Gehalt Architekt

Brutto Gehalt als Architekt

Beruf Monatliches Bruttogehalt Jährliches Bruttogehalt
Architekt/ Architektin 3.175,62€ 38.107,47€

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GEHALTSCHECK

Architekt - Die wichtigsten Fakten

  • Der Architekt hat es schwer einen Berufseinstieg zu finden, denn die geringe Nachfrage zeigt sich auch an der Höhe des Gehalts.
  • Das monatliche Gehalt eines Architekten liegt im Bereich zwischen 2.200 und 5.000 Euro. Aber da es immer wieder neue Bauvorhaben in der Republik gibt, gehen die Aufträge nicht so schnell aus.
  • Diese Spanne zeigt bereits die großen Unterschiede der Verdienstmöglichkeiten.

Innerhalb der ersten Berufsjahre verdient der Architekt durchschnittlich ein Gehalt von 32.000 Euro brutto im Jahr, was umgerechnet einem monatlichen Einkommen von etwa 2.600 Euro entspricht.

Die Empfehlung des Arbeitgeberverbandes Deutscher Architekten bezeichnet ein monatliches Gehalt, das zwischen 2.400 und 3.100 Euro pro Monat liegt, für einen Architekten mit abgeschlossenem Studium.

Nach dem der Architekt bereits zehn Jahre Berufserfahrung gesammelt hat und in einer leitenden Funktion arbeitet, kann sein Gehalt auf etwa 50.000 Euro ansteigen.

Dabei spielt auch der Ruf und die Größe des Unternehmens eine Rolle, für das der Architekt tätig ist.

Das Gehalt des Innenarchitekten variiert zwischen 2.400 und 3.750 Euro, wenn das Unternehmen an einen Tarifvertrag gebunden ist. Liegt eine solche Bindung nicht vor, ist es möglich, dass der Architekt weniger als 2.000 Euro pro Monat verdient.

Zahlreiche Architekten machen sich selbstständig oder arbeiten freiberuflich, weil die Bauwirtschaft hohen Schwankungen ausgesetzt ist.

Ein selbstständiger Architekt verdient durchschnittlich etwa 45.000 Euro brutto pro Jahr.

Es gibt jedoch auch viele Architekten, die deutlich mehr als diese Summe verdienen.

Ausbildung zum Architekten

Ein Architekt plant und baut neue Gebäude. Außerdem ist er ebenfalls bei Reovierungs- oder Umbauarbeiten an alten Bauwerken gefragt.

Die Tätigkeit von Architekten ist verantwortungsvoll, da sie auf diverse Sicherheitsbestimmungen Acht geben müssen. Sie ist auch künstlerisch anspruchsvoll, da die architektonische Leistung ins Bauumfeld passen muss.

Darin ist auch begründet, dass es Star-Architekten gibt, die weltweit hohes Ansehen genießen, zum Beispiel Sir Norman Foster, der unter anderem die Kuppel des Reichstags in Berlin erschuf.

Ein angehender Architekt studiert circa fünf Jahre. Diese setzen sich aus sechs Semstern für den Bachelor und vier Semestern für den Master zusammen. Die tatsächliche Dauer des Studiums ist allerdings meistens länger. Architekt oder Architektin nennen darf man sich erst, wenn man von der Architektenkammer aufgenommen wurde. Dafür braucht es mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.

Architekt werden kann man in Deutschland nur an Hochschulen. Das Architekturstudium gibt es an Universitäten, Fachhochschulen und Kunstakademien. Allerdings ist eine Ausbildung auch über den zweiten Bildungsweg möglich, zum Beispiel über ein Handwerk und anschließender mehrjähriger Berufserfahrung.

Vor der Ausbildung muss in der Regel in Praktikum in einem Architekturbüro absolviert werden. Auch während der Ausbildung muss der angehende Architekt ein Praktikum mit einer Dauer von sechs Monaten machen. Die genauen Bestimmungen dazu sind allerdings von Bundesland zu Bundesland verschieden.

