Geht ein Handy einmal kaputt - egal, ob Eigenverschulden oder nicht - können eine Reihe von Kosten entstehen, wenn man es reparieren lassen möchte. Um dieser Kostenfalle aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, eine Versicherung abzuschließen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ohne Selbstbeteiligung
  2. Kosten

Es gibt unzählige Anbieter, die ihre Versicherungen für Handys anpreisen. Viele arbeiten aber damit, dass man, falls ein Schadenfall eintritt, eine Selbstbeteiligung zahlen muss.

Die Versicherung für teure Handys

Solange das neue Handy seinen Dienst tut, ist die Welt in Ordnung. Allerdings können:

  • Stürze
  • Staub und Sand
  • Feuchtigkeit oder
  • Diebstahl

die Freude über das Smartphone der neuesten Generation schnell zunichte machen. Oft beläuft sich der Schaden dann auf mehrere hundert Euro.

Assekuranzen haben hier eine Lücke entdeckt – und bieten schon seit einigen Jahren die Versicherung gegen Herunterfallen, Diebstahl und Co. an. Oft direkt in Zusammenarbeit mit Einzelhandelsketten oder den Mobilfunkunternehmen, versprechen die Tarife aus dem Segment der Handyversicherung schnell und unkompliziert Hilfe.

Handyversicherung – nicht überstürzt abschließen

Versprochen wird in der Versicherung zum Beispiel der Ersatz des Geräts, wenn es nicht mehr repariert werden kann. Oder die Handyversicherung übernimmt das Beheben von reparaturfähigen Schäden.

Auf den ersten Blick eine sinnvolle Absicherung, wenn man bedenkt, wie empfindlich einige der Geräte reagieren können.

  • Als Verbraucher ist es empfehlenswert, den Schutz nicht überstürzt in Angriff zu nehmen. Vielmehr sollte man sich ausreichend Zeit fürs Prüfen der Vertragsbedingungen nehmen. Nicht jede Handyversicherung hält in der Praxis ihre Versprechen.

Einige Tarife leisten beispielsweise im Fall eines Diebstahls nur dann, wenn das Gerät aus einem verschlossenen Raum entwendet wurde oder es der Versicherte bei sich trug. Und auch das Thema Selbstbehalt kann schnell zur bitteren Pille werden. Hier muss manch ein Versicherungsnehmer im Fall eines Totalschadens tief in den Geldbeutel greifen.

Handyversicherung – erst prüfen, dann abschließen

Im Interesse eines sinnvollen und praxistauglichen Schutzes fürs Handy und Smartphone zahlt sich das eingehende Prüfen und Vergleichen verschiedene Gesellschaften und Tarife aus. Nur so findet man die Police mit optimaler Leistungsbreite zu einem akzeptablen Beitrag. Wer überstürzt handelt, bezahlt sonst schnell Dutzende Euro für eine lückenhafte Absicherung des teuren Smartphones.

Welche Punkte sollten besonders berücksichtigt werden? Beispiel: Nach einem Jahr fällt das Handy herunter und ist ein Fall für die Handyversicherung. Schade, dass diese nicht einfach das Gerät durch ein Ersatzsmartphone ersetzt – sondern dem Versicherten nur den Zeitwert erstattet. Dieser muss einen Abschlag von 20 Prozent verkraften.

Rechenbeispiel für Abschläge beim Smartphone durch hohe Wertverluste:

KaufpreisWertverlust zehn ProzentWertverlust zwanzig Prozent
450 Euro405 Euro360 Euro
500 Euro450 Euro400 Euro
550 Euro495 Euro440 Euro

Noch größer ist die Enttäuschung, wenn man auf den Schutz der Versicherung gesetzt hat und plötzlich feststellt, dass die Assekuranz mit dem Verweis auf grobe Fahrlässigkeit die Übernahme einer beanspruchten Leistung verweigert.

Auf diese Weise trägt der Versicherte einen doppelten Schaden – den für das Handy und die in den letzten Monaten eingezahlten Prämien. Aufgrund dieser Tatsachen sollten vor dem Abschluss immer die Versicherungsbedingungen eingehend geprüft werden.

