Berechnen Sie mit unserem Brutto Netto Rechner, wie viel Gehalt Ihnen bei einer Teilzeitstelle nach Abzug aller Steuern am Ende des Monats übrig bleibt. Mit unserem Rechner können Beschäftigte, die einem Teilzeitjob nachgehen ganz einfach und schnell herausfinden, wie viel Netto ihnen vom Bruttolohn ausgezahlt wird.

Teilzeit Brutto Netto Rechner

Als Teilzeitjob bezeichnet man eine Beschäftigung, bei der die regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist, als die eines vergleichbaren vollbeschäftigten Arbeitnehmers. Damit zählen die sogenannten Minijobs ebenfalls zur Kategorie der Teilzeitbeschäftigungen. Grundsätzlich gelten für Teilzeitbeschäftigungen auch alle Abzugsbeträge, die bei einer Vollzeitbeschäftigung zu berücksichtigen sind.

  • Bei Teilzeit fällt der Nettolohn erheblich geringer aus als bei einer Vollzeitbeschäftigung. Allerdings müssen bei einem niedrigerem Lohn auch weniger Steuern gezahlt werden.
  • Grundsätzlich müssen auch Arbeitnehmer in Teilzeit Steuern und Sozialabgaben wie bei einer Vollzeitstelle entrichten. Je nach Arbeitszeit ergeben sich aber durch das geringere Bruttogehalt auch weniger Steuern und Sozialabgaben.
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Brutto Netto bei Teilzeit berechnen

Der Arbeitnehmer möchte vor Abschluss eines Teilzeitvertrages natürlich erfahren, ob sich nach Abzug aller Abgaben eine Teilzeittätigkeit noch lohnt. Und auch der Arbeitgeber möchte seine Gesamtkostenbelastung berechnen, um zu ermitteln, ob er mit Teilzeitkräften seine Kosten senken kann.

Beide können den Gehaltsrechner verwenden, um sich einen Überblick über die steuerlichen Abgaben zu verschaffen. Mit wenigen Eingaben lassen sich das Netto vom Brutto ermitteln und alle Abzugsbeträge zuverlässig berechnen.

Man kann den Teilzeit Brutto Netto Rechner auch für eine Was-wäre-wenn Berechnung nutzen, um seinen Nettolohn bei einer Veränderung der Arbeitsstunden zügig zu ermitteln und so fundierte Entscheidungen zu geplanten Veränderungen treffen zu können.

Teilzeit - Wissenswertes & rechtliche Grundlagen

Brutto Netto Teilzeit

Wenn Arbeitnehmer planen, ihre Vollzeitbeschäftigung in Teilzeit umzuwandeln, müssen sie dabei einiges beachten. Hier finden Sie alle wichtigsten Informationen zum Thema Teilzeitarbeit.

Recht auf Arbeiten in Teilzeit

Nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (§ 8 TzBfG) wird es Arbeitnehmern ermöglicht gegenüber ihrem Arbeitgeber, einen Anspruch auf Teilzeitarbeit geltend zu machen. Dazu müssen sie jedoch seit mehr als sechs Monaten im Unternehmen arbeiten und ihr Arbeitgeber muss in der Regel mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigen.
Das Gesetz verhilft Arbeitnehmern dazu, ihren Beruf mit ihrem Privatleben besser vereinbaren zu können. Auf diese Weise soll für alle Berufsgruppen, auch qualifizierte Täigkeiten und leitende Positionen, die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit gegeben werden (siehe § 6 Abs. 1 TzBfG).

Teilzeit und Arbeitsstunden

Es gibt keine gesetzlich festgelegten Mindeststunden, die ein Arbeitnehmer in einer Teilzeitbeschäftigung ableisten muss. Auf der Grundlage des Arbeitsvertrags kann mit dem Arbeitgeber die Stundenzahl für die Verringerung der Vollzeitbeschäftigung vereinbart werden. Ob dann 39, 20 oder nur 3 Wochenstunden gearbeitet wird, liegt im Ermessen des Abeitnehmers und Arbeitgebers. Solange weniger Stunden als bei einer Vollzeitbeschäftigung abgeleistet werden, spricht man automatisch von einer Teilzeitstelle.

  • Auch ein Minijob ist im Grunde eine Teilzeitbeschäftigung.

Auswirkungen von Teilzeit auf soziale Abgaben und Steuern

Weniger Arbeitsstunden bedeuten auch weniger Gehalt und geringere Abgaben. Prozentual gesehen bleiben bei einer Teilzeitarbeit die sozialen Abgaben im Vergleich zu einer Vollzeitstelle identisch. Allerdings fallen die Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer, Soli-Zuschlag) bei weniger Lohn auch niedriger aus. Mit dem Brutto Netto Rechner lassen sich alle Abzüge sowohl für Vollzeit- als auch Teilzeitarbeit schnell und einfach ermitteln.

Teilzeit und Kündigungsschutz

Weder bei den Kündigungsfristen noch beim Kündigungsschutz wird zwischen Vollzeit- und Teilzeitkräften unterschieden, der Bestandsschutz der Arbeitsverhältnisse besteht unabhängig vom Umfang der Arbeitszeit.

