Jeder, der für ein Unternehmen tätig ist, erhält für das, was er leistet einen Lohn beziehungsweise ein Gehalt. Allerdings findet man auf seinem Konto letztlich weniger Geld vor, als man eigentlich verdient hat.

Das eine ist der sogenannte Bruttolohn, das andere wird als Nettolohn oder Nettogehalt bezeichnet. Grund für die Differenz zwischen beiden Lohnarten ist der Abzug von Steuern und Sozialabgaben, zu denen jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer vom Gesetzgeber verpflichtet ist. Rechtsgrundlage ist hier das Einkommenssteuergesetz (EStG).


Was ist der Nettolohn?

Wer auf seine Lohn- oder Gehaltsabrechnung schaut, entdeckt stets die beiden Begriffe Bruttolohn und Nettolohn bzw. Nettogehalt. Der Nettolohn ist dabei das Geld, das netto übrig bleibt und an den Arbeitnehmer überwiesen wird, wenn alle gesetzlich vorgeschriebenen Abzüge vorgenommen worden sind.

Der Bruttolohn ist also der Verdienst vor allen Abzügen, das Nettogehalt repräsentiert das Geld, das netto übrig bleibt und von dem man seinen Lebensunterhalt bestreiten muss.

Mit dem Begriff netto wird also der nach allen Abzügen übrigbleibende Verdienst beschrieben.

Nettolohn - Abzüge vom Bruttolohn

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die vorgeschriebenen Abzüge vom Bruttogehalt vorzunehmen und an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten.

Er nimmt daher jeden Monat folgende Abzüge vor:

Sämtliche Abzüge erscheinen inklusive Beitragshöhe auf der Gehaltsabrechnung. Die Beiträge zur Sozialversicherung (also Kranken-, Pflege, Arbeitslosen- und Rentenversicherung) werden je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt.

  • Kirchensteuer zahlt man übrigens nur, wenn man Mitglied in einer der als "kirchliche Gemeinschaft" eingestuften Institutionen ist. Bei Nichtmitgliedern entfällt diese Steuer und sie behalten netto etwas mehr übrig.

Seit dem Jahr 2017 gilt in Deutschland ein Spitzensteuersatz von 42 % für diejenigen, die im Jahr über 54.057 Euro Bruttogehalt beziehen. Der höchste Steuersatz von 45 % gilt für alle, die ein jährliches Einkommen haben, das über dem Betrag von 256.304 Euro liegt. Je mehr man also verdient, umso mehr Steuern muss man zahlen.

Den Nettolohn berechnen

Man muss sein Nettoeinkommen nicht mit dem Taschenrechner ermitteln. Um zu erfahren, was einem netto bleibt, gibt es auf unerer Website einen so genannten Brutto Netto Rechner 2018, der einem dabei behilflich ist. Man muss lediglich seinen Bruttolohn, sein Geburtsjahr, seine Steuerklasse, die Postleitzahl des Wohnortes, den Beruf, die Anzahl der Kinder, eine eventuelle Kirchenzugehörigkeit, die Art der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie mögliche Vorsorgeleistungen in ein Formular eintragen und auf den Button "Netto berechnen" drücken.

Als Ergebnis erhält man eine Übersicht über die einzelnen Abzüge sowie seinen Nettolohn. Außerdem gibt es einen Hinweis auf den durchschnittlichen Verdienst in der eigenen Berufsgruppe.

Hier den Nettolohn berechnen:

Entwicklung beim Nettolohn in Deutschland

Es gibt statistische Erhebungen zur Entwicklung im Bereich Nettolohn bzw. Nettoeinkommen. Diese zeigen, dass sich der in Deutschland erarbeitete Nettolohn seit 1991 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr durchgängig positiv entwickelt hat. Die Steigerungen lagen dabei zwischen 0,1 % im Jahr 2009 und 8,5 % im Jahr 1992. Lediglich in den Jahren 1997, 2003 und 2005 gab es eine negative Entwicklung von jeweils -0,2 %.


Quellen

Einkommenssteuergesetz (EStG) »
Schönfeld, Wolfgang / Plenker, Jürgen: Lexikon für das Lohnbüro 2018: Arbeitslohn, Lohnsteuer und Sozialversicherung von A bis Z »


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