Auch im Zeitalter der Massenproduktion von Bekleidung hat der Beruf als Änderungsschneider bzw. Änderungsschneiderin echte Perspektiven. Die Einkommensmöglichkeiten liegen zu Beginn der Karriere im unteren Bereich. Mit Berufserfahrung und Weiterqualifikation ist ein durchaus ansehnliches Gehalt zu erzielen.

Brutto Gehalt als Änderungsschneider

Beruf Änderungsschneider/ Änderungsschneiderin
Monatliches Bruttogehalt 2.024,82€
Jährliches Bruttogehalt 24.297,79€
Wie viel Netto?

In unserer Datenbank haben Änderungsschneider ihre Gehaltsdaten eingetragen. Dadurch konnten wir ein durchschnittliches Bruttomonatsgehalt in Höhe von 2.024,82€ mit einem Stundenlohn von 12,98€ ermitteln. Der Jahresverdienst liegt also durchschnittlich bei geringen 24.297,79€ brutto.

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Was macht ein Änderungsschneider?

Änderungsschneider nähen nach Kundenwunsch Bekleidung und Heimtextilien um. Beispielsweise kürzen oder verlängern sie Hosen und Röcke. Außerdem passen sie zu weite Kleidungsstücke auf die Maße des Kunden oder der Kundin an.

Auch kleine Reparaturarbeiten wie das Ersetzen eines defekten Reißverschlusses oder die Aufbereitung aufgerissener Nähte fallen in den Aufgabenbereich des Änderungsschneiders. Um ihrer Arbeit fachgerecht nachzugehen, müssen Änderungsschneider sowohl an der Nähmaschine, als auch im Nähen mit der Hand geschult sein.

Bevor Änderungsschneider mit der Bearbeitung eines Kleidungsstücks beginnen, nehmen sie Maße und beraten den Kunden hinsichtlich der Änderungsmöglichkeiten und der voraussichtlichen Kosten. Nach der Änderung bereitet der Schneider das Kleidungsstück durch Bügeln und Zusammenlegen auf die Abholung vor.

Die Ausbildung zum Änderungsschneider

Um die zweijährige Ausbildung zum Änderungsschneider anzutreten, reicht in der Regel ein Hauptschulabschluss. Wichtiger als ein akademischer Abschluss sind für diesen Beruf Fingerspitzengefühl, handwerkliches Geschick und ein Sinn für Ästhetik und Mode.

Um mit Nähmaschinen umgehen und sie im Notfall auch reparieren und warten zu können, sollten angehende Änderungsschneider über technisches Verständnis verfügen. Für den Zuschnitt von Stoffen und die korrekte Berechnung von Maßen sind außerdem grundlegende mathematische Kenntnisse erforderlich.

Da Änderungsschneider kundenorientiert arbeiten, sind auch ein gewisses Geschick im Umgang mit Menschen und eine freundliche Ausdrucksweise in der Ausbildung hilfreich.

Das Gehalt im Beruf als Änderungsschneider

Während der Ausbildung zum Änderungsschneider geht das Gehalt selten über den Mindestlohn für Auszubildende hinaus. Dieser liegt im ersten Ausbildungsjahr bei 550 Euro und im zweiten Jahr bei 649 Euro monatlich.

Auch nach der Ausbildung ist das durchschnittliche Gehalt mit 1.700 bis 1.900 Euro zum Berufseinstieg eher gering. Die Gehaltsbandbreite in diesem Beruf, die von 1.700 bis maximal 2.300 Euro liegt, entspricht der niedrigsten Gehaltsgruppe für Angestellte mit abgeschlossener Ausbildung.

In der Textil- und Bekleidungsindustrie darf mit einem Gehalt zwischen 1.800 und 2.200 Euro in Abhängigkeit von der Berufserfahrung gerechnet werden. Im Einzelhandel liegt das Gehalt im Änderungsschneiderberuf zwischen 1.500 und 2.200 Euro.

Weiterqualifikation und Weiterbildung

Durch das Ablegen der Meisterprüfung zum Maßschneidermeister, kann man seine Einkommensmöglichkeiten auf ca. 3.200 bis 4.700 Euro verbessern. Eine ähnliche Gehaltssteigerung ist durch die Weiterbildung zum Techniker für Bekleidungstechnik möglich.

Wer ein Fachabitur oder Abitur hat und seine Kenntnisse als Änderungsschneider erweitern möchte, kann außerdem ein Studium in den Fächern Textil- und Bekleidungstechnik, Bühnen- und Kostümbild oder Modedesign in Erwägung ziehen. Dadurch eröffnen sich ihm nicht nur neue Berufsmöglichkeiten, sondern oft auch höhere Gehaltschancen.

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Einzelnachweise

  1. Bundesagentur für Arbeit: Änderungsschneider/in

Haftungsausschluss: Wir übernehmen, trotz sorgfältiger Prüfung, keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der hier dargestellten Informationen. Es werden keine Leistungen übernommen, die gemäß StBerG und RBerG Berufsträgern vorbehalten sind.