Beruf Pfarrer/ Pfarrerin
Monatliches Bruttogehalt 4.079,53€
Jährliches Bruttogehalt 48.954,35€

Alle Details

gehalt-pfarrer

Was macht ein Pfarrer?

Pfarrer oder (evangelische) Pfarrerinnen sind Berufstitel für Geistliche, die im Dienst der Kirche stehen. Sie übernehmen unter anderem die seelsorgerische Betreuung ihrer Gemeinde und sind für die Leitung der Gottesdienste verantwortlich.

Bevor ein Pfarrer das Pfarramt bekleiden kann, muss er ein anspruchsvolles Studium mit einer anschließenden Ausbildung absolvieren.

Brutto Netto Gehalt als Pfarrer

  • Mit dem Brutto Netto Rechner können Sie ganz einfach herausfinden, wie viel Nettolohn Ihnen nach allen Abzügen monatlich zur Verfügung steht.
Pfeil

Jetzt berechnen!

Das Einkommen von Pfarrerinnen und Pfarrern wird im Pfarrerbesoldungsgesetz fetsgelegt. Das Gehalt bzw. die Besoldung erfolgt, wie bei Beamten, nach einem einheitlichen Tarifvertrag. Alle Rechte und Pflichten von Pfarrern orientieren sich am staatlichen Beamtenrecht.

Die Höhe der Besoldung richtet sich nach der Besoldungsgruppe, innerhalb dieser Gruppe können höhere Stufen erreicht werden. Die Tarifverträge unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

Berufsanfänger im Pfarrdienst steigen in der Regel in die Besoldungsstufe A 13 ein. Danach können, je nach Pfarramtszeit und der Größe der Gemeinde, höhere Besoldungsgruppen erreicht werden. Das Durschnittsgehalt von Pfarrern entspricht der Lohnstufe A 14.

  • Bruttogrundgehaltssätze monatlich:
    Besoldungsgruppe A 13, Stufe 1: € 4.279
    Besoldungsgruppe A 13, Stufe 8: € 5.501

Berufseinsteiger starten in den meisten Fällen in der Besoldungsgruppe A 13 Stufe 1, in der das Bruttoeinkommen bei ca. 4.000 Euro liegt. Danach steigen Pfarrer regelmäßig in der Besoldungsstufe auf, sodass sie nach einiger Zeit Stufe 8 der Besoldungsstufe A 13 erreichen, in der das Bruttogehalbt bereits bei über 5.000 Euro liegt.

  • Ein Pfarrer ist fest und unbefristet bei einer Gemeinde angestellt.

Aufgaben eines Pfarrers

Die Aufgaben des Pfarrers oder der Pfarrerin sind vielfältig und umfassen nebem dem Planen und Abhalten von Gottesdienten viele verwaltungstechnische Aufgaben und Amtshandlungen. Dazu kommt die Pflicht, Unterricht in Schulen oder in der Gemeinde zu geben. Darüber hinaus ist ein Pfarrer stets für die Seelsorge der Gemeinde zuständig.

Die Aufgabenbereiche des Pfarrers auf einen Blick:

  • Vorbereitung und Leitung von Gottesdiensten
  • Trauungen, Traugespräche
  • seelsorgerische Hausbesuche (Krankenbesuche, Lebens- und Eheberatung, Trauergespräche)
  • Sterbebegleitung
  • Beerdigungen
  • Taufen, Konfirmations- und Kommunionsgottesdienste
  • Unterricht (z.B. Konfirmanden- bzw. Kommunionsunterricht)
  • Organisation der Pfarrei (Personalverwaltung, Haushaltsplanung)
  • Umsetzung von Gemeindeveranstaltungen

Ausbildung zum Pfarrer

WerdegangAusbildungsdauer
Theologiestudiumca. 9 Semester
Vikariat / Referendariatca. 2,5 Jahre
Probedienst2 Jahre
Ordination3 Monate

Die Ausbildung zum Pfarrer setzt immer ein Theologie Studium voraus, welches sehr umfangreich und anspruchsvoll ist. Das liegt allein schon in den drei Fremdsprachen Latein, Hebräisch und Altgriechisch begründet, die im Studium angeeignet werden müssen. Am Ende des Studiums muss eine Prüfung in Form des ersten kirchlichen Examens abgelegt werden.

Im Anschluss an die akademische Laufbahn folgt eine zweijährige Ausbildung, die in Form des Vikariats abgeschlossen werden muss. Das Vikariat ist von der Bedeutung her gleichzusetzen mit dem Referendariat, das Lehrer machen müssen. Am Ende des Vikariats muss das zweite kirchliche Examen bestanden werden.

Erst wenn das Vikariat erfolgreich beendet wurde, kann das Pfarramt mit dem Probedienst begonnen werden.
Nach der Probezeit erfolgt die Ordination, d.h. ein Pfarrer wird offiziell zum geistlichen Amt gesegnet und sein Pfarrdienstverhältnis wird auf Lebenszeit abgesichert.

Pfarrer Weiterbildungsmöglichkeiten

Möchte man als Pfarrer oder Pfarrerin Weiterbildungs- oder Spezialisierungsmöglichkeiten wahrnehmen, gibt es unterschiedliche Laufbahnen, die eingeschlagen werden können:

Zum einen kann nach Abschluss des langjährigen Werdegangs zum Pfarrer ein Doktortitel in der Theologie erlangt werden. Pfarrer oder Pfarrerinnen können dann als Professoren oder Lehrbeauftrage an Universitäten tätig werden. Ein weiterführendes Lehramtsstudium befähigt zur Tätigkeit als Relgionslehrer an Primar- oder weiterführenden Schulen.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Pfarrer auf einen Blick:

Einzelnachweise und Quellen

  1. Fachinformationssystem Kirchenrecht: Pfarrerbesoldungsgesetz
  2. Bundesagentur für Arbeit: Evangelische/r Pfarrer/in

Das könnte Sie auch interessieren