Teilzeit: Die verschiedenen Modelle

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Arbeitszeit an die eigenen Bedürfnisse flexibel anzupassen. Im Bereich der Teilzeit haben sich sogenannte Teilzeitmodelle etabliert, die in der folgenden Übersicht vorgestellt werden:

TeilzeitmodellBeschreibungArbeitszeit pro WocheFreizeitgewinnVorteile
ClassicArbeitszeit wird täglich reduziert5 Tagetäglich einzelne Stundenfür Arbeitnehmer:
festgelegte Arbeitszeit und täglich mehr Freizeit
für Arbeitgeber:
höhere Effizienz, geringer Verwaltungsmehraufwand
Classic Variovariable Variante von Teilzeit Classic
wöchentl. Arbeitszeit wird auf 2 - 5 Tage verteilt
2-5 Tage Vollzeit oder Teilzeit
oder 5 Tage - tageweise Vollzeit/Teilzeit kombiniert
ganze Tage und/oder einzelne Stunden pro Tagfür Arbeitnehmer:
flexible Verteilung der Arbeitszeit
ganze freie Tage pro Woche
für Arbeitgeber: höhere Effizienz
bessere Auslastung bei schwankendem Arbeitsaufkommen
Jobsharingzwei Arbeitnehmer teilen sich eine Vollzeitstelle5 Tage Teilzeit/ 2-4 Tage Vollzeit/ Teilzeit kombiniertganze Tage oder täglich einzelne Stundenfür Arbeitnehmer: persönliche Flexibilität,
mehr Freizeit,
Verantwortung für Projekte bleibt erhalten,
Entscheidungsfreiraum durch Absprache
für Arbeitgeber:
zwei Arbeitnehmer teilen sich eine Stelle
Invest / Sabbatical"unsichtbare Teilzeit":
gearbeitet wird Vollzeit - bezahlt wird Teilzeit
Differenz wird als Zeit- oder Geldguthaben
auf einem Langzeitkonto angespart
5 Tage Vollzeitganze Wochen, Monate, Jahrefür Arbeitnehmer:
Freizeit oder Geld ansparen
steuerliche Vorteile
längere Freizeit bei Gehaltsfortzahlung
für Arbeitgeber:
Weiterqualifizierung von Mitarbeitern
Arbeitnehmer arbeitet weiter Vollzeit
TeamIm Team werden persönliche
Arbeitszeiten aufeinander abgestimmt
2 - 5 Tage - Vollzeit, Teilzeit oder
tageweise beides kombiniert
einzelne Tage/Wochen
täglich einzelne Stunden
für Arbeitnehmer:
besonders flexible Verteilung der Arbeitszeit
kurzfristig planbar
Arbeitszeiten werden im Team vereinbart
für Arbeitgeber:
optimale Auslastung
kurzfristige Planbarkeit
SeasonZum Ausgleich von Über- oder
Unterauslastung in Saisonbetrieben
5 Tage Vollzeit (in der Saison)außerhalb der Saison mehrere Monatefür Arbeitehmer:
Sozialversicherungsschutz und Gehaltszahlungen
über das ganze Jahr, längere Freizeitphasen
für Arbeitgeber:
keine Einarbeitungszeiten,
Kostenersparnis für Akquise
Bewältigung saisonaler Schwankungen
HomeArbeitnehmer arbeiten in Teilzeit von zu Hause5 Tage Teilzeit 2-4 Tage - Vollzeit, Teilzeit oder
tageweise beides kombiniert
ganze Tage und/oder einzelne Stunden pro Tagfür Arbeitnehmer:
Teilzeitarbeit von zu Hause
Einsparung von Fahrtkosten
höhere Eigenverantwortung
für Arbeitgeber:
Einsparung von Betriebskosten

Die wichtigsten Fakten zur Teilzeit

  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann jeder Arbeitnehmer eine Teilzeitarbeit beim Arbeitgeber beantragen
  • Bei Teilzeit fällt der Nettolohn erheblich geringer aus als bei einer Vollzeitbeschäftigung
  • Es gibt unterschiedliche Teilzeitmodelle, nach denen die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann

Die häufigsten Fragen zum Thema Teilzeit

Im Gesetz ist ein grundsätzlicher Anspruch auf eine Teilzeitarbeit für Arbeitnehmer verankert: Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer sich seit mehr als sechs Monate in einem Arbeitsverhältnis befindet und sein Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Regelungen zur Teilzeitarbeit gelten für alle Angestellten, einschließlich Minijobber, Personen in Elternzeit und Führungskräfte. Der Anspruch besteht aber nicht bei Beamten und bei Auszubildenden.

Weniger Arbeit bedeutet auch ein geringerer Verdienst. Dies wirkt sich auch langfristig auf die Altersvorsorge aus. Eine Teilzeitbeschäftigung vermindert die Rente. Für Mütter und Personen, die pflegebedürftige Familienmitglieder betreuen wirkt sich das Gehalt etwas weniger stark auf die Rentenansprüche aus. Sie können von Sonderregelugen profitieren, da ihnen Zuschüsse zur Rente gewährt werden.

Ein Antrag auf Teilzeit kann aus betrieblichen Gründen abgelehnt werden (§ 8 Abs. 4 Satz 1 TzBfG) . Zum Beispiel dann, wenn die Arbeit eine Reduzierung der Stunden nicht zulässt, weil bestimmte feste Arbeitsabläufe sich unter Teilzeitarbeit schwer organisieren lassen.


Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Teilzeit
  2. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Rund um das Gesetz zur Teilzeit
  3. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Begriff des teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmers
  4. Bundesministreium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verringerung der Arbeitszeit
  5. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge
  6. Bundesministreium der Justiz und für Verbraucherschutz: Verbot der Diskriminierung
  7. Bundesagentur für Arbeit : Arbeitszeitmodelle
  8. Bundeministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend: Elterngeld, ElterngeldPlus: Elterngeld bei Teilzeitarbeit nach der Geburt
  9. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Teilzeit- Alles was Recht ist

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