In der Ausbildung lernt man alles, was zur Ausübung der Tätigkeit als Architekt notwendig ist. Dazu gehört unter anderem

  • Baustatik
  • Bauphysik
  • Baukonstruktion
  • Entwurf
  • Kalkulation
  • Baurecht
  • Baustoffkunde

Bewerber sollten ein ausgeprägtes Interesse an diesen Dingen mitbringen. Wichtig sind gute Kenntnisse in Mathematik und Physik. Darüber hinaus sollten sich Architekten nicht vor Kundenkontakt scheuen. Sie sollten ebenso in der Lage sein, sich um Ausschreibungen zu bemühen und Angebote zu erstellen.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Architekten

In Zeiten ständiger Weiterbildung müssen auch Architekten immer auf dem Laufenden bleiben. Zum Glück gibt es zahlreiche Angebote für diese Branche. Ein Architekt kann sich jederzeit weiterbilden, um mehr Kompetenzen zu erwerben.

Das kann im Rahmen von Lehrgängen geschehen, aber auch im Rahmen eines Studiums. Was davon besser ist, hängt von der jeweiligen beruflichen Situation ab.

Ein Architekt kann eine Vielzahl an Lehrgängen als Weiterbildung in Anspruch nehmen. Behindertes- und altersgerechtes Bauen ist nur ein Beispiel für einen Lehrgang, der den demografischen Veränderungen entgegenkommt.

Daneben gibt es Lehrgänge für Baurecht, für Mitarbeiterführung, für Denkmalschutz und -pflege, für Bauschäden und Bausanierung, für Baustatik und Bauphysik. Besonders nachgefragt sind Weiterbildungen zu energieffizientem und ökologischem Bauen.

Des Weiteren gibt es Lehrgänge zu Bauprojektmanagement, zu Baustellenleitung und - überwachung, zu Bautechnik und zu Bausachverständigenwesen.

Auch Spezialisierungen sind eine Form der Weiterbildung, die zum beruflichen Aufstieg führen können. Spezialisierungen sind möglich in folgenden Bereichen:

  • Bauplanung
  • Energieberatung
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Facility Management
  • Gutachtertätigkeit
  • Innenarchitektur
  • Lehrtätigkeit an Hochschulen
  • Restaurierung
  • Stadtplanung, Regionalplanung, Verkehrsplanung
  • Wissenschaftliche Forschung

Eine Weiterbildung an der Hochschule ist sehr empfehlenswert. Ein zusätzlicher akademischer Titel überzeugt viele Kunden und Arbeitgeber von der eigenen Kompetenz. Folgende weiterführende Studiengänge stehen einem angehenden Architekten zur Auswahl:

  • Innenarchitekur
  • Bauingenieurwesen
  • Baumanagement
  • Stadt- und Regionalplanung
  • Ausstellungsdesign
  • Bauphysik
  • Denkmalpflege
  • Immobilienwirtschaft

Weiterführende Studien sind in Deutschland kostenfrei. Allerdings fallen Semesterbeiträge an. An privaten Hochschulen sind Studiengebühren üblich. Ob Lehrgänge gebührenpflichtig sind, muss in jedem einzelnen Fall erfragt werden.

Zudem fallen Fahrt- und Übernachtungsgebühren für den Lehrgangsort an. Wer studiert, kann nicht oder nur Teilzeit arbeiten. Dieser Verdienstausfall sollte einkalkuliert werden.

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Die Top 5 der bestbezahlten Beruf Jahresgehalt
Orthopäde/ Orthopädin 130.470,08 Euro
Chefarzt/ Chefärztin 104.812,21 Euro
Plastischer Chirurg/ Plastische Chirurgin 100.873,28 Euro
Oberarzt/ Oberärztin 96.948,29 Euro
Kardiologe/ Kardiologin 90.286,88 Euro

Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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