Reisegepäckversicherung

Wer öfter mal auf Reisen geht, kennt das leidige Problem, dass auch in der eigentlich perfekt automatisierten Welt von heute immer mal wieder Gepäckstücke verloren gehen. Dagegen kann man sich mit dem Abschluss einer Reisegepäckversicherung absichern.

Doch stellt sich hierbei selbstredend auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Versicherung. Was bringt eine Reisegepäckversicherung dem Reisenden tatsächlich und für wen außer die absoluten Vielreisenden lohnt sie sich?

Die Reisegepäckversicherung ist ein Klassiker

In der Gruppe der Reiseversicherungen dürfte die Existenz einer Reisegepäckversicherung nicht nur jedem bekannt sein, sie ist auch vom Wortaufbau her sofort selbst erklärend. Diese Versicherung sichert gegen den Verlust von Reisegepäck ab.

Allerdings ist sie in aller Regel in der Höhe nach oben begrenzt. Außerdem tritt sie meist nur dann ein, wenn der Besitzer des Gepäcks nachgewiesenermaßen nicht fahrlässig einem Diebstahl oder anderweitigen Verlust Vorschub geleistet hat.

Es gilt also abzuwägen, ob man diese für Reisen mit normalen Gepäckinhalten ohne besonderen Wert unbedingt benötigt. Andererseits kann sie gerade bei längeren Reisen oder bei Reisen mit vielen Personen und dementsprechend hohen Nachteilen im Falle des Verlusts von Gepäck sehr ratsam sein.

Schließlich springt eine Reisegepäckversicherung nicht nur bei Verlust von Gepäck ein, sondern auch bei einer Beschädigung der Reisebehältnisse oder der Inhalte dieser.

Welche Fälle deckt ein solcher Schutz ab?

Zu den entscheidenden Fragen bei einer solchen Versicherung zählt nicht allein die Deckungshöhe, sondern auch die Laufzeit der Reisegepäckversicherung.

Diese kann man dauerhaft für alle seine Reisen abschließen oder aber nur für einen bestimmten Zeitraum, in dem eine Fernreise, eine Weltreise oder auch eine Reise in einer größeren Gruppe durchgeführt wird.

Die wichtigsten Fälle, die die Versicherungen abdecken, sind die folgenden:
  • Abhandenkommen durch strafbare Handlungen Dritter
  • Unfälle des Transportmittels
  • Feuer
  • andere Elementarereignisse

Das bedeutet wiederum, dass ein Eigenverschulden für Verlust oder Beschädigung des Gepäcks stets dazu führt, dass die Versicherung nicht für den Schaden aufkommt. Hier kommt auch ein wenig die andere Seite der Reisegepäckversicherung ins Spiel: Im Fall der Fälle ist es schwierig, nachzuweisen, dass man ständig auf sein Gepäck ordnungsgemäß aufgepasst hat.

So kann es passieren, dass man sich einen doppelten Schaden einhandelt: Das Gepäck ist verloren, die Kosten für die Reisegepäckversicherung hat man zwar bezahlt, muss für die Neubeschaffung der verlorenen Güter aber dennoch selbst aufkommen.

Problematischer Nachweis der ständigen Aufsicht des Gepäcks

Wie bei allen Versicherungen ist auch bei einer Reisegepäckversicherung ein Online-Vergleich der Tarife meist ratsam. Diese Vergleichsmöglichkeiten sind kostenlos, leicht zu finden und ebenso leicht zu bedienen, sofern man alle Reisebedingungen kennt.

Insbesondere für all jene, welche eher selten reisen, empfiehlt sich der Vergleich schon länger vor Reiseantritt. Wer hingegen eine Jahresversicherung abschließt, muss nicht vor jeder einzelnen Reise die Konditionen wieder aufs Neue vergleichen.

  • Bei Dienstreisen gelten nur die privat genutzten Gegenstände, sofern dies gegeben ist, als mitversichert, wie zum Beispiel Laptop oder Handy, welche auch für private Zwecke genutzt werden. Fürs sonstige Gepäck müsste eine Extra-Versicherung abgeschlossen werden.

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