Gehalt Hauswirtschafterin

Brutto Gehalt als Hauswirtschafterin

BerufMonatliches BruttogehaltJährliches Bruttogehalt
Hauswirtschafter/ Hauswirtschafterin1.602,14€19.225,65€

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GEHALTSCHECK

Hauswirtschafterin - Die wichtigsten Fakten

  • Die Hauswirtschafterin ist die gute Seele in Hotels und Firmen, aber auch in privaten Haushalten.
  • Für das breite Aufgabenspektrum und den großen Einsatz im Zuge der Sauberkeit und Ordnung erscheint das Gehalt in dieser Branche sehr gering.
  • Vor allem in den neuen Bundesländern ist meist nur ein Gehalt von 17.000 Euro im Jahr möglich.
  • Bei der Vergütung fließt auch die Erfahrung mit ein, wodurch eine langjährige Hauswirtschafterin einen höheren Verdienst als eine Berufsanfängerin hat.

Gehalt nach Einsatzbereich und Erfahrung

Eine Hauswirtschafterin im Nobelhotel oder in einem großen Konzern verdient ein besseres Gehalt als eine Dienstleisterin, welche die gleiche Arbeit in einer Pension oder einem mittelständischen Unternehmen erbringt.

Auch die Erfahrung fließt in die Vergütung der Dienstleistung ein, wodurch eine langjährig als Hauswirtschafterin arbeitende Frau einen Verdienst von bis zu 28.000 Euro pro Jahr erzielen kann, während die Berufsanfängerin mit höchstens 1000 Euro pro Monat nach Hause geht.

Unterschiedliche Verdienste nach Bundesländern

In den neuen Bundesländern ist das Gehalt einer Hauswirtschafterin oftmals erschreckend niedrig. In Thüringen und Sachsen liegt der Verdienst bei 12.000 - 17.000 Euro pro Jahr, während in Hessen und Hamburg ein Gehalt von 28.000 Euro im Jahr bezahlt wird.

Zusatzverdienst als Hauswirtschafterin möglich?

Einen Zusatzverdienst im eigentlichen Sinne gibt es im Bereich der Hauswirtschaft nicht.

Das Budget bessert vor allem die Hauswirtschafterin auf, die im Hotel oder im privaten Haushalt arbeitet und für ihre gute und professionelle Dienstleistung gelegentlich ein Trinkgeld vom Gast oder Auftraggeber erhält.

Die Ausbildung zur Hauswirtschafterin

Das Berufsbild der Hauswirtschafterin oder auch des Hauswirtschafters ist ein Berufsbild mit zahlreichen Aufgaben und Herausforderungen, welche ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung mit sich bringt.

Denn wer als Hauswirtschafter diverse Versorgungsleistungen und die Betreuung von Personen übernimmt, der übernimmt auf professioneller Ebene eine wichtige soziale Verantwortung. Doch wie wird man Hauswirtschafterin und welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, um die Ausbildung beginnen zu können?

Welche Voraussetzungen gibt es für die Ausbildung?

Um den Beruf der Hauswirtschafterin erlernen zu können, gilt es zunächst zu verstehen, dass es sich bei diesem Berufsbild um einen klassischen Ausbildungsberuf handelt. Es muss somit die Berufsausbildung im Zuge einer dreijährigen Lehre absolviert werden.

Die Voraussetzungen sind:

  • Hauptschulabschluss oder höher
  • Hohe soziale Kompetenz / Selbstständigkeit
  • Eine Lehrstelle mit Ausbildungsberechtigung

Die Voraussetzungen für die Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin sind grundsätzlich ähnlich denen, anderer Ausbildungsberufe. Die Ausbildung erfolgt in einem Ausbildungsbetrieb, der zwingend über eine Ausbildungsbefugnis verfügen muss. Weiter ist es nötig, zumindest einen erfolgreichen Hauptschulabschluss vorzuweisen, um die Lehre beginnen zu können.

Wie läuft die Ausbildung zum Hauswirtschafter ab?

Sind die Voraussetzungen für die Hauswirtschaftsausbildung gegeben, erfolgt diese im Zuge einer dreijährigen Berufsausbildung. Grundsätzlich erfolgt die Ausbildung im Zuge einer praktischen Berufsausbildung in Vollzeit sowie einer begleitenden theoretischen Berufsausbildung im Zuge des Besuches der Berufsschule.

