Beruf Richter/ Richterin
Monatliches Bruttogehalt 4.329,16€
Jährliches Bruttogehalt 51.949,91€

Alle Details

gehalt-richter

Was macht ein Richter?

Ein Richter oder eine Richterin bekleidet ein öffentliches Amt in einem Gericht. Dort ist er oder sie für die Rechtssprechung zuständig und entscheidet, ob der Angeklagte eine Strafe oder einen Freispruch erhält.

Der Richter stellt die höchste Autorität im Gerichtssaal dar. Nach der Beweisaufnahme entscheidet er darüber, welche der streitenden Parteien Recht bekommt.

Brutto Netto Gehalt als Richter

  • Mit dem Brutto Netto Rechner können Sie ganz einfach herausfinden, wie viel Nettolohn Ihnen nach allen Abzügen monatlich zur Verfügung steht.
Pfeil

Jetzt berechnen!

Richter werden einheitlich nach einer Besoldungstabelle der Gruppe 'R' bezahlt. Die Besoldung der Richterinnen und Richter wird durch das Gesetz geregelt. Je nach Titel, Position und Erfahrung befindet sich ein Amtsinhaber in einer anderen Gruppe und bezieht demnach auch unterschiedliches Gehalt.

  • Das generelle Einstiegsgehalt eines Richters liegt am Anfang einer Karriere bei 3.780 Euro. Nach einigen Jahren im Berufsleben kann das Gehalt 4.500 Euro betragen.

Gerade die Erfahrung, also die Zeit im Amt ist maßgeblich entscheidend über die Position, welche ein Richter bekleidet.

Besoldungsgruppe012345678
R14154,43 €4554,54 €4955,88 €5311,02 €5664,91 €6020,03 €6372,72 €6730,26 €
R25048,29 €5307,36 €5565,19 €5917,88 €6272,97 €6626,90 €6982,02 €7337,15 €
R38069,25 €
R48538,69 €
R59077,47 €
R69589,49 €
R710083,24 €
R810600,09 €

Aufgaben eines Richters

Ein Richter übernimmt die Aufgaben der Judikatur (Rechtssprechung). Der Beruf ist mit unterschiedlichen Anforderungen, Rechten, Privilegien und Pflichten verbunden. Wer dieses Amt bekleidet trägt eine große Verantwortung für die Gesellschaft. Welche Fälle ein Richter bearbeitet, hängt davon ab, auf welches Recht er spezialisiert ist. Zum Beispiel würde ein Familienrichter keinen Steuerprozess leiten.

  • Richter und Richterinnen haben die Pflicht, ein gerechtes Urteil für alle beteiligten Parteien zu sprechen.

Generell kann zwischen Privatrecht, öffentlichem Recht und Strafrecht unterschieden werden. Im Privatrecht beurteilt ein Richter die Rechte und Pflichten zwischen mehreren Parteien. Im öffentlichen Recht handelt es sich um Rechte und Pflichten zwischen Staat und Individuum, die ein Richter ausdeutet. Im Strafrecht entscheidet er, ob der Angeklagte verurteilt oder freigesprochen wird.

Die Aufgabenbereiche des Richters auf einen Blick:

  • Prozess leiten / Rechtssprechung
  • Aktenbearbeitung / Fälle bearbeiten
  • richterliche Beschlüsse erlassen

Ausbildung zum Richter

WerdegangAusbildungsdauer
Jurastudium / Studium der Rechtswissenschaftca. 9 Semester
Rechtsreferendariatca. 2 Jahre
Richteramt auf Probe3-5 Jahre

Der Beruf des Richters kann nicht über eine reguläre Berufsausbildung erlernt werden. Um solch ein Amt zu bekleiden, benötigt es zwei erfolgreich abgeschlossene Staatsexamen im Fach Jura.

Das erste Staatsexamen wird nach Abschluss des Studiums erlangt. Im Anschluss erfolgt ein zweijähriger Vorbereitungsdienst in Form des Rechtsreferendariats. Am Ende der Referendariatszeit wird das 2. Examen erlangt. Um als Richter auf Probe tätig zu werden, muss das 2. Staatsexamen für gewöhnlich mit mindestens 9 Punkten abgeschlossen werden, damit man ein sogenanntes Prädikatsexamen erhält.

In der Zwischenzeit muss eine Spezialisierung erfolgt sein. Gesetze lassen sich in unterschiedliche Rechtsgebiete einteilen, die in sich sehr breit gefächert sind. Deshalb ist es nicht möglich während des Studiums das komplette Rechtsgebiet abzudecken. Man unterscheidet zwischen:

  • Zivil- und Straafrecht
  • Familienrecht
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Finanzrecht

Im Anschluss danach muss eine Phase als Richter auf Probe erfolgen, diese kann zwischen drei und fünf Jahren andauern.

Da keine Ausbildung in Form einer Lehre bei einem Betrieb oder Unternehmen erfolgt, sondern ein Studium absolviert werden muss, bekommt man in dieser Zeit auch kein Gehalt. Um sich zu finanzieren, müssen angehende Juristen meist auf Bafög oder Nebenjobs zurückgreifen.

Erst wenn die Probezeit erfolgreich überstanden wurde, erfolgt die Ernennung des Richters auf Lebenszeit.

Richter Spezialisierungsmöglichkeiten

Für diese Berufsgruppe gibt es keine Weiterbildungen im eigentlichen Sinn, doch auch hier existieren diverse Möglichkeiten um den Lohn aufzustocken. Ein Richter kann verschiedene Positionen begleiten, diese regeln dann auch die Einkommensstufe für das Gehalt.

Um ein höheres Einkommen zu bekommen, muss dann eine höhere Position erreicht werden, z.B.:

  • Direkter Richter am Amtsgericht oder Verwaltungsgericht (4.593 EUR bis 6.676 EUR)
  • Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht (7.342 EUR)
  • Präsident des Oberlandesgericht (8.260 EUR)
  • Vorsitzender Richter des Bundesarbeitsgericht (9.645 EUR)
  • Präsident des Bundesarbeitsgericht (12.558 EUR)

Einzelnachweise und Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Bundesbesoldungsgesetz
  2. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Deutsches Richtergesetz

Das könnte Sie auch interessieren