Einkommensteuererklärung Eigenbeleg

Es kann immer wieder mal passieren, dass man für eine betriebliche Ausgabe keine Rechnung oder Quittung erhalten hat.

In diesem Fall muss man aber nicht auf die Reduzierung des zu versteuernden Einkommens verzichten, denn manchmal kann man sich auch selbst behelfen.

Denn unter bestimmten Umständen akzeptiert das Finanzamt auch einen selbst ausgestellten Eigenbeleg bei der Steuererklärung. Doch dazu müssen diverse Richtlinien beachtet werden, ansonsten wird ein Eigenbeleg auch abgelehnt.

Die Steuererklärung und der Eigenbeleg

Ein Eigenbeleg ist nichts weiter als ein selbst ausgestelltes Schriftstück, welches eine Ausgabe für das eigene Unternehmen bezeugt.

Es handelt sich also nicht um eine ordentliche Rechnung, kann aber durchaus beim Finanzamt anerkannt werden.

Wenn also mal eine Quittung fehlt kann man trotzdem erreichen, dass eine Ausgabe zumindest anteilig angerechnet wird.

Wichtig beim Eigenbeleg für die Steuererklärung

Gerade in der Gastronomie oder aber auch beim parken kann es immer wieder mal vorkommen, dass keine ordentliche Rechnung ausgestellt wird. Auch Kosten für den Kopierer, die Kantine oder Trinkgeld kann nicht immer durch eine Quittung belegt werden.

Um eine Quittung durch einen Eigenbeleg zu ersetzen, muss dieser Beleg bestimmte Angaben erhalten.

Angaben, die auf den Eigenbeleg gehören:
  • Zahlungsempfänger mit Anschrift
  • Art der Ausgaben
  • Höhe der anfallenden Kosten
  • Datum
  • eigene Unterschrift
  • Begründung

Wann kann ein Eigenbeleg ausgestellt werden?

Es ist nicht möglich für jegliche Ausgabe einen eigenen Beleg auszustellen und diesen dann bei der Steuererklärung anzugeben.

Das Finanzamt akzeptiert meistens nur dann selbst ausgestellte Belege, wenn sie für Kosten ausgestellt worden, bei denen keine ordentliche Quittung ausgegeben wird oder wenn die originalen Belege verloren oder gestohlen wurden.

In jedem Fall sollte man möglichst viele Informationen sowie eine ordentliche Begründung liefern, wieso dieser Beleg selbst verfasst werden musste. Denn letzten Endes ist das Finanzamt bei der Prüfung einer Steuererklärung nicht verpflichtet, einen Eigenbeleg anzuerkennen.

  • Die Anerkennung eines Eigenbelegs erfolgt nur auf vollkommener Kulanz der einzelnen Finanzämter. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch darauf.

Die Möglichkeit des Eigenbelegs sollte bei Notwendigkeit genutzt werden. Auch wenn das Finanzamt diesen nur anteilig anerkennen sollte, so ist dies immer noch besser als keine Ersparnis.

Auch sollte man mit Eigenbelegen äußerst sparsam umgehen, denn sonst könnte ein Sachbearbeiter auch misstrauisch werden.

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