber auch nach einigen Jahren im Beruf nach weiteren Aufgaben sucht oder mehr Verantwortung übernehmen möchte, kann man durch eine Fortbildung in der Regel genau das erreichen.

Denn den beruflichen Werdegang voranzutreiben hilft einer Erzieherin gleich in mehreren Hinsichten. Einmal ist es so möglich das eigene Gehalt zu steigern und auch in ein anderes Aufgabenfeld zu wechseln.

Durch die Teilnahme an Weiterbildungen lassen sich die Verdienstaussichten für Erzieher und Erzieherinnen steigern. Hier wird zwischen zwei Arten von Weiterbildungen unterschieden:

  • Spezialisierungsweiterbildungen
  • und Aufstiegsweiterbildungen.

Die Spezialisierungsweiterbildungen dienen dazu, die Kenntnisse an die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit anzupassen, während die Aufstiegsweiterbildungen für Tätigkeiten auf der Organisations- oder Führungsebene qualifizieren sollen.

Mögliche Inhalte von Spezialisierungsweiterbildungen für Erzieherinnen sind zum Beispiel:
  • Früh- und Vorschulpädagogik
  • Elternberatung und Elternarbeit
  • Jugendarbeit und Jugendhilfe
  • Sozialarbeit und Sozialpädagogik
  • Musikpädagogik
Mögliche Aufstiegsweiterbildungen für Erzieherinnen sind zum Beispiel:

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Die Top 5 der bestbezahlten BerufJahresgehalt
Orthopäde/ Orthopädin130.470,08 Euro
Chefarzt/ Chefärztin104.812,21 Euro
Plastischer Chirurg/ Plastische Chirurgin100.873,28 Euro
Oberarzt/ Oberärztin96.948,29 Euro
Kardiologe/ Kardiologin90.286,88 Euro

Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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