Die Ausbildung zur Hauswirtschafterin:

  • Ist eine dreijährige Berufsausbildung
  • Erfolgt im Zuge einer „Vollzeitbeschäftigung“
  • Wird unterteilt in eine praktische und eine theoretische Ausbildung
  • Erfordert eine frühzeitige Spezialisierung für den Bereich Hauswirtschaft oder Landwirtschaft
  • Eine der wichtigsten Besonderheiten im Zuge der Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin ist die frühzeitige Spezialisierung für einen der beiden Themenschwerpunkte des Berufszweiges.

Schon binnen der ersten Monate der Lehrzeit müssen künftige Hauswirtschafter sich entscheiden, ob sie im späteren Berufsalltag hauswirtschaftlich oder landwirtschaftlich tätig werden wollen. Diese Entscheidung ist wichtig, da der Ausbildungsschwerpunkt entsprechend fokussiert wird.

Spätere Weiterbindungen in einzelnen Themenbereichen des Berufsfeldes sind üblich und bedingt durch die Schwerpunktfestlegung während der Ausbildungszeit durchaus gewünscht. Unabhängig von späteren Weiterbildungen ist der Abschluss der Berufsausbildung jedoch bundesweit einheitlich und mit der Berufsbezeichnung „Hauswirtschafter/in“ gekennzeichnet.

Weitebrildungen im Bereich der Hauswirtschaft

Das Berufsfeld einer Hauswirtschafterin ist weit gestreut. Neben den allgemeinen hauswirtschaftlichen Versorgungsleistungen geht es oftmals auch um eine persönliche Betreuung im Alltag. Entsprechend weit gestreut sind die möglichen Arbeitsplätze. Neben Betreuungseinrichtungen und Erholungsheimen finden Hauswirtschafter in Jugendherbergen, Tagungshäusern aber auch in privaten Haushalten und landwirtschaftlichen Betrieben Anstellung. Für ein derartig weit gestreutes Berufsfeld braucht es dann je nach Arbeitgeber passendes Fachwissen.

Weiterbildungen für die Hauswirtschafterin sind möglich in den Bereichen:

  • Soziale Kompetenz / Erziehung / Betreuung / Pflege
  • Organisation / Verwaltung / Controlling
  • Sowie bezogen auf einzelne Aspekte des Berufsfeldes

Die Weiterbildung für eine Hauswirtschafterin ist somit vielseitig möglich. Soziale Aspekte, moderne Techniken und Arbeitsroutinen, neueste Erkenntnisse in Sachen Organisation und Verwaltung. All diese Themenbereiche können im Zuge einer Weiterbildung zu tragen kommen. Denn die Weiterbildung im Bereich der Hauswirtschaft ist immer von den Zielen und Anforderungen für und im Beruf ausgelegt.

Meist werden Weiterbildungen gezielt für jene Themenbereiche genutzt, die bereits im Zuge der Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin im Fokus standen. Doch es muss nicht immer die Vertiefung von Fachwissen sein, die im Zuge der Weiterbildungsmaßnahme den beruflichen Erfolg stärkt.

  • Auch Weiterbildungen abseits des ursprünglich gewählten Ausbildungsschwerpunktes sind weit verbreitet und stellen allem voran in den vergangenen Jahren einen Trend dar.

Wer hauswirtschaftlich ausgebildet wurde, der kann durch die Weiterbildung bezogen auf den landwirtschaftlichen Berufszweig der Hauswirtschafterin eine umfassende Berufskenntnis erwerben und so im Wettbewerb mit anderen Berufskollegen Vorteile erzielen.

Doch Vorsicht. Niemand muss alles können und zu viel Wissen kann schnell zur Überqualifikation führen. Fokussieren Sie aus diesem Grund wichtige Themenschwerpunkte und bauen Sie umfassendes Fachwissen in diesem Bereichen auf, bevor Sie sich anderen Themenschwerpunkten widmen.

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Einzelnachweise

Bundesagentur für Arbeit: BERUFENET
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: BERUFE im Spiegel der Statistik
Berufsinstitut für Berufsbildung: Berufe
Berufsinstitut für Berufsbildung: Tarifliche Ausbildungsvergütungen

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