Handyversicherung ohne Selbstbeteiligung

Ja, es gibt auch Anbieter, die eine Handyversicherung ohne Selbstbeteiligung anbieten. Bei einer Versicherung ohne Selbstbeteiligung ist allerdings damit zu rechnen, dass die Versicherungsprämien höher sind als bei Versicherungen mit Selbstbeteiligung.

Bei Handys, die schon einen höheren Anschaffungswert hatten, lohnt es sich, eine Handyversicherung mit Selbstbeteiligung abzuschließen, da die Reparaturkosten dort - je höher der Wert des Handys - auch am Ende höher sind.

Hat man ein Handy, welches zwar teuer, aber noch im Rahmen war, empfiehlt sich eine Handyversicherung ohne Selbstbeteiligung, da man, wie gesagt, sonst den Schaden quasi selbst zahlt und eine Handyversicherung daher eigentlich erst gar nicht nötig gewesen wäre. Das kann man sich also sparen.

  • Erst den Wert des Handys in Relevanz zur Art der Handyversicherung abschätzen. Wenn man es selber nicht einschätzen kann, fragt man am besten einen Fachmann.

Eine Versicherung mit Selbstbeteiligung kostet im Monat etwa 2,00 € bis 6,00 €, wobei es aber auch darauf ankommt, welches Handy und welches Modell man besitzt. Eine Handyversicherung ohne Selbstbeteiligung kostet im Schnitt etwa 5,00 € bis 11,00 €. Auch hier ist ausschlaggebend, welches Handy und welches Modell man hat.

Am wichtigsten ist immer, alle Preise und Anbieter zu vergleichen. Hinzu kommt, dass nicht in jeder Handyversicherung immer alle Risiken abgesichert sind: Also sollte man sich alles immer genau durchlesen und prüfen, ob sich eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung auch wirklich lohnt.

Was kostet eine Handyversicherung?

Die Preisspanne bei der Handyversicherung inklusive Diebstahlschutz reicht, etwa bei einem aktuellen Top- Modell, von etwa fünf bis neun Euro monatlich. Für andere Modelle finden sich Angebote, welche lediglich zwei Euro pro Monat kosten.

So gering die Preisunterschiede scheinen, so groß sind sie auf eine Versicherungslaufzeit ausgerechnet. Allerdings ist nicht immer die günstigste Variante die Beste.

Kostenunterschiede bei Handyversicherungen

Im Wesentlichen setzen sich die Kostenunterschiede aus verschiedenen Leistungen zusammen. Der eine Anbieter verlangt im Schadensfall eine Selbstbeteiligung, der nächste nicht.

Diebstahlschutz ist, sofern er vorhanden ist, nicht gleich Diebstahlschutz. Bei Anbietern mit einem höheren Monatsbeitrag sind oft die Telefonkosten, welche ein Dieb verursacht, mit abgedeckt. Auch die mutwillige Zerstörung durch Dritte wird nicht von jeder Handyversicherung übernommen.

  • Andersherum gilt auch, dass nicht immer die Handyversicherung mit den höchsten Kosten die ist, die die besseren Leistungen erbringt. Häufig haben teurere Anbieter lediglich keine Mindestlaufzeit und die Günstigeren planen mit geringeren, aber langfristigen Einnahmen, bis zu zwei Jahren.

Wie kann man die Kosten der Handyversicherung senken?

Wer auf der Suche nach einer Handyversicherung ist, sollte auf jeden Fall einen Tarif nehmen, der Diebstahl, Verlust und sämtliche Schäden ohne Selbstbeteiligung abdeckt. Im Schadensfall, der bei aktuellen Geräten recht wahrscheinlich ist, spart man am Ende hier die Kosten wieder ein, welche durch den teureren Tarif der Handyversicherung entstanden sind.

Das Handy sollte direkt nach dem Kauf versichert werden. Einige Anbieter geben dazu recht wenig Zeit. Ist ein Gerät älter als beispielsweise drei Monate, so wollen diese es nicht mehr versichern. Wer sein Handy früh versichert, hat hingegen die volle Auswahl aus allen Tarifen aller Anbieter.


Einzelnachweise und Quellen

Gesetze im Internet: § 3 Versicherungsschein
Gesetze im Internet: § 10 Beginn und Ende der Versicherung
Gesetze im Internet: § 11 Verlängerung, Kündigung

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