Ein Reisepass kostet einiges an Gebühren und auch Passbilder verursachen Kosten.

Allerdings lassen sich diese Ausgaben laut dem Finanzgericht von der Steuerlast absetzen und zwar als Werbungskosten.

Reisepasskosten sind bei Dienstreisen Werbungskosten

Im Jahr 2014 gab es ein Urteil zu einem Fall, in dem ein Außendienstmitarbeiter bei seiner Steuererklärung unter Werbungskosten den Punkt „Gebühren für Reisepass und Passbilder“ angab.

Das zuständige Gericht gab dem Mann mit der Begründung Recht, dass der Reisepass, was über Stempel nachvollziehbar ist, lediglich beruflich und niemals privat genutzt wurde.

Die Schilderung des Mannes, dass dies sich in Zukunft auch nicht ändern würde und für private Reisen der Personalausweis vollkommen ausreichend wäre, war insofern genügend, da ein Reisepass ohnehin nur eine begrenzte Gültigkeit hat.

  • Dementsprechend kann man Gebühren für Reisepass und Co. dann absetzen, wenn bis zum Steuerbescheid keine privaten Reisen darin verzeichnet sind, beziehungsweise der berufliche Zweck aller Reisen bis zu diesem Zeitpunkt nachweisbar ist.

Kosten für Passbilder absetzen

Passbilder, die ausschließlich für diesen Reisepass angefertigt wurden, sind als Bestandteil des Passes auch als Werbungskosten absetzbar.

Wer profitiert vom Urteil?

Alle, die privat keinen Reisepass bräuchten, diesen jedoch beruflich benötigen, profitieren. Allerdings kann der Reisepass natürlich nur dann abgesetzt werden, wenn die Firma diese Kosten nicht ohnehin übernimmt. Somit steht der Reisepass, was die Absetzbarkeit angeht, etwa auf einer Stufe mit Arbeitskleidung, die ebenfalls nur für den Beruf benötigt wird.

Einzelnachweis


  1. Gesetze im Internet: § 9 Werbungskosten (EStG)

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