Viele Arbeitnehmer nutzen ihr Privatfahrzeug für dienstlich notwendige Fahrten zu Kunden oder Geschäftspartnern. Damit sie auf den Spritkosten, die ihnen durch solche Fahrten entstehen, nicht sitzenbleiben, können sie sie ihrem Arbeitgeber in Rechnung stellen.

Um diese Kosten möglichst exakt zu ermitteln, kann man einen Spritrechner beziehungsweise Spritkostenrechner verwenden.

Online Spritrechner

Bewerten Sie unseren Artikel
5 von 5 Sternen - 2 Bewertungen

Welche Angaben der Online Spritrechner benötigt

Um unseren Spritkostenrechner oder Spritrechner benutzen zu können, benötigt man nur wenige Angaben, die man in das zur Verfügung stehende Online-Formular einträgt.

Zu diesen Angaben gehören:

  • Streckenlänge (die Entfernung in km)
  • Benzin- / Dieselverbrauch (Liter pro 100 km)
  • Benzin- /Dieselpreis (Kosten pro Liter)

Hat man diese Angaben gemacht, braucht man nur noch auf den entsprechenden "Berechnen"-Button zu klicken und der Spritrechner bzw. Spritkostenrechner zeigt das Ergebnis in Form der aufgewendeten Spritkosten an.

Diese kann man seinem Arbeitgeber zum Ende des Monats, des Quartals oder auch zum Jahresende in Form einer Spritkostenabrechnung in Rechnung stellen.

Spritrechner: Formel zur Berechnung

Es gibt eine einfache Formel, mit der man die Spritkosten für eine Dienstfahrt berechnen kann, wenn gerade kein Spritrechner bzw. Spritkostenrechner zur Verfügung steht.

Dazu braucht man nur die schon bekannten Angaben in die folgende Formel einzusetzen:

  • Benzinmenge x Preis pro Liter = Benzinkosten (pro gefahrene Strecke)

Nimmt man einmal an, jemand hat eine Dienstfahrt unternommen, ist dabei 560 km gefahren, hat 45 Liter Benzin verbraucht und pro Liter 1,35 € ausgegeben. Dann würde der Spritrechner folgende Berechnung ausführen:

45 x 1,35 = 60,75

Laut Spritrechner musste der Betroffene also für die Fahrt von 560 Kilometern insgesamt 60,75 € an Spritkosten aufwenden. Diese kann er mit dem Spritrechner ermitteln und sich vom Arbeitgeber erstatten lassen.

  • Bei der Berechnung der Spritkosten mit dem Spritrechner bleiben allerdings Kosten unberücksichtigt, die dem Eigentümer beispielsweise durch die Abnutzung des Fahrzeugs entstehen. Hier kann er versuchen, diese Kosten über die Einkommenssteuererklärung anrechnen zu lassen.

Verbrauch ohne Spritrechner ermitteln

Wer sein Privatfahrzeug für Dienstfahrten verwendet, ist darauf angewiesen, die bei solchen Fahrten entstehenden Spritkosten zu berechnen. Hier hilft ein Spritrechner und vor allem das Wissen, wie hoch der Spritverbrauch des Fahrzeuges ist.

Diesen kann man mit wenig Aufwand und einem Spritrechner schnell herausfinden. Folgende Schritte sind dazu notwendig:

  1. Fahrzeug volltanken (maximale Füllmenge notieren)
  2. Tageskilometerzähler auf Null zurückstellen
  3. Strecke notieren, die bis zum nächsten Tanken zurückgelegt wurde
  4. Berechnung des Spritverbrauchs laut Formel

Die Formel zur Berechnung des Spritverbrauchs auf 100 km lautet:

  • Benzinmenge x 100 : Distanz = Spritverbrauch (pro 100 km)

Beispielsweise passen in den Tank eines Fahrzeuges maximal 70 Liter Benzin. Zwischen zwei Tankvorgängen fährt der Eigentümer 850 Kikometer. Dann ergäbe dies folgende Rechnung:

75 x 100 : 850 = 8,82

Wer nicht auf seine eigenen Rechenkünste vertrauen möchte, der kann natürlich auch auf seinen Bordcomputer vertrauen. Dieser ist heute fast immer in der Lage, die verschiedensten Informationen zum Verbrauch des Fahrzeugs zu geben.

Tipps und Tricks für spritgünstiges Fahren

Der Spritverbrauch eines Fahrzeugs wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Manche muss man mangels Einflussmöglichkeiten einfach akzeptieren. Beispielsweise kann man die Witterungsbedingungen oder die Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer nicht verändern.

Bei anderen Faktoren kann man allerdings sehr wohl dazu beitragen, dass sie sich positiv auf den Spritverbrauch auswirken, diesen also senken.

Ein wichtiger Faktor ist man selbst beziehungsweise die eigene Fahrweise. Wer während der Fahrt ständig Vollgas gibt und über die Autobahn heizt, sorgt für einen kräftigen Anstieg des Spritverbrauchs. Zurückhaltendes Fahren ohne Hast auf Basis der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten senkt den Verbrauch des Fahrzeugs bereits deutlich.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit, den Spritverbrauch zu senken, ist der Preisvergleich beim Sprit. Inzwischen gibt es sogar Apps, die einem anzeigen, wo der Kraftstoff besonders günstig zu haben ist. Meist findet man direkt in seiner Umgebung eine Tankstelle, die günstig ist. Bereits wenige Stellen hinter dem Komma können dem Fahrer auf lange Sicht viel Geld sparen.

Tatsächlich ist auch das Tanken zur richtigen Tageszeit für die Kosten bedeutsam. Viele Tankstellen erhöhen beispielsweise ihre Spritpreise mit einsetzendem Berufsverkehr am Morgen, zur Mittagszeit und zur Rushhour.

Am späteren Abend hingegen werden die Preise wieder gesenkt. Auch zu Beginn der Wochenenden und der Schulferien ist solch ein Verhalten an vielen Tankstellen zu beobachten. Um möglichst sprintgünstig zu fahren, ist es deshalb ratsam, nicht jedesmal zu tanken, wenn gerade eine Zapfsäule in Sicht ist, sondern lieber den späten Abend ab etwa 21 Uhr abzuwarten.

Auch kleine Veränderungen am Fahrzeug können Sprit sparen. Ein optimierter Reifendruck beispielsweise führt zu niedrigerem Spritverbrauch. Zudem lässt sich der Verbrauch durch frühes Schalten in den nächsten Gang, das Ausschalten des Motors bei langen Rot-Phasen von Ampeln oder das Abschalten von sogenannten Stromfressern wie der Klimaanlage deutlich senken.

Der Wechsel zur E-Mobilität ist der rigoroseste Schritt hin zum niedrigen Spritverbrauch. Wer sich ein Elektro-Fahrzeug zulegt, muss sich zukünftig keine Gedanken mehr um einen Spritrechner und seinen Spritverbrauch zu machen.

spritrechner

Quellen

Huelsebusch, Dirk: Fahrerassistenzsysteme zur energieeffizienten Laengsregelung - Analyse und Optimierung der Fahrsicherheit »
Köber, Johann C.: Steuern steuern: Mit der richtigen Steuerstrategie zu Vermögen und Wohlstand »