Die wichtigsten Fakten

  • Wurde der Kinderfreibetrag früher auf der Lohnsteuerkarte eingetragen, geschieht dies heute über den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung.

Kinderfreibetrag Lohnsteuerkarte - Anträge ersetzen den Eintrag auf früherer Lohnsteuerkarte

Die klassische Lohnsteuerkarte existiert heute nicht mehr. Möchte man von nun an den Freibetrag für ein Kind (7.356 Euro Stand: 2017) eintragen, muss man sich an das Finanzamt wenden. Dort findet man zwei Formulare:

Möchte man den Freibetrag erstmals vermerken lassen, benötigt man den ersten Antrag. Bei späteren Änderungen, darf man die vereinfachte Variante verwenden.

Mit Ausnahme der eigenen Steuer-Identifikationsnummer sowie der entsprechenden Nachweise (z.B. Geburtsurkunde) ist hierfür nichts weiter notwendig.

  • In früheren Tagen war es verhältnismäßig einfach, den Kinderfreibetrag zu beantragen oder zu ändern. Man ließ diesen einfach auf der Lohnsteuerkarte eintragen oder konnte ihn hier auch ändern, wenn ein zweites Kind kam.

Was passiert mit den auf der alten Karte vermerkten Freibeträgen?

Was einmal auf der Karte vermerkt worden ist, bleibt bestehen. Müssen die Freibeträge, die auf der Variante von 2010 vermerkt worden sind, nicht geändert werden, gibt es keinen Anlass zur Handlung.

Häufig gestellte Fragen - Kinderfreibetrag Lohnsteuerkarte

Nicht jedes Unternehmen hat bereits auf ELStAM umgestellt. Bis es soweit ist, bleibt die Karte für 2010 (die man also im Jahr 2011 benutzt hat) die maßgebliche Berechnungsgrundlage für die Lohnsteuer. Der Freibetrag sollte hier eingetragen sein.

In dem Fall, dass man nach 2010 Nachwuchs bekommen hat, aber das eigene Unternehmen noch nicht auf ELStAM umgestellt hat, bleibt aber dennoch der beschriebene Gang zum Finanzamt richtig.

Das Kindergeld ist steuerfreies Zusatzeinkommen. Anders als der Freibetrag, schmälert das Kindergeld die Lohnsteuer also nicht, weil es die Einkunftsbasis nicht verkleinert, sondern nur keinen weiteren Anstieg bedeutet. Da das Kindergeld ohnehin beantragt werden muss, hat der Staat sowieso Kenntnis von den Zahlungen.

Das könnte Sie auch interessieren