Bei einem E-Bike sorgt der zuschaltbaren Motor dafür, dass der Fahrer nicht mehr treten muss, weshalb ein solches Fahrzeug als sogenanntes Kleinkraftrad beziehungsweise Leichtmofa eingestuft wird und eines Mofa-Führerscheins und einer eigenen E-Bike Versicherung bedarf.

Gibt es eine E-Bike Versicherungspflicht?

Legt man sich ein E-Bike zu, dann muss man eine gesonderte E-Bike Versicherung in Form einer Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug abschließen. Meistens entscheiden sich die Halter für eine klassische Rollerversicherung, bei der man für sein E-Bike ein sogenanntes, vorgeschriebenes Versicherungskennzeichen erhält.

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Allerdings sollte man eine bereits bestehende Haftpflichtversicherung daraufhin kontrollieren, ob sie nicht schon Leistungen enthält, die mögliche Schadensfälle als E-Bike Versicherung absichern. Die Versicherer unterscheiden die drei folgenden Kategorien also vor allem nach der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit:

  • Pedelec = Elektromotor unterstützt bis 25 km/h und schaltet dann aus, der Fahrer muss beständig selbst treten
  • E-Bike bis 25 km/h = im Deckungsumfang der privaten Haftpflicht enthalten
  • S-Pedelec bis 45 km/h = eigene Versicherung mit Versicherungskennzeichen
  • Wer bereits eine recht umfassende Haftpflichtversicherung besitzt, sollte nach der Anschaffung des E-Bikes mit seiner Versicherung sprechen. Eventuell ist keine neue Police notwendig, wenn man sich auf eine Erweiterung der schon bestehenden einigen kann.

Für mehr Sicherheit, falls etwa ein Dritter das E-Bike beschädigt und aufgrund einer nicht vorhandenen Privathaftpflichtversicherung beziehungsweise fehlender finanzieller Mittel den Schaden nicht ersetzen kann, sollte man prüfen, ob die eigene Haftpflichtversicherung in einem solchen Fall die Forderungsausfalldeckung übernimmt und dem Versicherungsnehmer den entstandenen Schaden ersetzt. Wenn dieses Szenario nicht Teil der Police ist, sollte diese Leistung mit aufgenommen werden.

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Kosten für eine E-Bike Versicherung

Was eine E-Bike Versicherung kostet, ist abhängig vom Preis des zu versichernden Fahrzeugs, von der Höhe der Deckungssumme (die bei den meisten Anbietern etwa zwischen 1.000 und 10.000 Euro liegt), dem Leistungsumfang (Reparatur, Unfall-, Pannen- und Sturzschäden, Diebstahl, Produktions-, Material- und Konstruktionsfehler, Verschleiß, Neuradersatzleistungen) sowie der Laufzeit der Versicherung.

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Die Kosten für eine E-Bike Versicherung lassen sich reduzieren, indem man einer Selbstbeteiligung zustimmt. Je höher diese ausfällt, umso günstiger ist die zu zahlende Versicherungsprämie.

Mit etwas höheren Kosten kann man nicht nur das Bike selbst versichern, sondern inzwischen auch das Zubehör. Allerdings reguliert die Versicherung nur Schäden, die durch einen Sturz oder einen Unfall entstanden sind. Zudem darf das zu versichernde Zubehör maximal einen Monat vor Vertragsabschluss erworben worden sein. Außerdem muss der Wert unterhalb von 250 Euro liegen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sind folgende Zubehörteile versichert:

  • Helme
  • Fahrradkörbe
  • Fahrradtaschen
  • Kindersitze
  • Displays
  • Tachos
  • Beleuchtungselemente
  • Schlösser

Die Höhe des Wertes kann von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich och angesetzt sein. Hier lohnt sich ein Vergleich verschiedener Versicherungen und der entsprechenden Tarife, um die passende E-Bike Versicherung zu finden.

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E-Bike Versicherung gegen Diebstahl

Die beste Methode, ein E-Bike gegen Diebstahl abzusichern, ist eine herkömmliche Hausratversicherung. Da man ein E-Bike zur Kategorie Hausrat zählen kann, reicht eine entsprechende Versicherung aus, damit diese den Schaden bei einem Diebstahl reguliert und den Zeitwert an den Versicherungsnehmer auszahlt.

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Nach Schätzungen werden jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Fahrräder gestohlen, schon deshalb lohnt sich ein Diebstahlschutz für das E-Bike.

Tatsächlich bieten einige Versicherer nicht nur einen Tarif an, der das E-Bike selbst gegen Diebstahl schützt, sondern auch einen Tarif, mit dem man das Zubehör absichern kann. Dazu gehören dann Helme, Fahrradtaschen, Körbe, Tachos, Kindersitze, Displays, Beleuchtungselemente sowie sogenannte qualifizierte Schlösser.

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E-Bike Versicherungskennzeichen

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Wer ein E-Bike führen möchte, der benötigt nicht nur einen Mofa-Führerschein und muss beim Fahren einen Helm tragen, sondern braucht zudem ein Versicherungskennzeichen, das durch den Abschluss einer Kfz-Haftpflicht erhältlich ist. Falls man sich unsicher ist, in welche Kategorie das erworbene E-Bike genau gehört, der kann beim TÜV oder einer Kfz-Zulassungsstelle nachfragen. Meist kann auch schon der Händler eine Antwort geben.

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Quellen

Haas, Karl Gerhard: E-Bike & Pedelec: Auswahl, Kauf, Technik & Wartung »
Stiftung Warentest: Finanztest Jahrbuch 2018: 90 Tests und Reports »


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