Abwassermeister ist eine Weiterbildung für den Beruf Fachkraft für Abwassertechnik. Der Meistertitel kann größere Verantwortung und dadurch auch mehr Gehalt bringen.

Brutto Gehalt als Abwassermeister

Beruf Abwassermeister/ Abwassermeisterin
Monatliches Bruttogehalt 3.268,21€
Jährliches Bruttogehalt 39.218,49€
Wie viel Netto?

Im Schnitt verdienen Abwassermeister 3.268,21€ brutto monatlich. Daraus kann auf einen Stundenlohn von 20,95€ und ein Jahresbruttogehalt von 39.218,49€ geschlossen werden.

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Die Aufgaben als Abwassermeister

Als Abwassermeister sorgt man für einen reibungslosen Betriebsablauf rund um die Abwasserreinigung, trägt aber auch Verantwortung für den Schutz der heimischen Gewässer, um zu verhindern, dass dort Schadstoffe eingeleitet werden.

Abwassermeister arbeiten in der Abwasserwirtschaft und leiten in den meisten Fällen kommunale oder industrielle Klärwerke oder Kanalnetzanlagen. Dort planen, steuern und überwachen sie alle Arbeitsabläufe und behalten die Schmutzwasserableitung, die Reinigung des Abwassers und die Umweltsicherheit im Auge.

Abwassermeister achten also beispielsweise darauf, dass Klärschlamm richtig entsorgt wird und alle Anlagen und Maschinen funktionieren. Diese Betriebsabläufe müssen regelmäßig dokumentiert werden.
Zudem gehört die Personalauswahl und -anleitung sowie die Ausbildung neuer Mitarbeiter zu ihren Aufgaben.

Auch in der Industrie ist der Abwassermeister gefragt. Hier können sich Beschäftigungsverhältnisse in textilverarbeitenden Betrieben oder auch der Papierindustrie ergeben.

Die Fortbildung zum Abwassermeister

Abwassermeister ist eine Meisterausbildung, der eine dreijährige Berufsausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik vorausgeht.

Um sich als gelernte Fachkraft für Abwassertechnik zum Abwassermeister zu qualifizieren, bieten die Bildungseinrichtungen des Öffentlichen Dienstes und andere Bildungsinstitutionen Vorbereitungskurse zur Industriemeisterprüfung an.

Diese Lehrgänge dauern in Teilzeit ca. zwei Jahre, sind jedoch nicht zwingend erforderlich, um eine Prüfung abzulegen. Dennoch ist eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelte berufliche Weiterbildung als Abwassermeister empfehlenswert.

Erforderliche Kompetenzen und Qualifikationen für Abwassermeister

Voraussetzungen sind:

  • Führungsqualitäten
  • Kenntnisse im Bereich Umweltschutz und Arbeitsschutzbestimmungen
  • Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung sowie Kalkulationsverfahren
  • Technisches Verständnis
  • Betriebsführung
  • Organisations- und Planungsgeschick

Das Ausbildungsgehalt als Abwassermeister

Ein Gehalt erhält man für den Besuch der Vorbereitungslehrgänge nicht. Es fallen im Gegenteil sogar Lehrgangsgebühren an. Auch für die Prüfung zum Abwassermeister selbst werden Gebühren erhoben. Fahrten zur Weiterbildungsstätte, eventuelle Übernachtungskosten oder benötigte Arbeitsmaterialien stellen einen weiteren Kostenfaktor dar.

Gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) kann man eine finanzielle Förderung für die Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung beantragen. Belohnt wird die Mühe mit einem Gehalt, dass sich an der zu übernehmenden Verantwortung bemisst.

Das Gehalt als Abwassermeister nach Region

Für die Fach- und Führungsaufgaben als Abwassermeister wird je nach Region ein Gehalt zwischen 2.000 Euro und 4.500 Euro brutto gezahlt.

Während man in östlichen Bundesländern lediglich mit einem durchschnittlichen Gehalt von ca. 2.300 Euro rechnen kann, darf man sich in Hamburg über durchschnittlich 4.500 Euro freuen.

In anderen Bundesländern sieht die durchschnittliche Bezahlung beispielsweise wie folgt aus:

  • Bayern: 2.700 bis 3.000 Euro
  • Hessen: 2.800 bis 4.700 Euro
  • Sachsen: 1.900 bis 3.300 Euro

Perspektiven und Aufstiegschancen als Abwassermeister

Um seine fachlichen Kompetenzen zu erweitern und auf dem aktuellen Stand zu halten, empfiehlt es sich, aktiv an einer Anpassungsweiterbildung teilzunehmen. Thematisiert werden hier nicht nur Abwasser- und Gewässerschutz und Probleme der Wasserwirtschaft, sondern auch Kenntnisse in der Personalführung und vieles mehr.

Wer höhere Positionen erreichen und mehr Gehalt verdienen möchte, kann an speziell hierfür konzipierten Aufstiegsweiterbildungen teilnehmen. Möglich wäre beispielsweise eine Prüfung als Technischer Betriebswirt.

Um zu studieren und einen Abschluss als Bachelor für Abfall- und Entsorgungstechnik zu machen, genügt es, einen entsprechenden Weiterbildungsabschluss als Meister vorzuweisen. Ein Abitur oder eine sonstige schulische Hochschulzugangsberechtigung ist nicht erforderlich.

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Einzelnachweise


  1. Bundesagentur für Arbeit: Abwassermeister/in

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