Der Kinderfreibetrag dient dazu, Eltern steuerlich zu entlasten. Ein zusätzlicher Kinderfreibetrag für Eltern bedeutet mehr Nettolohn automatisch bei der monatlichen Auszahlung des Gehalts. Es wird entweder Kindergeld oder der Kinderfreibetrag gezahlt. Wie den Kinderfreibetrag beantragen?

Kinderfreibetrag beantragen?

Wer einen Kinderfreibetrag sofort nach der Geburt des Kindes geltend machen will, muss diesen Steuerfreibetrag beantragen. Nach der Geburt eines Kindes kann man die Lohnsteuerermäßigung für das Kind - also den Kinderfreibetrag - direkt beantragen.

  • Wenn man den Kinderfreibetrag nicht gesondert beantragt, wird erst bei der nächsten Einkommensteuererklärung berechnet, ob sich für die Eltern der Kinderfreibetrag lohnt oder das Kindergeld.

Kinderfreibetrag beantragen: Wie geht das?

  • Nach der Geburt des ersten Kindes muss man einmalig den Kinderfreibetrag beantragen.
  • Dazu reicht man beim Finanzamt den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.
  • Das Finanzamt prüft ansonsten jährlich bei der Einkommensteuererklärung, ob der Kinderfreibetrag vorteilhafter ist als das Kindergeld.
  • Will man den Freibetrag ändern, reicht man den Vereinfachten Antrag auf Lohnsteuerermäßigung ein.

Kinderfreibetrag Erklärung

Ob man den Kinderfreibetrag oder Kindergeld wählen sollte, ist vielen Eltern nicht sofort ganz klar. Hilfreich ist eine schnelle und einfache Erklärung, die wir in einem Video zusammengefasst haben.

Kinderfreibetrag beantragen - Häufig gestellte Fragen

Die wenigsten Menschen wissen, wie der Freibetrag für Kinder und das Kindergeld zusammengehören.

  • Beantragen sollte man unbedingt beide Leistungen, auch wenn man streng genommen nur eine in Anspruch nehmen darf. Das Kindergeld wird allerdings bei der zuständigen Familienkasse beantragt.

Denn es handelt sich eigentlich um zwei unterschiedliche steuerliche Begünstigungen für die Förderungen von Kindern, von denen man eine wählen muss. In der Regel sollte dies das Kindergeld sein.

Beim Kindergeld wird der Freibetrag indirekt sofort ausgezahlt. Es handelt sich nämlich um steuerbefreites Einkommen. Diese Einkünfte werden also nicht für die Berechnung der Einkommensteuer aufgeschlagen.

Es kann passieren, dass die Steuerersparnis, die sich deshalb ergibt, nicht an diejenige heranreicht, die man durch den Freibetrag erreicht hätte. Dies überprüft das Finanzamt automatisch bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung im Rahmen der Günstigerprüfung.

Bewahrheitet sich der Verdacht, erhält man die Differenz ausgezahlt. Waren die Steuervorteile durch das Kindergeld größer, muss einen dies jedoch nicht sorgen. Die Differenz darf man behalten. Der Staat bezeichnet diese zusätzliche Steuersubvention als 'Förderung der Familien' und verzichtet auf eine Rückzahlung.

Die Frage, die deshalb häufig gestellt wird, lautet: Lohnt sich der Freibetrag überhaupt?

Beziehungsweise ab wann sollte man ihn unbedingt vermerken lassen, um ihn wahrnehmen zu können?

  • Die Faustformel lautet: Alleinerziehende profitieren ab einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro vom Freibetrag und Paare ab 60.000 Euro.

Die Werte gelten dann, wenn alle steuerlichen Abzugsmöglichkeiten auch tatsächlich bereits von den Einkünften abgezogen worden sind.

Als Eltern erhält man pro Kind einmal den vollen Freibetrag. Dieser wird auf die Elternteile aufgeteilt. Allerdings kann man § 32 Abs. 6 Satz 6-11 des Einkommensteuergesetzes den Freibetrag von einem auf den anderen Elternteil übertragen.

Außerdem kann man den Kinderfreibetrag auf Groß- oder Stiefeltern übertragen, sofern das Kind bei ihnen lebt oder sie diesem gegenüber die Unterhaltspflicht haben.

Fazit: Den Freibetrag übertragen kann man auf

  • das andere Elternteil,
  • auf Großeltern, sofern sie unterhaltspflichtig sind oder das Kind in ihrem Haushalt lebt,
  • auf Stiefeltern, sofern sie unterhaltspflichtig sind oder das Kind in ihrem Haushalt lebt.

Einzelnachweise


  1. Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:  Freibeträge für Kinder
  2. Bundesfinanzministerium: Steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer, Familien und Alleinerziehende 

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