Gewerbesteuermessbetrag

Der Staat lebt von den Steuern seiner Bürger, Gemeinde und Kommunen ebenso.

Damit sie ihre Aufgaben zum Gemeinwohl erfüllen können, müssen Bürger und jedes Unternehmen verschiedenste Steuern zahlen.

Die Gewerbesteuer ist eine der Steuern im bunten Strauß der staatlichen Einnahmequellen.

Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer

Die Gewerbesteuer ist eine rein kommunale Steuer und kommt weder dem Bund noch dem Land zugute. Aus diesem Grunde sind viele Gemeinden interessiert, gut zahlende Betriebe auf dem Territorium der Gemeinde anzusiedeln und zu halten.

Zu diesem Zweck werden den Unternehmen manche Offerten gemacht, wird Infrastruktur geschaffen und erhalten.

Wer muss Gewerbesteuer zahlen?

Gewerbesteuerpflichtig sind nur jene Betriebe und Personengesellschaften, bei denen der Gewerbeertrag über 24.500 € im Jahr liegt. Automatisch ausgenommen sind Freiberufler.

Kleine Gewerbetreibende, Kleinunternehmer und Existenzgründer müssen im Allgemeinen keine Gewerbesteuer abführen.

Wie berechnet sich der Gewerbesteuermessbetrag?

Wenn ein Unternehmen oder eine Kapitalgesellschaft gewerbesteuerpflichtig ist, muss für dieses Unternehmen der Gewerbesteuermessbetrag ermittelt werden.

Ausgehend vom Gewinn des Unternehmens oder der Gesellschaft, welcher mittels der Einkommenssteuerberechnung ermittelt wird, werden diesem Gewinn Beträge hinzugerechnet oder abgezogen. Etwa Schuldzinsen oder die Leasingraten (diese nur zu 20 %) werden dem Gewinn hinzugerechnet.

Allerdings gibt es hierfür einen Freibetrag von 100.000 €. Von der über 100.000 € liegenden so ermittelten Summe werden nur 25 % zur Ermittlung des Gewerbesteuermessbetrages herangezogen.

Erst von dieser Summe werden Kürzungen vorgenommen wie etwa für Spenden oder Grundstücke im Betriebsvermögen.

Gewerbeverlust aus vergangenen Jahren wird zum Abzug gebracht

Nun wird noch ein eventuell vorhandener Gewerbeverlust aus vergangenen Jahren abgezogen. Das Ergebnis dieser umfangreichen Rechnerei ist der Gewerbeertrag. Dieser wird auf 100 € abgerundet.

Von diesem Gewerbeertrag werden die oben erwähnten in 24.500 € abgezogen, nicht jedoch für Kapitalgesellschaften. Auf den so ermittelten Gewerbeertrag wird die einheitliche Steuermesszahl von 3,5 % angewendet. Das Ergebnis ist der Gewerbesteuermessbetrag.

Gewerbemessbetrag x Hebesatz = Gewerbesteuer

Damit ist jedoch noch lange nicht die Steuerzahlung an die Gemeinde ermittelt. Denn jede Gemeinde hat in ihrer Gemeindesatzung einen Hebesatz festgelegt.

Erst die Multiplikation des Gewerbesteuermessbetrages mit dem Hebesatz ergibt die Gewerbesteuer, die das Unternehmen an die Gemeinde abzuführen hat.

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